{"id":84,"date":"2012-05-10T10:12:10","date_gmt":"2012-05-10T10:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=84"},"modified":"2017-11-18T17:50:42","modified_gmt":"2017-11-18T17:50:42","slug":"die-geheimnisvolle-huette","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=84","title":{"rendered":"Die geheimnisvolle H\u00fctte"},"content":{"rendered":"<p>Von au\u00dfen betrachtet st\u00f6\u00dft man zun\u00e4chst auf eine wei\u00dfe Wand. Diese entlang schreitend stellt man fest, dass es sich mehr um einen rechteckigen Zaun handelt, der ein Grundst\u00fcck eingrenzt. Es bedarf 100 gro\u00dfer Schritte in der L\u00e4nge und 50 in der Breite, um sich ein besseres Bild von der etwa 2,5 Meter hohen Umz\u00e4unung zu verschaffen. Ungew\u00f6hnlich ist das Material aus wei\u00dfem Leinen und die kupfernen Pfosten mit silbernen Ringen auf der Spitze. Das Gebilde ist transportabel, denn die insgesamt 60 Pfosten werden mit Schn\u00fcren und bronzenen Pfl\u00f6cken im Boden befestigt und ruhen auf kupfernen Fu\u00dfgestellen.<br \/>\nAm Eingang angekommen staunt man \u00fcber die Farbenpracht des zehn Fu\u00df breiten Vorhangs. Blaue, purpurne, scharlachrote und wei\u00dfe Garne sind kunstvoll zu einer Leinwand verwoben. Was mag sich hinter dem Gebilde verbergen?<\/p>\n<p>Von einer Anh\u00f6he im Osten kann man sich ein besseres Bild machen. Die Gegend ist steinig und staubig. H\u00fcgel und Berge sind in der W\u00fcste in H\u00fclle und F\u00fclle vorhanden.<br \/>\nDa ist sie, die geheimnisvolle H\u00fctte. Aufgrund ihrer sch\u00fctzenden H\u00fclle aus grauen Dachsfellen f\u00fcgt sich die Zeltkonstruktion nahtlos in die karge Gegend ein. Einzig der Zugang mit seinen f\u00fcnf goldenen Pfeilern und einem vierfarbigen Vorhang verhei\u00dft k\u00f6nigliche W\u00fcrde. Hier k\u00f6nnte ein Beduinenf\u00fcrst wohnen.<br \/>\nDer Vorhof der H\u00fctte, mit dem gro\u00dfen, quadratischen Altar aus Bronze, in den vier H\u00f6rner an den oberen Ecken eingearbeitet sind, l\u00e4sst eher eine religi\u00f6se Bestimmung vermuten. Damit \u00fcbereinstimmend ist zwischen der H\u00fctte und dem Brandopferaltar ein ungew\u00f6hnliches kupfernes Waschbecken aufgestellt in dessen Rund sich die hei\u00dfen Strahlen der Sonne spiegeln.<\/p>\n<p>Welcher gebildete Mensch wird auf die Idee kommen, dass diese Beschreibung von dem Messias spricht?<\/p>\n<p>Theologen erkennen in den obigen Worten das Zeltheiligtum in der W\u00fcste, dessen Namen von Martin Luther als Stiftsh\u00fctte \u00fcbersetzt wurde. Im hebr\u00e4ischen Urtext werden als Bezeichnungen Mischkan \u05de\u05b4\u05e9\u05b0\u05c1\u05db\u05b7\u05bc\u05df H\u00fctte, \u0294ohel m\u014d\u0295\u0113d \u05d0\u05b9\u05d4\u05b6\u05dc \u05de\u05d5\u05b9\u05e2\u05b5\u05d3 Stiftszelt und miqd\u0101\u0161 \u05de\u05b4\u05e7\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05e9\u05c1 Heiligtum verwendet. Ein neueres Bild aus der Negev W\u00fcste, des im Timna Nationalpark befindlichen Nachbaus, ist hier eingestellt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Stiftshuette_Modell_Timnapark.jpg&amp;filetimestamp=20110506063453\">http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Datei:Stiftshuette_Modell_Timnapark.jpg&amp;filetimestamp=20110506063453<\/a><\/p>\n<p>Von den bis in den S\u00fcden Israels pilgernden Touristenexpeditionen abgesehen, ist das \u00f6ffentliche Interesse an dem W\u00fcstenheiligtum leider ausgesprochen gering. Lediglich die Legenden und Sagen um die verschwundene Bundeslade finden sich in Filmen und Dokumentationen vermehrt wieder. Die dabei vermittelten \u201ewissenschaftlichen\u201c Erkenntnisse tragen jedoch wenig zur Bildung bei.<br \/>\n\u00c4u\u00dferst erstaunlich ist, dass die geheimnisvolle H\u00fctte eine symbolhafte Darstellung von Jeschua Ha\u2019Maschiach ist. Ja, sie haben genau geh\u00f6rt. Selbst unser historischer Eindruck von Jesus Christus, dem Messias, wurde in dem Aufbau der Stiftsh\u00fctte vorgeschattet.<\/p>\n<p>Unwidersprochen ist Jesus Christus eine der wichtigsten Personen in der Weltgeschichte. Neutral betrachtet ist er der Religionsstifter der weltweit gr\u00f6\u00dften Glaubensgruppierung. Sein Leben und seine Lehren haben unsere Gesellschaft besonders gepr\u00e4gt. Der Wandel Jesu auf der Erde wird als besonders heilig und rein angesehen. Er war der Mensch ohne Fehl und Makel, von dem in der Schriftrolle (Psalm 40, 8-9) geschrieben steht: \u201eSiehe, ich komme, um deinen Willen zu tun, mein Gott, und dein Gesetz habe ich tief in meinem Herzen!\u201c<\/p>\n<p>Ein wei\u00dfer Zaun mit sechs mal zehn Pfosten, dr\u00fcckt die Heiligkeit des Menschensohnes aus, der Gottes Gebote erf\u00fcllt hat. Im f\u00fcnften Kapitel von Matth\u00e4us betont der Meister, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz und die Propheten aufzul\u00f6sen, sondern zu erf\u00fcllen.<br \/>\nKupfer oder Bronze ist ein Symbol f\u00fcr das Leiden und das Gericht \u00fcber die S\u00fcnde. Silber wird als L\u00f6segeld verwendet und ist der biblische Inbegriff f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung. Schn\u00fcre aus Ziegenhaar oder Baumwolle, die mit bronzenen Pfl\u00f6cken vom Boden aus zu den silbernen Kronen (Ringen) gespannt werden, geben dem wei\u00dfen Leinentuch seine Stabilit\u00e4t. Gesponnenes Ziegenhaar diente als Mantel der Propheten. Die erste messianische Prophetie in Genesis 3, 15 lautet:<br \/>\n\u201eUnd ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.\u201c<\/p>\n<p>Am Kreuz von Golgatha begann sich diese Vorhersage zu erf\u00fcllen. Als die Juden ein Zeichen von Jesus forderten erwiderte er: \u201eBrecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten!\u201c Sowie: \u201eWie Jona drei Tage und N\u00e4chte im Bauch des Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und N\u00e4chte im Scho\u00df der Erde sein.\u201c<\/p>\n<p>Jesus lehrt seine ungl\u00e4ubigen J\u00fcnger, dass der Menschensohn viel leiden muss, get\u00f6tet wird und am dritten Tage aufersteht. Unglaublich oder nicht, aber bronzene Pfl\u00f6cke, die halb im Erdboden stecken und halb herausschauen versinnbildlichen Tod und Auferstehung.<br \/>\nEine Schnur zur silbernen Krone hoch spannend, m\u00f6chte ich die Leser nicht verkl\u00e4ren, aber zu alle dem unterhielt sich Jesus auf dem Berg der Verkl\u00e4rung mit Mose und Elia. In der Folge wollte Petrus, der nicht wusste was er redete, drei H\u00fctten f\u00fcr sie bauen!<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, von was ich rede, durch die vier Evangelien. Eine besondere T\u00fcr tut sich durch die Augenzeugenberichte im Neuen Testament auf. Mit eigenem Verm\u00f6gen die Anh\u00f6he im Osten erklimmend, kann man den Brandopferaltar und das Waschbecken erkennen; das Innere der Stiftsh\u00fctte bleibt trotzdem verborgen. Jesus am Kreuz und die Heilige Schrift d\u00fcrften gebildeten Leuten bekannt sein, nicht aber das verborgene spirituelle Leben. Es gibt Theologieprofessoren, die vorgeben alles \u00fcber Jesus und die Bibel zu wissen, und doch sind sie geistig tot. Oft sind es gerade die bekannten Religions-Philosophen, die den Wahrheitsgehalt der biblischen Berichte anzweifeln und ihre Sch\u00fcler damit zum Abfall verf\u00fchren (z.B. die f\u00fcnf B\u00fccher Mose sind eine Identit\u00e4tserfindung von j\u00fcdischen Schreibern im babylonischen Exil, deshalb hat es die Stiftsh\u00fctte nie wirklich gegeben).<\/p>\n<p>Ich rufe alle Leser dazu auf, den Weg in die geheimnisvolle H\u00fctte zu beschreiten. Er f\u00fchrt f\u00fcr das Volk Gottes nur \u00fcber das Kreuz und Jesus Christus, der im Zentrum aller Dinge steht.<br \/>\nDie Stiftsh\u00fctte stand urspr\u00fcnglich nicht allein in der W\u00fcste, denn die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels hatten in einem genau vorgeschriebenen Plan ihre Zelte um das Heiligtum herum aufgebaut. Jeweils drei St\u00e4mme richteten sich ihrer Anzahl nach in alle vier Himmelsrichtungen aus, so dass ein bildhaftes Kreuz entstand. Als Lagerbanner wurde der L\u00f6we, Stier, Mensch und Adler aufgerichtet. Diese Vorschattung spiegelt in der Apokalypse in den vier lebendigen Wesen mit denselben Gesichtern ihren Ewigkeitscharakter wieder. Die Evangelien von Matth\u00e4us, Markus, Lukas und Johannes geraten niemals in Vergessenheit. K\u00f6nig, Diener, Menschensohn und Gottes Sohn sind unverg\u00e4ngliche Eigenschaften des j\u00fcdischen Messias. Purpur ist die kostbare Bekleidung der K\u00f6nige, Scharlachrot repr\u00e4sentiert die Farbe der aufopfernden Dienerschaft, reines Wei\u00df zeigt den Mensch ohne S\u00fcnde an und Blau kommt vor allem im Himmel vor.<br \/>\nDiese vier Farben sind allesamt in den drei Vorh\u00e4ngen der Stiftsh\u00fctte eingewebt. Als Jesus behauptete \u201eIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben\u201c verglich er sich mit dem Eingang in den Vorhof, in das Heiligtum und ins verborgene Allerheiligste.<\/p>\n<p>Zu Zeiten von Mose durfte man die Umz\u00e4unung nur durchschreiten, wenn man zum Volk Gottes geh\u00f6rte und ein Opfer darbrachte. Haben wir dem Herrn unser Herz gegeben?<br \/>\nSo viele ihn aber aufnahmen, gab er das Recht Kinder Gottes zu werden, all denen, die an seinen Namen glauben.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens am Kreuz scheiden sich die Geister mit der Frage: \u201eWissen sie, dass Jesus f\u00fcr sie gestorben ist?\u201c<br \/>\nUn\u00fcbersehbar tut sich beim Betreten des Vorhofs der geh\u00f6rnte Brandopferaltar vor dem Betrachter auf. Ein Nachfolger von Jesus gibt seinen eigenen Leib als wohlgef\u00e4lliges Opfer hin, und er pr\u00fcft Gottes Willen f\u00fcr sein Leben. Wer dem Herrn dienen m\u00f6chte, macht eine Lebensbereinigung durch, indem er sich besinnt, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Ein Sinneswandel findet beim Mustern des eigenen Bildes im Spiegel des Waschbeckens statt. Wie sieht uns das Wort Gottes?<br \/>\nDas fleischgewordene Wort Gottes stellte in der Bergpredigt viel h\u00f6here Anspr\u00fcche an die Gl\u00fcckseligen, f\u00fcr die das Himmelreich bereitet ist, als es das religi\u00f6se Establishment in seiner Selbstgerechtigkeit tat. Schwerlich \u00e4nderten die als Schlangenbrut beschimpften Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten am reinigenden Wasser ihren Kurs.<br \/>\nJohannes der T\u00e4ufer forderte am Jordan dazu auf, Bu\u00dfe zu tun, zur Vergebung der S\u00fcnden. Der Wegbereiter des Messias verk\u00fcndigte: \u201eSiehe das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die S\u00fcnde der Welt\u201c.<br \/>\nAls gehorsames Glaubensvorbild lie\u00df sich der 30-j\u00e4hrige Jesus von seinem Verwandten vollst\u00e4ndig im Wasser untertauchen. Im Wasserbad des Wortes gefestigte J\u00fcnger tun dies ebenso.<br \/>\nEin Verdienst der Reformation war, den Zugang zum Waschbecken f\u00fcr jeden Gl\u00e4ubigen zu erm\u00f6glichen. Zum einen wurde das Wort f\u00fcr das Volk verst\u00e4ndlich gepredigt, als auch schriftlich in dessen Sprache \u00fcbersetzt, zum anderen setzte sich die Erkenntnis durch, dass jeder Christ zum Priester berufen ist.<br \/>\nDessen ungeachtet finden sich heute noch Pfarrer, die ihren Sch\u00e4fchen trotzdem einreden, dass sie die Bibel sowieso nicht verstehen k\u00f6nnen und daf\u00fcr pl\u00e4dieren die Messe wieder in ihrer altert\u00fcmlichen Gelehrtensprache Latein abzuhalten.<\/p>\n<p>Meine b\u00e4uerlichen Vorfahren bekreuzigten sich beim Betreten der Dorfkirche mit Weihwasser und lernten als leibeigene Analphabeten das Evangelium zuallererst durch einen bebilderten Kreuzweg kennen. Neben Bildern und Heiligenstatuen f\u00e4llt in den nach Osten ausgerichteten Kirchenschiffen das ewige Licht, der im Zentrum stehende Altar und der Tabernakel zur Aufbewahrung des Allerheiligsten (Brot und Wein) ins Auge, falls der Blick durch ministrierende Weihrauchfasstr\u00e4ger nicht vernebelt wird.<\/p>\n<p>Sich zum urspr\u00fcnglichen Heiligtum zur\u00fcck wendend, stellt sich die Frage, wie man in die Stiftsh\u00fctte hinein kommt. Katholische W\u00fcrdentr\u00e4ger m\u00f6gen einwenden, dass dies den Leviten (Vollzeitpriestern) vorbehalten war und ist. Diese hatten in der Tat die Aufgabe, f\u00fcr gen\u00fcgend \u00d6l im siebenarmigen Leuchter, den Austausch von 12 Schaubroten auf einem Tisch und das Abbrennen von R\u00e4ucherwerk in einem kleinen Altar zu sorgen.<br \/>\nIch stimme dem zu: Wir haben keinen Zutritt in die Stiftsh\u00fctte, wenn wir nicht bereit sind diesen Dienst zu vollziehen.<br \/>\nVoraussetzung ist allerdings nicht, sich mit einer Organisation zu verm\u00e4hlen und sich auf deren Gehaltsliste schreiben zu lassen, sondern sein Leben Jesus Christus zu geben und ihm nachzufolgen.<\/p>\n<p>Von au\u00dfen betrachtet sieht dieser Weg ins Heiligtum nicht attraktiv aus. Die sch\u00fctzende H\u00fclle der Stiftsh\u00fctte bestand aus dicken, grauen Dachsfellen. Darunter lagen drei immer kostbarer werdende Teppichschichten aus Widderfellen, Ziegenhaar und feinem Leinen.<br \/>\n\u201eWas kann aus Nazareth Gutes kommen?\u201c, ist die berechtigte Frage Nathanaels, um der Sache anfangs auf den Grund zu gehen. Der von K\u00f6nig David abstammende Messias muss, gem\u00e4\u00df dem Propheten Micha, in Bethlehem geboren sein.<br \/>\n\u201eWer aus der Wahrheit ist, der h\u00f6rt meine Stimme!\u201c, sprach der eine Dornenkrone aufgesetzt bekommende K\u00f6nig der Juden am Ende seines irdischen Dienstes. Fragt ihn der fremdsprachige Pr\u00e4fekt:<\/p>\n<p>\u201eWas ist Wahrheit?\u201c<\/p>\n<p>Die Wahrheit in Person ist zum Greifen nahe, und trotzdem kann man zum irrt\u00fcmlichen Schluss kommen, seine H\u00e4nde in Unschuld zu waschen. Ein schreckliches Gericht luden die Regierenden und die Obersten des Volkes auf sich, indem sie alle Warnungen \u00fcberh\u00f6rten und sich selbst verfluchten. Von Pontius bis Pilatus gelaufen, f\u00e4llten sie \u00fcber das unschuldige Opferlamm ein verkehrtes Urteil (wer sich zum K\u00f6nig macht, muss sterben!). Obwohl der zweite Eingang in die Stiftsh\u00fctte aus f\u00fcnf goldenen Pfeilern besteht, schaffen es bis in die Gegenwart die wenigsten fehlgeleiteten Herrscher, durch ihre Selbstgerechtigkeit in das Heiligtum einzutreten.<\/p>\n<p>\u201eDenn ihr seid aus Gnade errettet durch den Glauben, und das nicht durch euch \u2013 Gottes Gabe ist es! Nicht aus Werken, damit niemand sich r\u00fchme!\u201c, lehrte Paulus die Epheser und fand selbst bei dem Statthalter Felix mit Frau Drusilla, sowie dessen Nachfolger Festus, der K\u00f6nig Agrippa II. und Berenike empfing, Geh\u00f6r. Des kommenden Gerichts im \u00c4rgernis erregenden Evangelium \u00fcberdr\u00fcssig, lie\u00df ihm freilich, im abbrennenden Rom, der Unrecht sprechende, angerufene L\u00fcgenkaiser Nero, durch seinen langen Arm den Kopf abschlagen.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf mit Gold \u00fcberzogenen Akazienholz-S\u00e4ulen, die den Eingang st\u00fctzen, werden als Verk\u00f6rperung von Aposteln, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern angesehen. Sie k\u00f6nnen auch f\u00fcr die Schreiber der Briefe an die Gemeinden, n\u00e4mlich Paulus, Petrus, Johannes, Jakobus und Judas, stehen. In diesem Zusammenhang ist es geradezu diabolisch vermessen, den Anspruch zu erheben, der einzige Fels und Stellvertreter Christi auf Erden, in der alleinseligmachenden Kirche zu sein. Es ist kein Zufall, dass Kephas (Hebr\u00e4isch: Stein) in seinen Briefen von Steinen (nicht Felsen) redet, und ein lebendiger Stein war er unter mehreren Aposteln, auf die die Gemeinde aufgebaut wurde.<\/p>\n<p>Den auserw\u00e4hlten, kostbaren Eckstein Jesus als einzigen Herrn zu bekennen und von Herzen zu glauben, dass er von den Toten auferstanden ist, hat &#8211; nicht allein in Rom &#8211; zahlreichen Kindern Gottes das irdische Leben gekostet, um das ewige Leben zu gewinnen:<br \/>\nDenn seht doch eure Berufung, liebe Br\u00fcder, dass nicht viele Weisen nach dem Fleisch, nicht viele M\u00e4chtige, nicht viele Vornehme berufen sind; sondern Gott hat das T\u00f6richte der Welt erw\u00e4hlt, um die Weisen zuschanden zu machen. Und Gott hat das Schwache in der Welt erw\u00e4hlt, um die Starken zuschanden zu machen. (1. Korinther 1, 26-27)<\/p>\n<p>Ein hochm\u00fctiger Mensch wird sich in seinem Stolz nie eingestehen, dass er ein S\u00fcnder ist und Vergebung durch das Kreuz braucht, geschweige denn, dass er umkehrt und sich taufen l\u00e4sst.<br \/>\nDer Heilige Geist ist gekommen zu \u00fcberf\u00fchren von S\u00fcnde, Gerechtigkeit und Gericht. Jesus ist als Licht in die Welt gekommen, damit jeder der an ihn glaubt nicht weiter in der Dunkelheit leben muss. F\u00fcr all diejenigen, die die Stiftsh\u00fctte am Brandopferaltar und Waschbecken vorbei betreten, h\u00f6rt das nat\u00fcrliche Licht der Welt auf zu scheinen, um zu dem wahren Licht zu gelangen, das die Menschen erleuchtet. Als einzigartige Quelle der Erleuchtung dient der siebenarmige Leuchter. Aus einem St\u00fcck Gold gegossen besteht die \u00d6l bef\u00fcllte Lampe aus 66 Teilen (22 Kelche + 22 Knospen + 22 Bl\u00fcten). Ein wunderbares Bild f\u00fcr das fleischgewordene Wort Gottes und f\u00fcr den Heiligen Geist. Es sind die 66 B\u00fccher der Bibel, die in den verborgenen Augen des Herzens, durch Gottes Geist, Erleuchtung bringen.<br \/>\nDie priesterliche Aufgabe besteht darin, f\u00fcr gen\u00fcgend \u00d6l im Leuchter zu sorgen. Ja, es geh\u00f6rt auch Flei\u00df dazu, seine Worte zu verinnerlichen, um nicht als t\u00f6richte Jungfrauen zu enden. Der Geist des Herrn, der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Kraft, der Erkenntnis und Furcht kann auf jedem Gl\u00e4ubigen ruhen. Dieser Friede Gottes geht \u00fcber alles Verstehen. Ungl\u00fccklicherweise ist es so, dass viele m\u00fcden Christen das Buch mit sieben Siegeln nicht wenigstens einmal im Leben durchgelesen, aber daf\u00fcr einen gro\u00dfen Teil ihrer Zeit vor einem flimmernden Kasten verbracht haben.<\/p>\n<p>Als direktes Gegen\u00fcber des Leuchters wurde ein vergoldeter Tisch aus Akazienholz aufgestellt, auf dem best\u00e4ndig vor dem Angesichts Gottes Brot dargebracht wurde. Es waren zwei Reihen mit jeweils sechs Broten, die w\u00f6chentlich am Sabbat auf dem Schaubrottisch ausgetauscht wurden. Als Priester Gottes muss man von diesem Brot des Herrn essen, um in Ewigkeit zu leben. Jesus Christus ist dieses Brot des Lebens, versinnbildlicht in seinem Fleisch, das er f\u00fcr die Welt gegeben hat. Neben dem Abendmahl verbirgt sich ein anderes Geheimnis im Tisch des Herrns:<br \/>\n\u201eMeine Speise ist es den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat und sein Werk zu vollbringen!\u201c, sprach Jesus zu ihnen.<\/p>\n<p>Sind wir heute auch bereit diese bitteren, mit Weihrauch belegten Brote zu uns zu nehmen? Nachdem, der von K\u00f6nig Saul gejagte David mitsamt seinen M\u00e4nner, auf der Flucht ihren Hunger mit den Schaubroten stillten, wurde die im Heiligtum von Nob dienende Priesterschaft, vom eifers\u00fcchtigen Saul, durch dessen edomitischen Handlanger Doeg, get\u00f6tet.<br \/>\nBitterkeit spricht in der Bibel von Verfolgung:<br \/>\n\u201eMein Vater, wenn es m\u00f6glich ist, dann gehe dieser Kelch an mit vor\u00fcber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!\u201c, betete Jesus vor seiner Gefangennahme in Gethsemane.<\/p>\n<p>Wer n\u00e4her zu Gottes Thron kommen will, kann den bitteren Kelch genauso trinken. In die Herrlichkeit Gottes eintretend, vergab der erste christliche M\u00e4rtyrer Stephanus sogar seinen steinigenden Peinigern. Ebenso liegt eine goldene Krone f\u00fcr die verfolgten Christen, die z.B gerade in Nordkorea im Arbeitslager vor Schw\u00e4che und Hunger sterben, im Himmel bereit. Gleicherma\u00dfen bildete sich ein goldener Kranz um den Rand des Schaubrottisches ab, von dem kein Kr\u00fcmel fallen sollte. Vor den F\u00fc\u00dfen Jesus niederfallend, bat eine syro-ph\u00f6nizische Frau um die Befreiung f\u00fcr ihre psychisch kranke Tochter. Als Ausl\u00e4nderin lie\u00df sie sich nicht abweisen, indem sie sich mit einem Hund verglich, der unter dem Tisch seines Herrn von den Krumen isst.<br \/>\nWerden wir jemals von Jesus f\u00fcr unseren Glauben genauso gelobt werden? Sieht der Vater im Himmel, dass wir uns seinem Willen dem\u00fctig unterordnen?<\/p>\n<p>Das genaue Gegenteil findet sich im Gesetz des Thelema wieder: Tue was du willst, soll sein das ganze Gesetz. Satanismus bedeutet kurz zusammengefasst, den eigenen \u201ewahren\u201c Willen zu vollbringen.<br \/>\nDieser Einschub mag Fehl am Platz erscheinen, jedoch passt er gut zum n\u00e4chsten Inventar der Stiftsh\u00fctte, dem R\u00e4ucheraltar. Luzifer war h\u00f6chstpers\u00f6nlich als Erzengel f\u00fcr die Anbetung im Himmel zust\u00e4ndig, bis er sich \u00fcber Gott erhob und durch stinkendes Eigenlob den Lobpreis f\u00fcr sich selbst beanspruchte. Luther mag angemerkt haben, man soll den Teufel nicht an die Wand malen, da er von selbst kommt. Undenkbar f\u00fcr die damalige Zeit entwickelte sich eine \u00f6ffentlich zelebrierte Musikrichtung, die bis zum Himmel stinkt oder besser ausgedr\u00fcckt den H\u00f6llenqualm befeuert. Unverhohlen preisen heute Musiker den Tod und den Teufel, wovon genauer im 14. Kapitel der Themenrubrik Enth\u00fcllung die Rede ist. Etwas schwieriger zu durchschauen ist das Idol-Worship \/ G\u00f6tzentum, das Menschen verherrlicht. Anstelle auf uns, verweist die Offenbarung auf den Sch\u00f6pfergott, der alleine w\u00fcrdig ist Herrlichkeit und Ehre und Macht zu nehmen. Darauf folgend, ist alleine das Lamm w\u00fcrdig zu empfangen, Macht und Reichtum, Weisheit und St\u00e4rke, Ehre und Ruhm und Lobpreis.<\/p>\n<p>Der Name, der \u00fcber jeden Namen gegeben ist, und vor dem sich jedes Knie beugen muss und jeder Mund bekennt, dass er der Herr ist, das ist der Name, in dem allein Rettung ist, n\u00e4mlich der Name JESUS. Dieser Jesus, der sein Volk von der S\u00fcnde rettet, tritt f\u00fcr uns als ewiger Hohepriester allezeit vor dem Thron Gottes in der F\u00fcrbitte ein. Als vom Teufel versuchter Mensch kann er voll mit uns mitf\u00fchlen, und als Menschensohn ohne S\u00fcnde, hatte er auf der Erde eine Verbindung zum Vater, wie kein anderer.<br \/>\nBekannterma\u00dfen steht der R\u00e4ucheraltar zudem f\u00fcr die Gebete und den Lobpreis der Heiligen. Vier H\u00f6rner an den oberen Ecken versinnbildlichen die Kraft, die dahinter steckt. Kontinuierlich entz\u00fcndeten die Priester ein kostbares R\u00e4ucherwerk, direkt vor dem Vorhang, hinein ins Allerheiligste. Ein ausgesprochener Wohlgeruch stieg in den quadratischen Raum auf, in dessen Zentrum sich die Bundeslade mit dem Gnadenthron befand.<br \/>\nOhne Heiligung wird niemand Gott sehen. Mit einem speziellen Salb\u00f6l wurden die Bestandteile der Stiftsh\u00fctte und auch die Leviten gesalbt. Es war strikt verboten, das Salb\u00f6l zum eigenen Bedarf nachzumachen oder zu verwenden. Ebenso verhielt es sich mit dem R\u00e4ucherwerk, das unter der Strafe der Ausrottung aus den V\u00f6lkern, nicht f\u00fcr allt\u00e4gliche Zwecke kopiert werden durfte. Im \u00fcbrigen wurde untersagt, fremdes Feuer, auf dem mit Gold \u00fcberzogenen Quader aus Akazienholz, darzubringen.<\/p>\n<p>Gott ist Geist, und die ihn anbeten, m\u00fcssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Die Zutaten f\u00fcr das R\u00e4ucherwerk waren s\u00fc\u00df, rein, heilig, immerw\u00e4hrend und wohlriechend. Salz begegnet uns eher im Alltag und Weihrauch auch in den Evangelien wieder; Stakte, R\u00e4ucherklaue und Galbanum sind seltener und schwerer verst\u00e4ndlich. Im Orient wurden ein Teil der Ingredienzien als Medizin verwendet und um Ungeziefer von den Beduinenzelten fern zu halten.<\/p>\n<p>Werden die Leser, die bis hierhin durchgehalten haben, durch vier goldene S\u00e4ulen hindurch und den dritten Vorhang, der das Leben genannt wird, jemals den Weg in das Allerheiligste finden? Auch dieses Leinentuch besteht aus den vier Farben der Evangelien; zus\u00e4tzlich wurden Cherubim eingewebt.<br \/>\n\u201eMein Reich ist nicht von dieser Welt\u201c, sind Worte des K\u00f6nigs der Juden als auch: \u201eDie Pforte ist eng und der Weg schmal, der zum Leben f\u00fchrt, und wenige werden ihn finden.\u201c<br \/>\nEs wird gern darauf verwiesen, dass in dem Moment als Jesus starb, der Vorhang ins Allerheiligste des Tempels, von oben nach unten durchtrennt wurde, und wir dadurch immer Zugang zum Vater haben. In dem von Herodes gro\u00dfz\u00fcgig erweiterten zweiten Tempel, fand der entt\u00e4uschte r\u00f6mische Feldherr Titus bei dessen Zerst\u00f6rung, weder die Bundeslade, noch sonst etwas vor. Ganz so, als ob sich die zwei Engel, die sich mit ihren Fl\u00fcgeln, oberhalb des Gnadenthrons der Bundeslade ber\u00fchrten, in Luft aufgel\u00f6st haben. Oder war es ein Fingerzeig des unsichtbaren Gottes, dass wir uns ihm aus eigener Kraft nicht n\u00e4hern k\u00f6nnen?<br \/>\nMan gedenke gleichfalls der Cherubim, die mit der Flamme des blitzenden Schwertes, den Zugang zum Baum des Lebens, nach der Vertreibung des Menschen aus dem Paradies, bewachten. Den jeweiligen Hohepriester begleitete eine Todesfurcht, als er einmal im Jahr, am gro\u00dfen Vers\u00f6hnungstag, ins Allerheiligste eintrat, um Blut auf den Deckel der Bundeslade zu sprengen. Usas gut gemeinte Versuch, die vom Ochsenkarren fallende Bundeslade auf dem Weg nach Jerusalem zu st\u00fctzen, kostete sein Leben. Gottes Gesetz verbot im Zelt der Begegnung die hochheilige Lade \u00fcberhaupt zu ber\u00fchren und bestimmte allein die Leviten als deren Tr\u00e4ger. Vier goldene Ringe waren an der goldenen Lade angebracht, in denen goldene Holzstangen eingeschoben wurden, die nicht entfernt werden durften. Exodus 25 ff ist langweilig zu lesen, ergibt f\u00fcr viele Menschen keinen Sinn und ger\u00e4t somit schnell in Vergessenheit. Dabei ist die Furcht des Herrn der Anfang aller Erkenntnis. Wer meditiert schon gerne \u00fcber das ewige Evangelium, welches der erste Engel in Offenbarung 14 genau so verk\u00fcndigt:<br \/>\n\u201eF\u00fcrchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!\u201c<\/p>\n<p>Es \u00e4rgert mich heute ausgesprochen, wenn vermessene Erweckungsprediger behaupten, sie k\u00f6nnen sich im Restaurant einfach so an den H\u00e4nden fassen, um auf eigenen Wunsch, durch ihre Gebete, in den dritten Himmel entr\u00fcckt werden. Genauso gewissenlos berichten diese Leute in ihren gottlosen Visionen von einer Engelsvisitation nach der anderen, um die Gl\u00e4ubigen zu Astralreisen und der Kontaktaufnahme mit Verstorbenen bzw. D\u00e4monen zu verf\u00fchren. Kein Wunder finden sich im Neuen Testament wiederholt Warnungen vor Verf\u00fchrung und Verf\u00fchrern. Die Kritik passt deshalb gut zum verborgenen Innern der Stiftsh\u00fctte, weil in einer weltweiten Esoterikwelle (es\u014dterik\u00f3s: \u201edas Innere\u201c), auch eine Vielzahl von Titeln in christlichen Buchhandlungen auftauchen, die uns ein geistiges Leben in einer unsichtbaren Welt vorgaukeln, das in Wirklichkeit aus lauter L\u00fcgengeb\u00e4uden der Gesch\u00e4fte treibenden Verfasser besteht. Gem\u00e4\u00df Epheser 4 Vers 14 sollten wir nicht mehr Unm\u00fcndige sein, die umhergetrieben werden von jedem Wind der Lehre durch die Betr\u00fcgerei der Menschen, in ihrer Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.<\/p>\n<p>Oh Mei, oh mei! Viele Leute propagieren selbstsicher, dass ihr Geist ewig lebt und merken gar nicht, dass sie auf die L\u00fcge der alten Schlange herein fallen. Unser Heil wird mit Furcht und Zittern bewirkt. In dem Moment, in dem wir es f\u00fcr undenkbar halten, verloren zu gehen, t\u00f6ten wir unser Gewissen ab und haben keine Erkenntnis \u00fcber die S\u00fcnde. Der bekannteste Inhalt der Bundeslade sind die mit dem Finger Gottes beschriebenen Gesetzestafeln, die uns aufzeigen wie wir nicht handeln sollen. Gottlob gibt es einen neuen Bund Gottes den Jeremia 31 und Hesekiel 36 so vorher sagen, dass er sein Gesetz in unser Inneres legt und es auf unsere Herzen schreibt. Aus steinernen Herzen sind fleischerne Herzen geworden. Der neue Geist bewirkt, dass wir f\u00fcr immer und ewig in seinen Ordnungen leben und seine Rechtsbestimmungen bewahren. In diesem Zusammenhang haben wir Freim\u00fctigkeit in das Allerheiligste einzutreten und brauchen uns kein b\u00f6ses Gewissen machen. Bereits heute verwandeln uns vormals tote Buchstaben in seinem neuen Bund zu einem lebendigen Brief Christi, der von unseren Mitmenschen gelesen werden kann.<br \/>\nDas bedeutet hier auf der Erde noch lange nicht, dass wir auf Wolke Sieben schwebend, nicht mehr f\u00e4hig sind zu s\u00fcndigen. Nicht umsonst schreibt Johannes:<br \/>\nWenn wir sagen wir haben keine S\u00fcnde, so verf\u00fchren wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere S\u00fcnden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die S\u00fcnden vergibt und reinigt von aller Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf und der Geist gegen das Fleisch. Die Ernsthaftigkeit der Nachfolge und die Kreuzigung des eigenen Fleisches wird gut durch die praktizierte N\u00e4chstenliebe sowie beim Fasten und Beten sichtbar. Damit es unserer Seele gut geht, sollen wir als allgemeine Priesterschaft zur Wiederholung \u00fcber Gottes Wort nachsinnen, seinen Willen erforschen und tun, unsere Gebete mit Danksagung darbringen und unseren Lobpreis als einen Wohlgeruch vor dem Herrn aufsteigen lassen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nigliche Priestertum wird in der goldenen Krone auf der Deckplatte der Bundeslade sichtbar. Die Gesichter der zwei Cherubim waren sich selbst und der S\u00fchneplatte im Allerheiligsten zugewandt.<br \/>\nWie aus einem Guss verk\u00f6rpert der ewiger Hohepriester, der durch sein Blut ein f\u00fcr allemal in das Allerheiligste im Himmel eingetreten ist, und sich nun zur Rechten des Thrones der Majest\u00e4t in den Himmeln gesetzt hat, diese S\u00fchnung f\u00fcr unsere Schuld in dem Neuen Bund. Jesus Christus, der Herr, macht uns vor Gott zu K\u00f6nigen und Priestern. Ein zweifacher Anspruch aus der Offenbarung, f\u00fcr den zahlreiche Kinder Gottes von irdischen K\u00f6nigen und Priestern zum Tode verurteilt wurden.<\/p>\n<p>Wer aber dem Herrn anh\u00e4ngt ist ein Geist mit ihm. Aus einem St\u00fcck Gold bestehend, bildeten die zwei Cherubim mit dem Gnadenthron eine Einheit. Die Dreieinigkeit kann in dem Vater und Heiligen Geist wahrgenommen werden, die best\u00e4ndig auf das vollkommene Opfer des Sohnes schauen. Unter dem Deckel der Bundeslade verbergen sich die zwei Gesetzestafeln, ein Krug mit Manna und der Stab Aarons, die ebenfalls Vater, Sohn und Heiligen Geist versinnbildlichen. Am Berg Sinai beschrieb der ewige Gott, der Vater, dessen Angesicht von Moses nicht gesehen werden durfte, die Tafeln des Bundes. Jesus Christus ist das Brot des Lebens, das vom Himmel gekommen ist, um uns ewiges Leben zu geben. Ein toter Holzstab, an dem durch ein Wunder Bl\u00fcten sprossen, ist ein perfektes Bild f\u00fcr den Heiligen Geist, der sogar Tote zum Leben erweckt.<\/p>\n<p>Gott hat uns die Ewigkeit in unser Herz gelegt, nur das wir das Werk Gottes nicht von Anfang bis zum Ende ergr\u00fcnden k\u00f6nnen.<br \/>\nUnsere fleischliche Sinne nutzend, h\u00e4ngen wir uns von Natur aus eher einer Hure an. Der geistige Streit, der zwischen den Hure Babylon und dem Neuen Jerusalem tobt, wird gesondert in der Enth\u00fcllung beschrieben.<br \/>\nDie transportable Stiftsh\u00fctte ruhte auf Sockeln von Silber, die das Fundament unserer Erl\u00f6sung darstellen. Unser Leben auf der Erde ist eine Pilgerschaft auf dem Weg zum Himmel, gleich der W\u00fcstenwanderung von Israel, dem Volke Gottes, nach Kanaan, dem verhei\u00dfenen Land.<\/p>\n<p>Es ist die Herrlichkeit Gottes, eine Sache zu verbergen, die Ehre der K\u00f6nige aber, sie zu erforschen. 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