{"id":98,"date":"2009-08-30T11:48:41","date_gmt":"2009-08-30T11:48:41","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=98"},"modified":"2024-05-18T08:10:10","modified_gmt":"2024-05-18T08:10:10","slug":"2-kapitel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=98","title":{"rendered":"2. Kapitel"},"content":{"rendered":"\r\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2022\/02\/offenbarung-2.mp3\" controls=\"controls\"><\/audio>\r\n<figcaption>Offenbarung 2<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n<p><i>Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten h\u00e4lt, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine M\u00fche und dein Ausharren, und dass du B\u00f6se nicht ertragen kannst; und du hast die gepr\u00fcft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als L\u00fcgner befunden; und du hast Geduld und hast um meines Namens willen die Last getragen und bist nicht m\u00fcde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. So denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu\u00dfe und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, so komme ich zu dir und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegsto\u00dfen, wenn du nicht Bu\u00dfe tust. Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hasst, die auch ich hasse. Wer ein Ohr hat, h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.<br \/>Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: Ich kenne deine Drangsal und deine Armut &#8211; du bist aber reich &#8211; und die L\u00e4sterung von denen, die sagen, sie seien Juden, und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans. F\u00fcrchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gef\u00e4ngnis werfen, damit ihr gepr\u00fcft werdet, und ihr werdet Bedr\u00e4ngnis haben zehn Tage. Sei getreu bis in den Tod! Und ich werde dir die Krone des Lebens geben. Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod.<br \/>Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt der, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Ich wei\u00df, wo du wohnst; wo der Thron des Satans ist; und du h\u00e4ltst an meinen Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch in den Tagen des Antipas, meines treuen Zeugen, der bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden ist. Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du dort solche hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die S\u00f6hne Israels hinzustellen, so dass sie G\u00f6tzenopfer a\u00dfen und Unzucht trieben. So hast auch du solche, die in gleicher Weise die Lehre der Nikolaiten festhalten. Tue Bu\u00dfe! Wenn aber nicht, so werde ich bald zu dir kommen und werde Krieg mit ihnen f\u00fchren mit dem Schwert meines Mundes. Wer ein Ohr hat, der h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer \u00fcberwindet, dem will ich von dem verborgenen Manna geben und will ihm geben einen wei\u00dfen Stein, und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt, als der, der ihn empf\u00e4ngt.<br \/>Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen und F\u00fc\u00dfe gleich gl\u00e4nzendem Erz: Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und dein Ausharren und wei\u00df, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten. Aber ich habe gegen dich, dass du das Weib Isebel gew\u00e4hren l\u00e4sst, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und verf\u00fchrt, Unzucht zu treiben und G\u00f6tzenopfer zu essen. Und ich gab ihr Zeit, damit sie Bu\u00dfe tue, und sie will nicht Bu\u00dfe tun von ihrer Unzucht. Siehe, ich werfe sie aufs Bett und die, welche Ehebruch mit ihr treiben, in gro\u00dfe Drangsal, wenn sie nicht Bu\u00dfe tun von ihren Werken. Und ihre Kinder werde ich mit dem Tod schlagen, und alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde jedem einzelnen von euch geben nach euren Werken. Euch aber sage ich, und den \u00dcbrigen in Thyatira, allen, die diese Lehre nicht haben, welche die Tiefen des Satans, wie sie es nennen, nicht erkannt haben: Ich will keine weitere Last auf euch legen. Doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme! Und wer \u00fcberwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Macht \u00fcber die Nationen geben. Und er wird sie h\u00fcten mit eisernem Stab, und wie T\u00f6pfergef\u00e4\u00dfe wird er sie zerschmei\u00dfen, wie auch ich von meinem Vater Macht empfangen habe. Und ich werde ihm den Morgenstern geben. Wer ein Ohr hat, h\u00f6re, was der Geist den Gemeinden sagt!<\/i><\/p>\r\n<p><br \/>Das 2. Kapitel betont zu Beginn nochmals, dass Jesus inmitten der Gemeinde (Leuchter) wandelt und die Engel (Sterne) in seiner Vollmacht und seiner Sicherheit symbolisierenden rechten Hand h\u00e4lt. Seltsam mutet an, dass der Empf\u00e4nger des ersten Briefes an die Gemeinde von Ephesus ein Engel ist. Bei der Auslegung der Heiligen Schrift sollte zun\u00e4chst einmal immer die einfachste und naheliegendste M\u00f6glichkeit in Betracht gezogen werden. Der n\u00e4chst gelegene Hafen von der Gefangeneninsel Patmos aus war Ephesus. Johannes wird die prophetischen Schreiben durch einen Boten an die jeweilige Gemeindeleiter \u00fcbermittelt haben. Die logische Reihenfolge der adressierten Orte spielt sich nach der r\u00e4umlich unmittelbar folgenden Wanderung durch Kleinasien im Uhrzeigersinn ab. Die Gemeinde traf sich damals in verschiedenen Privath\u00e4usern und nicht in einem gro\u00dfen sakralen Geb\u00e4ude. Die Nennung des Namens eines \u00c4ltesten h\u00e4tte aufgrund der herrschenden Verfolgung leicht zu dessen Verhaftung f\u00fchren k\u00f6nnen. Die Jahrhunderte alte \u00dcberlieferung bringt die Gewissheit, dass die Sendschreiben wirklich in den 7 Gemeinden angekommen sind. Jeder Brief bezog sich also an eine spezifische \u00f6rtliche Versammlung der Nachfolger Jesu in der damaligen Zeit. Die Worte sind heute genauso lebendig und wirksam f\u00fcr uns, wie der Engelsbote als Geistwesen nicht gestorben sein wird und seinen Dienst weiter ausf\u00fchrt (Hebr\u00e4er 1, 14). Deshalb sollten wir das Lob Jesu und die Ermahnung auch auf unsere Kirche beziehen und gleichfalls in unserem pers\u00f6nlichen Leben anwenden.<\/p>\r\n<p>Die erstaunlichste, historisch bedingte Erkenntnis \u00fcber die 7 Gemeinden ist, dass jede eine Epoche im Kirchenzeitalter charakterisiert:<\/p>\r\n<p><a href=\"https:\/\/www.rogerliebi.ch\/content\/die-7-sendschreiben-der-offenbarung\">www.rogerliebi.ch\/content\/die-7-sendschreiben-der-offenbarung<\/a><\/p>\r\n<p><br \/>\u00dcber die Metropole Ephesus wird viel in der Bibel und anderen historischen Dokumenten berichtet. Der Silberschmied Demetrius l\u00f6st im 19. Kapitel der Apostelgeschichte einen Aufruhr gegen Paulus aus, weil dieser sich gegen den Kult der Diana-Anbetung aussprach. Verg\u00f6tterte h\u00e4ssliche B\u00fcsten von der vielbusigen Artemisstatue als Fruchtbarkeitssymbol finden sich heute in Museen wieder. Damals besuchten die sexgierigen Ehebrecher und Kindersch\u00e4nder nicht ein modernes Flatrate-Bordell, sondern konnten ihren Gel\u00fcsten in Ephesus, unter dem Vorwand den G\u00f6ttern ein Opfer zu bringen, im gr\u00f6\u00dften Tempel der Antike freien Lauf lassen. Auch f\u00fcr die r\u00f6mische Kaiseranbetung war die hochentwickelten Handelsstadt mit ihren Domitian- und Hadrian-G\u00f6tterh\u00e4usern ber\u00fchmt.<\/p>\r\n<p>Einen religi\u00f6sen Gegenpol bildeten dazu, die sich durch ihre Arbeit und Geduld auszeichnenden Christen. Sie konnten das B\u00f6se nicht ertragen, hatten die falschen Apostel identifiziert (wie Paulus in 2. Korinther 11) und hassten die Irrlehre der Nikolaiten. Trotzdem bekommen sie den Tadel, dass sie ihre erste Liebe zu ihrem Herrn Jesus Christus verlassen haben, was mich stark an das Hohelied der Liebe in 1. Korinther 13 und an die gesch\u00e4ftige Marta in Lukas 10, 40 erinnert. Darum sollte jeder Nachfolger Jesu wie Maria an seinen F\u00fc\u00dfen Platz nehmen, um mit den eigenen Ohren seine Stimme zu vernehmen. Am Zuverl\u00e4ssigsten ist dabei die pers\u00f6nliche Inspiration durch das Lesen seines Wortes und die genaue Pr\u00fcfung der Lehren von Heilspredigern anhand der Schriften, wie es die edleren Leute aus Ber\u00f6a t\u00e4glich hielten (Apostelgeschichte 17, 11). Anstelle im ungesunden irdischem Eifer nach dem Unsterblichkeit versprechenden Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen zu l\u00fcsten (Iss, du wirst bestimmt nicht sterben), bekommen die echten \u00dcberwinder als Schlusssegen die Fr\u00fcchte des Baumes des Lebens im Paradies Gottes zu essen.<\/p>\r\n<p><br \/>Smyrna, die Hafenstadt mit dem gr\u00f6\u00dften Marktplatz der Antike, war wie Ephesus ein besonderer Ort der G\u00f6tteranbetung. Bereits 195 v. Chr. bekam die heute drittgr\u00f6\u00dfte Stadt der T\u00fcrkei, Izmir, die zweifelhafte Ehre einen Tempel f\u00fcr die Besch\u00fctzerin der Welt Roma zu errichten. Smyrna, das auf Griechisch Myrrhe bedeutet, bereitete den Christen durch die zertifizierte Forderung einmal im Jahr dem Kaiser zu r\u00e4uchern, gro\u00dfe Gewissenskonflikte. Die zehn Tage Bedr\u00e4ngnis sollten mehr symbolisch f\u00fcr die Einhaltung des Gesetzes, als sprichw\u00f6rtlich genommen werden, da der 86-j\u00e4hrige Bischof Polykarp, ein Sch\u00fcler des Johannes, es selbst 60 Jahre sp\u00e4ter vorzog, als m\u00e4chtiger Zeuge, der seinen Herrn Jesus Christus nicht verleugnet, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden (er weigerte sich statt dessen zu bekennen, dass C\u00e4sar der Herr ist). Eine Parallele findet sich in der babylonischen Gefangenschaft bei den drei Freunden Daniels, die ebenfalls im Feuer gepr\u00fcft wurden, denn sie verbeugten sich nicht vor einer Herrscherstatue. Und die zehn Tage lange Pr\u00fcfung ereignete sich bereits am Anfang des Buches Daniel mit der Bitte, Gem\u00fcse anstelle Wein und G\u00f6tzenopferfleisch des K\u00f6nigs zu verspeisen. Die bis in den Tod getreue Gemeinde in Smyrna wurde von der j\u00fcdischen und heidnischen Bev\u00f6lkerung so hart verfolgt, dass sie wegen ihres Ausharrens kein Tadel bedurfte. Die durch ihre ber\u00fchmten athletischen Wettk\u00e4mpfe kulturell reich gewordene stolze Stadt betrachtete die echten Gewinner der Krone des Lebens als arm und verachtete deshalb die gl\u00e4ubigen \u00dcberwinder, die keinen Schaden vor dem zweiten Tod nehmen. Das erinnert an die unglaubliche Geschichte \u00fcber Leben und Tod, die sich im Haus der Armen Bethanien im Johannesevangelium Kapitel 11 abspielte. Lazarus war gestorben und lag vier Tage im Grab. Die schwer verst\u00e4ndliche widerspr\u00fcchliche Verhei\u00dfung Jesu lautete: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt (erster nat\u00fcrlicher Tod). Und wer da lebt und glaubt an mich wird nicht sterben in Ewigkeit (zweiter Tod \u2013 ewiges getrennt sein von Gott). Glaubst Du das? W\u00e4ren wir bereit f\u00fcr unseren Glauben in den Tod zu gehen?<\/p>\r\n<p><br \/>Antipas was ein solch treuer Zeuge in Pergamon der auf den steilen Stufen des Thrones des Satans ermordet worden ist. Der Pergamonaltar findet sich erstaunlicherweise heute in Berlin wieder: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pergamonaltar\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pergamonaltar<\/a> \u00a0\u00a0<\/p>\r\n<p>Auch wenn ich mit meiner Meinung gegen alle stehe, so w\u00fcrde ich die Museeumsinsel mit den G\u00f6tzendenkm\u00e4lern schleunigst im Meer oder sonst wo versenken. Denn seitdem der deutsche Ingenieur und Arch\u00e4ologe Carl Humann die wei\u00dfen Marmorsteine versetzt hat, sind von unserem Regierungssitz aus zwei weniger humane Weltkriege ausgerichtet worden. Der erste Tempel in Pergamon diente dem Kaiserkult, indem Augustus verehrt wurde, aber auch f\u00fcr die G\u00f6tter Zeus und Asklepion wurden kultische S\u00e4ulendenkm\u00e4ler geweiht. Dabei werden die harmlosen Schlangen im Tempel, die es nachts zu ber\u00fchren galt, genauso wenig Heilkraft ausge\u00fcbt haben, wie das allseits bekannte, um den Stab windende, Symbol der Heilberufe.<\/p>\r\n<p>Die wahre Autorit\u00e4t \u00fcbt zu Beginn des Abschnitts, der das zweischneidige Schwert f\u00fchrende Herr Jesus aus. Schon einmal ist er dem ungehorsamen Propheten Bileam, dessen redende Eselin mehr Geistesunterscheidung als er selbst besa\u00df, mit dem Schwert entgegen getreten (4. Mose 22, 23); doch dessen verf\u00fchrerische Ratschl\u00e4ge setzten nach K\u00f6nig Balak sp\u00e4ter die Nikolaiten weiter in die Tat um. Eine erstaunliche Verwandtschaft f\u00fchren auch die Wortst\u00e4mme von Bileam und Nikolaos herbei, denn sowohl im Hebr\u00e4ischen, als auch im Griechischen bedeutet deren Namen, die \u00fcber das Volk herrschen bzw. es \u00fcberw\u00e4ltigen. Meiner Ansicht nach ist es nicht schwierig diese Kr\u00e4fte historisch zu identifizieren, da sie im direkten Gegensatz zur einsch\u00e4rfenden Lehre von Jesus, dass der Gr\u00f6\u00dfte im Reich Gottes seines N\u00e4chsten Diener ist, handeln, und als hochm\u00fctige, selbsts\u00fcchtige Oberhirten jegliche Eigenst\u00e4ndigkeit der gl\u00e4ubigen Sch\u00e4fchen unterbinden. Das Verf\u00fchrerische an der gnostischen Geheimlehre der Nikolaiten, vor der zum zweiten Mal gewarnt wird, war, dass im Fleisch alles erlaubt ist, da der Geist sowieso ewig lebt. So erklang eine Stimme wie im Paradies, dass wir gewiss nicht sterben werden, wenn wir gegen Gottes Wort handeln. Die sexuelle Unmoral f\u00fchrte bei der nach ihrem F\u00fchrer Nikolaus benannten urchristlichen Sekte so weit, dass die Gl\u00e4ubigen ohne weiteres mit fremden Frauen Unzucht treiben konnten. \u201eWas ist schon dabei?\u201c, fragen sich bestimmt einige, einem Seitensprung nicht abgeneigte Leser. Schlie\u00dflich bietet unser Zeitgeist einen Pr\u00e4sidenten beratenden anglikanischen Bischof, der in zweiter Ehe mit einem Mann verheiratet ist, und in den Schulen predigt, dass Geschlechtsverkehr f\u00fcr minderj\u00e4hrige Kinder erlaubt ist, wenn sie dabei sch\u00fctzend ein Kondom ben\u00fctzen.<\/p>\r\n<p>Wer weise ist, ern\u00e4hrt sich durch die Geistesverbindung zu Jesus und durch das Meditieren \u00fcber seinem Wort, mit dem in der Bundeslade verborgenen Manna, dass die gr\u00f6\u00dften Bibliotheken der Welt, wie in Pergamon nicht enth\u00fcllen k\u00f6nnen. Anstelle eines beschrifteten, langlebigen Pergaments aus Tierhaut bekommen die menschlichen \u00dcberwinder einmal von dem Herrn einen wei\u00dfen Stein mit einem neuen Namen, den nur sie selbst kennen. Die wei\u00dfe Farbe symbolisiert Reinheit und solch einen Stein bekamen auch Angeklagte im Altertum als Zeichen des Freispruchs vor Gericht.<\/p>\r\n<p><br \/>Das l\u00e4ngste Sendschreiben wurde an die kleinste, unbedeutendste Gemeinde in Thyatira geschrieben. Ist es nicht so, dass der Herr sagt, dass er die Schwachen und Geringen ben\u00fctzt, um die Starken und Gro\u00dfen zu Fall zu bringen (1. Korinther 1, 27)? Vergleicht man die sieben Lichter unter denen der Sohn Gottes wandelt mit der Menora, dem siebenarmigen j\u00fcdischen Leuchter, dann befindet sich das vierte Licht in der Mitte, oberhalb des langen St\u00e4nders. Kirchenhistorisch wird der in einer fruchtbaren Ebene liegende Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt Thyatira dem altert\u00fcmlichen Wirken der katholischen Kirche zugeordnet. Der schwere Tadel f\u00fcr die an Werke und Liebe bekannten Christen besteht darin, dass sie das Weib Isebel gew\u00e4hren lassen. Wer ist diese selbst ernannte Prophetin, die zum Verzehr von G\u00f6tzenopferfleisch und zur Unzucht verleitet? Die einfachste Auslegung ist, dass es sich um die manipulierende Frau eines Gemeindeleiters handelte. Ihr herrschs\u00fcchtiges Regiment hatte wohl die selben Auswirkungen, wie bei der namensgleichen Frau Ahabs, die den gerechten Nabot durch falsche Zeugen steinigen lie\u00df. Die b\u00f6se sidonitische Prinzessin Isebel, f\u00fchrte die Anbetung der Himmelsk\u00f6nigin Aschera und von Baals-G\u00f6tzen ein, indem sie behauptete alles w\u00e4re erlaubt und die zur Bu\u00dfe aufrufenden Propheten Israels mundtot machte. In der aufstrebenden Handelsstadt Thyatira war es in den zahlreichen Handwerksgilden \u00fcblich, sich zu verbindlichen Schutz- und Gl\u00fccksg\u00f6tter geweihten Mahlzeiten zu treffen. Nicht nur aufgrund des Apostelkonzils von Jerusalem (Enthaltung vom G\u00f6tzenopferfleisch, Unzucht, Ersticktem und Blut in Apostelgeschichte 15, 29) war dies verboten; aber was tut der nach Gesch\u00e4ftsvorteilen strebende Christ nicht alles, um heidnisches Brauchtum zu erhalten. Am Ende wartet der Tod, f\u00fcr die Tiefen des Satans erkennenden unbu\u00dffertigen Ehebrecher, nachdem sie mit Isebel aufs Krankenbett geworfen wurden. Es ist t\u00f6richt zu glauben, der liebe Gott schaue teilnahmslos unserem Treiben auf der Erde zu und schenke uns als Richter der Menschheit aufgrund der Gebete von Heiligen ein gn\u00e4diges Urteil. Nein, er hat Augen wie Feuerflammen, die uns auf Herz und Nieren pr\u00fcfen und wehe all denen, die den Sohn Gottes verleugnen und sein unerwartetes Kommen mit den F\u00fc\u00dfen aus gl\u00fchendem Erz am eigenen Leib versp\u00fcren. Lydia, die aus Thyatira stammende Purpurkr\u00e4merin, traf nach der Begegnung mit Paulus am Flussufer vor der r\u00f6mischen Kolonie Philippi die richtige Entscheidung f\u00fcr den K\u00f6nig aller K\u00f6nige. Die den Sohn k\u00fcssende \u00dcberwinderin bekam gem\u00e4\u00df der Verhei\u00dfung aus dem zweiten Psalm Macht \u00fcber Nationen, um sie zu h\u00fcten mit eisernem Stab und wie T\u00f6pfergeschirr zu zerschmei\u00dfen. Dessen ungeachtet sind ihre teuren K\u00f6nigsgew\u00e4nder tragenden Klienten bezeichnenderweise gegen den Herrn und seinen Gesalbten aufgetreten.<\/p>\r\n<p>Am Ende der Nacht geht der erste Stern am Morgenhorizont f\u00fcr alle die auf, die h\u00f6ren was der Geist den Gemeinden sagt. Darum werden sie nicht M\u00fcde, die Offenbarung weiter zu studieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten h\u00e4lt, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: Ich kenne deine Werke und deine M\u00fche und dein Ausharren, und dass du B\u00f6se nicht ertragen kannst; und du hast die gepr\u00fcft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":94,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width-page-template.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-98","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/98","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/98\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1325,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/98\/revisions\/1325"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/94"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}