Von Genesis bis Offenbarung, Adam und Eva bis zum Geist und der Braut, die sagen: „Komm!“ „Ja, ich komme bald!“ „Amen, komm Herr Jesus!“, erfüllt sich Gottes Bund in der Vereinigung von Braut und Bräutigam. Nach den Psalmen erwacht das Lied der Lieder zum Leben, welches besonders romantisch und poetisch das Suchen und Finden von Mann und Frau besingt.
Es ist „Das Hohelied“, auch „Hohes Lied Salomos“ genannt.
Um auf die Musik zurückzukommen; es gibt in der Kunst so etwas wie die Verführung zur geistlichen Unzucht in Verbindung mit der Lästerung alles Reinen und Heiligen. Das saloppe Motto auf dem Weg in die Unheilige Stadt klingt laut der Hure Babylon so: „Holen wir die Tempelgefäße und lassen die Sau raus“. Madonna, nicht das Marienabbild, sondern die strippende Sängerin, trieb eine derartige Provokation am Bühnenkreuz der Confessions-Tour 2006 auf die Spitze. Ein wirklich schlechtes Gewissen bereitete mir als junger Mann die Kaballa-Hexe 1989 mit dem Ohrwurm „Like a Prayer“. Ich spürte, dass das Musikvideo blasphemisch ist und konnte trotz Verdammnisgefühlen wie ein Junkie nicht davon ablassen: Madonna steht vor brennenden Kreuzen. Sie bringt einen schwarzen Mann am Kreuz durch einen Kuss zum Leben. Sie hat Sex am Altar. Sie bekommt in der Kirche Stigmata an Händen und Füßen. Sie erregte mich und einen Haufen anderer Leute, um jede Menge Geld damit zu verdienen. Darauf kommt es im Musikbusiness und bei Edelhuren an. Die neue Nummer Eins, Stefani Germanotta, ist als Maria Magdalena in Judas verliebt und trägt ihre okkulten Zeremonien und Botschaften -ganz Gaga- ohne Scham in die Welt hinaus: http://beginningandend.com/lady-gaga-judas-spreading-occult-gospel/ Seit in meiner Pubertät eine andere widerliche Braut – Iron Maiden – nackte, blutverschmierte Monster auf der Plattenhülle salonfähig gemacht hat, um Tod und Teufel zu umarmen, und die Verehrer der 666 (the number of the beast), in den Schlund der Hölle mitzureißen, ist keine noch so abgrundtiefe Gotteslästerung unmöglich, was Slayer mit seiner cult-ikonen -666- Text und Bild- Interpretation von Jesus Christus in die niedersten Tiefen gebracht hat. Weil das viele ach so witzig finden, und Lämmer sich nicht wehren, hat ganz Europa grässliche Zombies und abscheuliche Monster zum Top Act (Hauptattraktion) gekürt. Zur Erinnerung: Die unverständlichen finnischen Herren Lordi gewannen im Jahr 06 den Eurovision Song Contest mit http://www.songtexte.com/uebersetzung/lordi/hard-rock-hallelujah-deutsch-7bd6ae60.html . „Wenn jemand das Biest und sein Abbild anbetet und sein Malzeichen an der Stirn oder seiner Hand annimmt, so wird er gleichermaßen von dem Zorneswein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zornes. Und er wird in Feuer und Schwefel qualvoll leiden angesichts der heiligen Engel und angesichts des Lammes. Und der Rauch ihrer Qual steigt immer und immer wieder auf; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, welche vor dem Tier und seinem Abbild niederfallen, und wer auch immer das Zeichen seines Namens annimmt.“ Der dritte von sechs Engeln hat die schlimmste vorstellbare Warnung ausgesprochen, die ich kenne. Gott lässt sich nicht spotten. Eigentlich fällt mir dazu nichts mehr ein. Einen krassen positiven Gegensatz im Bezug darauf stellt das blumenförmige Stirnblatt des Hohenpriesters mit der Siegelgravur „Heiligkeit dem Herrn“ dar. Meine Reaktion auf die teuflische Anbetung ist und war, alles mögliche zu veranlassen, dieses Malzeichen (χάραγμα charagma) nicht an meiner Stirn (Denken) oder meiner Hand (Handeln) aufgedrückt zu bekommen, wenn ich es denn mitbekomme. Wahnsinn, wie leicht lässt man sich auf dem Volksfest nach einem Maß Bier dazu hinreißen „Hölle, Hölle, Hölle, Hölle“ mit zu johlen. Wolfgang Petri singt vor, und Tausende grölen wie die Irren zurück. Der Heidenspaß scheint kein Ende zu nehmen, bis abrupt die Heilsarmee mit ihren Uniformen und strengen Blicken das Kommando übernimmt. Diese Heiterkeit beraubenden Antialkoholiker drehen gerne ermahnende Runden durch die Bierzelte des Cannstatter Wasens, während sie Geld in ihren Büchsen eintreiben. Damit ist der Wechsel von der Musik hin zum Mammon beinahe geschafft. Aber irgendwie hängt heutzutage sowieso alles zusammen. Wer hätte es unter den ersten Jüngern für möglich gehalten, dass einmal Lobpreis und Anbetung nicht aus ihrem eigenen Herzen kommt, sondern als Musik aus der Retorte käuflich zu erwerben ist. Natürlich benötigen auch musisch begabte, christliche Künstler in der heutigen Welt einen festen Lebensunterhalt. Die besonders erfolgreichen Talente landen mit Elvis Aaron Presley, dem King, in der Gospel Music Hall of Fame (Ruhmeshalle der Evangeliumsmusik), erhalten Grammys und werden durch ihre goldenen Schallplatten halt wie Amy Grant und Michael W. Smith zum Multimillionär. Einen revolutionären Weg, wagte das etwas andere Denkmal Keith Green einzuschlagen. Er versendete seine selbst produzierte Alben auf Spendenbasis und verlangte keinen Eintritt für seine Konzerte. 1982 kam Keith Green mit 28 Jahren viel zu früh bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, weil die Cessna überladen war oder jemand anderweitig nachgeholfen hat. Seine Lieder bleiben ein Vermächtnis, das bis jetzt Menschen mit dem Evangelium erreicht. Eine seiner kompromisslosen Predigten ging so: „Warum vergötzen wir christliche Sänger und Sprecher? Wir wechseln von der Verherrlichung von Musikern in der Welt zur Verherrlichung von christlichen Musikern…Satan erringt einen großen Sieg, wenn wir diese Diener auf Kassetten und Platten anbeten!“ Hier ist auch das Ausharren der Heiligen; hier sind diejenigen, die die Gebote Gottes halten und den Glauben an Jesus bewahren. Und ich hörte eine Stimme vom Himmel sagen: Schreibe! Glückselig sind die Toten, die von nun an im Herrn sterben! Ja, so spricht der Geist, damit sie ruhen von ihrer mühevollen Arbeit haben und ihre Werke ihnen nachfolgen. Paulus von Tarsus ist zu einer Säule im Tempel Gottes geworden, da er zahlreiche Ortsgemeinden im Wort Gottes gegründet hat. Der eifrige Evangelist und fleißige Apostel übertreibt nicht, wenn er Timotheus schreibt: „Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glaube gehalten. Von nun an liegt mir die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, geben wird; und nicht nur mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.“ Paulus musste viel leiden, um des Namen Jesus willen. Zuallerletzt ließ ihm Nero den Kopf abschlagen, um ihn zum Schweigen zu bringen. Am Ende der Apostelgeschichte hat sich Paulus im Brief an die Römer verewigt. Die Paulinischen Briefe, ich meine vierzehn an der Zahl, sind bis auf den heutigen Tag erhalten und finden über den ganzen Globus zahlreiche Leser aus vielen Sprachen, Völkern und Nationen. Kaiser Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus hingegen verabschiedete sich in Schimpf und Schande, mit dem eigenen Dolch im Hals, in dem Dafürhalten ein großer Künstler wäre mit ihm verloren gegangen. Seine tränenreichen Lieder und dramatischen Auftritte vermisst heutzutage niemand, dafür wird sein Abbild auf antiken Münzen und sein Profil auf weißen Marmorbüsten in europäischen Museen gesichtet. Neben der Arbeit, die ruht, und den darauf folgenden Werken, verdeutlicht das Aufeinandertreffen dieser berühmten Männer in der Tat den Unterschied von Babylon und dem Neuen Jerusalem. Wer immer wieder den Kelch des Zornes der Unzucht auf der Erde einschenkt, bekommt den Kelch des Zornes Gottes im Totenreich zu spüren. „Barmherzig und gnädig ist der Herr, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Treue!“, rief der Ewige Mose auf dem Berg Sinai aus der Wolke zu. Die Feststellung des Herrn aller Herrn, der sich nicht ändert, wiederholt sich als Gotteslob in den Propheten und als Lobgesang in den Psalmen. Dann erfüllt sie sich in der Person von Jesus von Nazareth. Aber auch der Meister konnte einen oder gar zwei gewaltige Zornesausbrüche bekommen, und zwar, als er die Geschäftemacherei im Tempel anprangerte. Mit der Peitsche trieb der wahre König der Juden die Geldwechsler und Händler aus seines Vaters Haus hinaus. Jesus, der Messias sagte: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ Ein heiliger Wutanfall des Schöpfers des Himmels und der Erde lässt sich gut mit dem Ausbruch eines Vulkans vergleichen. Ich würde mich deshalb nicht über die Hölle, so als wäre sie nur eine Erfindung und plumpe Drohung des Mittelalters, lustig machen. Bereits seit Sodom und Gomorra haben Feuer und Schwefel kein Verfallsdatum. Zudem lassen sich Aschenreste an der tiefsten Landstelle der Erde, dem mit Salz konzentrierten + konservierten Toten Meer, bestens wissenschaftlich nachweisen und untersuchen: http://www.arkdiscovery.com/sodom_&_gomorrah.htm http://wyattmuseum.com/deutsch_sodom.htm. Die mit Babylon übereinstimmende Lehre, die aus der Zerstörung der Städte gezogen werden kann, ist abermals der Versuch alles Reine und Heilige zu schänden und entweihen. Orientalische Gastfreundschaft mit den Füßen tretend, umringten die Männer von Sodom das Haus von Lot, um die zwei als Retter eingekehrten Engelsgäste zu vergewaltigen. Mit Blindheit geschlagenen und dem Untergang geweiht, machten sie diesseits und jenseits Bekanntschaft mit Feuer und Schwefel (gem. Judas 1, 7 erleiden sie die Pein des ewigen Feuers, weil sie Unzucht trieben). Erstaunlich zur Parallele in Offenbarung 14 Vers 10 finde ich, dass es in so einem Zustand der Verdammnis noch die Möglichkeit gibt, das Lamm und die Engel wahrzunehmen und zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Vielleicht macht es das Ganze dadurch noch schlimmer. Auf alle Fälle ist es eine bildhafte Beschreibung des Totenreichs, vergleichbar mit dem verstorbenen reichen Mann, der Vater Abraham bittet Lazarus zu senden, um die gepeinigte Zunge kühlen zu lassen (Lukas 16, 24). Das endgültige Gericht – die Trennung von Gott – mit dem zweiten Tod im Feuersee ist wohl noch nicht vollzogen (Offenbarung 20, 14 u.15). Darum umgibt die dummen Seelen, welche Gott nicht die Ehre gaben, sondern andere Idole/Götzen anhimmelten, einstweilen die Ruhelosigkeit eines verirrten Totengeistes. Entschuldigung! Einige Leser haben kein Verständnis, dass ich so respektlos über die Toten rede. Deshalb als Wiederholung: In dem selben Maße wie Babylon, das gottlose System dieser Welt, die Nationen mit dem Kelch seiner Unzucht getränkt hat, wird Gott den Becher seines Zornes ausgießen. Dabei ist mein Vergleich, des sich entladenen Zornes Gottes, mit dem eines explodierenden Vulkans zu mickrig, wenn ich die Menge des Blutes bemesse, das in der Kelter des Grimmes Gottes fließt. 1600 Stadien sind fast 300 Kilometer weit, und das bis zur Höhe eines Pferdezügels. Das könnte dem Blut der im Alten Bund geopferten Tiere bis hin zur gesamten Menschheit entsprechen. Aber erst der Reihe nach mit Vers 14 des 14. Kapitels: Nach den drei aufeinander folgenden Engeln erscheint der Menschensohn auf den Wolken und lässt mir mein Blut vor Ehrfurcht sprichwörtlich in den Adern erstarren (Daniel 7,13 – Mt. 24,30 und 26,64 – Mk. 13,26 und 14,62). Liebe Leute, die Furcht des Herrn ist der Anfang aller Erkenntnis; es wird höchste Zeit die Bibelstellen nachzuschlagen und darüber nachzusinnen! Niemand sollte, nichts ahnend, das Zeichen des Sohnes des Menschen im Himmel wahrnehmen, ohne seine Herrschaft vorher anerkannt zu haben. Die Auswirkung der Offenbarung von Gottes Herrlichkeit und Macht ist das Einholen der überreifen Ernte der Erde. Der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde, wird mit der Sichel in der Hand und einer goldenen Krone auf dem Haupt mit den Wolken des Himmels kommen. Für diesen Anspruch wurde er vom Hohen Priester und Hohen Rat zum Tode verurteilt. Der Tag des Herrn erfüllt sich dabei nicht nur in der Zukunft, sondern Jesus prophezeite allen Mitgliedern des Sanhedrin (jüdischer Gerichtshof im Tempel), dass sie ihn von nun an zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Einer nach dem anderen der angesprochenen Priester, Schriftgelehrten und Ältesten ist verstorben, ohne die Apokalypse als kollektiven Weltuntergang erlebt zu haben. Unzählige Male ließ es der Herr, der Himmel und Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat, seitdem regnen. Der natürliche Wasserkreislauf läuft und läuft und läuft und hält alles Fleisch auf Erden am Leben. Als Zeichen des Bundes mit Noah, den Gott auf ewig beschlossen hat, erfreuen wir uns am Regenbogen, der in den Wolken steht. Wann kommt also endlich die Ernte? Ganz einfach, wenn unser Fleisch stirbt und das Blut aufhört durch unsere Adern zu zirkulieren. In der Ewigkeit spielt es keine Rolle, wann unser Herz aufgehört hat zu schlagen. In der zukünftigen Welt werden viele aber die Letzten sein, die Erste sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind (Markus 10, 31). Auf so eine Logik kann kein Mensch kommen. Wir sind in unserem Denken zu sehr unserem Sonnensystem unterstellt und bemessen die Zeit nun mal in Stunden, Tagen, Monaten und Jahren. „Ihr glaubt nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dinge sage?“, fragt der Meister den Pharisäer Nikodemus, der in seinem absterbenden Fleisch die neue geistliche Geburt und das Reich Gottes anfangs nicht begreift, „und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, als nur der vom Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn, der im Himmel ist.“ Es gibt trotzdem Hoffnung für Nikodemus, denn als einer der Wenigen im Hohen Rat, hat er Jesus vertraut. Er hielt an dem Heiland sogar nach dessen Tod fest, indem er dessen Leichnam vor der Grablegung mit wohlriechenden Ölen versorgte. Und so „wie Moses in der Wüste die Schlange erhöht hat, muss der Menschensohn erhöht werden; damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Die unschöne Geschichte der ehernen Schlange findet sich in 4. Mose 21, und obige Verse sind die Einleitung zum meist zitierten Bibelvers nämlich Johannes 3, 16: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass … Wie hat Gott die Welt geliebt? So wie Moses die Schlange erhöhen musste. Die feurigen Schlangen töteten das Volk wegen der Sünde ihres Unglaubens. Wer an ihn glaubt wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt ist schon gerichtet. Jesus, der die Sünde nicht kannte, wurde für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm (2. Kor. 5, 21). Leider wird der „Evangelium im Evangelium“- Vers fast immer aus dem Zusammenhang zitiert, was den Schwerpunkt ausschließlich auf eine selbstverständliche, bedingungslose Liebe Gottes legt und die Sünde und das Gericht ausblendet. Zum Kreuzworträtsel mit Origenes Resultat führt die gefragte Allversöhnungslehre (Gott ist so voller Liebe, dass am Ende alle Schöpfung selig und alle Dinge harmonisch werden). Als Schlussfolgerung dieser ganz schön haarsträubenden Theorie werden Sündenerkenntnis und Gottesfurcht beseitigt. Noch heute beruhigen die Übertreter göttlichen Gebots ihr Gewissen mit dem Gift der alten Schlange: „Sollte Gott wirklich gesagt haben … Keineswegs werdet ihr sterben!“ Das ewige Evangelium wird, ob es uns passt oder nicht, genau so verkündet: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!“ Der vierte Gottesbote kommt aus dem himmlischen Tempel hervor und ruft dem Menschensohn zu: „Lege die Sichel an und ernte, denn die Stunde ist gekommen zu ernten, da die Ernte des Erdbodens überreif geworden ist.“ Zunächst einmal frage ich mich, warum Jesus den Ratschlag eines Engels benötigt, um den richtigen Zeitpunkt für die Ernte festzulegen. Der fünfte Engel, der ebenso eine Sichel in der Hand hält, verdeutlicht zumindest ein gemeinschaftliches Handeln. Ein sechster Engel kommt hinzu, der Vollmacht über das Feuer hat und ebenfalls dazu auffordert die Sichel anzulegen. Der Sohn des Menschen war auf der Erde so demütig, in allem nach dem Willen des Vaters zu fragen, um sein Werk zu vollbringen. Im Himmel sieht es nicht anders aus, denn die Anweisung kommt aus dem Tempel Gottes. Von jenem Tag weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, sondern alleine mein Vater (Mt. 24, 36). Es ist der Vater der Zeiten und Zeitpunkte in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat (Apg. 1, 7). Falsche Propheten haben wiederholt verkehrte Tage und erlogene Zeitpunkte angegeben. Das ist keine Grund zum Spott oder zur Sorge. Der Messias hat nicht umsonst vor ihnen gewarnt. Gleichwohl ist es möglich sich fruchtbar mit Gottes Terminkalender zu befassen und aufschlussreiche Zusammenhänge zum Finale von Offenbarung 14 zu finden. Eines der drei großen Wallfahrtsfeste findet im siebten Monat des jüdischen Kalenders (15.-21. Tischri) statt. Genau am Ende der Weinlese im Herbst. Der hebräische Name des freudigen Erntedankfestes lautet Sukkot. Das siebentägige Laubhüttenfest erinnert an den Auszug aus Ägypten und die Unbeständigkeit der menschlichen Existenz. Es hat eine endgültige prophetische Bedeutung, die sich noch nicht erfüllt hat: „Siehe die Hütte Gottes bei den Menschen“ (Offb. 21, 3). Die Späternte und das Keltern von Wein mögen auf Erden ein freudiger Anlass für Sukkot sein, aber die entsprechende Beschreibung der Ernte des Erdbodens durch den Menschensohn und die Engel ist furchterregend. Bekanntermaßen werfen sie ihre scharfe Sichel (Winzermesser bei Luther) auf die Erde, um die Trauben in die große Kelter des Zornes Gottes zu schmeißen, „Wer kann vor seinem Zorn bestehen, und wer widersteht der Glut seines Grimmes? Sein Zorn brennt wie Feuer, und die Felsen zerbersten vor ihm.“, beschreibt Nahum 1 Vers 6 ebenso zutreffend. Der Zugang zum Baum des Lebens im Paradies wird von den Cherubim mit flammenden Schwertern verwehrt. Wir können in unserem sündigen Fleisch nicht Gottes Angesicht sehen und am Leben bleiben (2. Mose 33, 20). Gottes Herrlichkeit erschien Mose in der Wolke. Ebenso erging es Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg der Verklärung. Ein sechster Engel kommt vom Altar. Er hat Macht über das Feuer. Im irdischen Heiligtum flossen Unmengen von Blut von einem großen Brandopferaltar. Die Aufgabe der Priester bestand darin, die Opfertiere zu schlachten und das Feuer zu schüren. Die Überschrift der Schlachter Bibel zum letzten Abschnitt lautet: Die Ernte und die Weinlese des Gerichts. Das Endgericht vor dem großen weißen Thron findet sich erst in Kapitel 20 wieder. Deshalb meine ich, es handelt sich hier um das Gericht über unser sündhaftes Fleisch das sterben muss, analog zu 1. Mose 9. Unser Blut fließt ebenso vor den Toren der Stadt, wie Jesus auf Golgatha gestorben ist. Gemäß Galater 5, 24 haben, die in Jesus sind, das Fleisch gekreuzigt, samt seinen Leidenschaften und Lüsten. Auch nach Römer 6, 6 dienen wir nicht mehr der Sünde, weil unser alter Mensch mit Jesus gekreuzigt ist. Paulus ermahnt uns in Kapitel 12 des selben Briefes unsere Leiber als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer hinzugeben, was unser vernünftiger Gottesdienst ist. Wer sich selbst verleugnet, sein Kreuz täglich auf sich nimmt und Jesus nachfolgt hat sein Leben schon verloren, um das ewige Leben zu finden. Darum ist jemand in Christus, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden (2. Kor. 5, 17). Die Angst vor dem Tod ist gewichen: „Tod wo ist dein Stachel, Grab wo ist dein Sieg? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz“ (1. Kor. 15, 55 u. 56). Als von neuem geborener Mensch braucht man sich vor der Weinlese nicht zu fürchten, wenn man tatsächlich sein Fleisch/altes Leben in den Tod gegeben hat. Wahre Verwandte von Jesu sind nicht mit Wasser besprenkelte Babys, die dadurch in eine Kirche aufgenommen werden, sondern Nachfolger, die sein Wort hören und tun. Wer Buße tut und sich auf den Namen Jesu Christi taufen lässt, zur Vergebung der Sünden, wird die Gabe des Heiligen Geistes empfangen (Predigt des Petrus in Apg. 2, 38). Der Vater bezeugt bei der Taufe von Jesus: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“, und seine Stimme ergänzt zum zweiten Mal aus der Wolke auf dem Berg: „Auf ihn sollt ihr hören!“ Da ist auch das Ausharren der Heiligen; da sind diejenigen, die die Gebote Gottes halten und den Glauben an Jesus bewahren. Wer kommt jetzt in die Ernte und die Weinlese des Gerichts und wer nicht? Meine Ausführungen lassen auf alles Fleisch schließen, so müssen wir so oder so sterben. Wo der Leichnam ist, da sammeln sich die Geier (Lukas 17, 37). Angesprochen sind alle, die auf dem Erdboden ansässig sind, und jede Nation und jeder Stamm und jede Sprache und jedes Volk! Dagegen sind die Verfechter der Entrückungslehre davon überzeugt, keine Trübsal erleiden zu müssen, und klammern negative Vorkommnisse von Kapitel 6 bis 19 kategorisch aus. Ein großer Teil der Christen hofft die Plagen nicht zu erfahren, weil wir als Gottes Kinder hier und jetzt verdient haben, im Wohlstand zu leben, und die schrecklichen Ankündigungen erst in der Zukunft stattfinden (nach ihrem Tod!?). Die Lehre des positiven Denkens hat in manchen Glaubens-Gemeinschaften schon so weit geführt, dass ganze Passagen einfach aus der Bibel herausgerissen wurden, oder unpopuläre Bücher gar nicht mehr behandelt werden. Unzweifelhaft spricht Jesus im Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker davon, dass die Schnitter mit dem Sammeln und Verbrennen bis zur Ernte warten, um dem Weizen nicht zu schaden. Bei all den Visionen und Gleichnissen im Wort Gottes kann schnell ein Tohuwabohu entstehen, mit den verschiedensten Auslegungen, im Besonderen über zeitliche Abläufe. Nun kann man das Kommen des Reiches Gottes nicht sehen und die Offenbarung des Menschensohns kommt unerwartet. In der Enthüllung wird eine Vision nach der anderen aneinander gereiht. Auffällig ist das Zusammentreffen der Sieben (Engel, Gemeinden, Siegel, Posaunen, Donner, Plagen, Schalen). Spiegelt die Offenbarung den großen Tag des Herrn wieder, empfiehlt es sich die Abläufe nicht streng chronologisch auszulegen, und die Symbolik der Ereignisse nicht so zu deuten, dass es wortwörtlich und genauso zwingend auf der Erde erfahrbar sein wird. Nehmen wir z.B. das Blut, das aus der Kelter des Zornes Gottes, bis an die Zäume der Pferde, 1600 Stadien weit, fließt. Wird das Blut genauso auf der Erde fließen? Ja und nein. Wir werden mit unseren natürlichen Augen das Kommen des Reiches Gottes nicht sehen können, denn Geistliches muss geistlich unterschieden werden. Johannes war am Tag des Herrn im Geist, als ihm der Auferstandene erschien, aber wir werden nicht einen Engel nach dem anderen sehen können, es sei denn der Herr öffnet seinen Dienern die Augen (2. Könige 6, 17). Also meditiert man besser darüber nach, warum Pferdezäume erwähnt werden. Wozu werden sie gebraucht? Man zügelt damit ein gezähmtes Reittier und gibt damit die gewünschte Richtung an. Auf der Höhe des Zaumes hört das Blut auf zu fließen. Gehorsame Gotteskinder werden ihren Vater nicht erzürnen. Zum Schluss noch etwas Bibelmathematik: 4 x 10 x 4 x 10 = 1.600 Stadien, die ein riesiges Mengenmaß darstellen. Vierzig ist der Zeitraum einer Prüfung oder Bewährungsprobe (Versuchung, Wüstenwanderung). Vier ist die Zahl der Erde und Zehn die des Gesetzes. Da gibt es solche, die die Gebote befolgen und andere wiederum nicht. Es gibt diejenigen, die Gott fürchten, andere nicht. Es gibt solche, für die Jesus Wohnungen im Neuen Jerusalem vorbereitet, andere werden mit Babylon zugrunde gehen. Es gibt diejenigen, die Gott in aller Ewigkeit preisen, andere beten dass Biest oder sein Abbild an. Sein oder Nichtsein? Wer oder was bestimmt unser Denken und Handeln?