{"id":836,"date":"2020-12-06T08:38:52","date_gmt":"2020-12-06T08:38:52","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=836"},"modified":"2022-07-09T12:24:14","modified_gmt":"2022-07-09T12:24:14","slug":"advent-advent","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=836","title":{"rendered":"Advent, Advent"},"content":{"rendered":"<p>Advent, Advent,<\/p>\n<p>ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der T\u00fcr. Oder der r\u00f6mische Kaiser, so der urspr\u00fcngliche Gebrauch des Begriffs adventus Divi, um die Ankunft des g\u00f6ttlichen Herrschers anzuk\u00fcndigen. In der Weihnachtszeit wird vordergr\u00fcndig an die Geburt des K\u00f6nigs der Juden in Bethlehem erinnert. Die Evangelien berichten detailliert \u00fcber die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Markus und Lukas schreiben jedoch am Anfang von einer anderen Person, die gro\u00df vor dem Herrn sein sollte. Der Messias sagte niemand w\u00e4re gr\u00f6\u00dfer, der von einer Frau geboren wurde. Stellen sie sich diese gro\u00dfe Person als kleines Baby im Bauch der Mutter vor. Bei einer Begegnung der besonderen Art, f\u00e4ngt der Winzling an im Bauch zu h\u00fcpfen. Zwei schwangere Frauen treffen sich gerade. Sie sind verwandt, wahrscheinlich Cousinen. Ihre Namen weit verbreitet:<\/p>\n<p><em>Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erf\u00fcllt\u00a0und rief laut und sprach (zu Maria): \u201eGesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!\u00a0Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?\u00a0Denn siehe, als ich die Stimme deines Gru\u00dfes h\u00f6rte, h\u00fcpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.\u00a0Ja, gl\u00fcckselig ist, die geglaubt hat, denn es wird erf\u00fcllt werden, was ihr vom Herrn gesagt worden ist!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Was bei den Menschen unm\u00f6glich ist, ist m\u00f6glich bei Gott. Ein tiefgl\u00e4ubiges Ehepaar, deren Kinderwunsch jahrzehntelang verwehrt blieb, bekam als ein bemerkenswertes Zeichen f\u00fcr das Volk Israel im fortgeschrittenen Alter ein Kind. Der Vater Zacharias betete im Tempel in Jerusalem. Zu seiner Aufgabe als Priester geh\u00f6rte Opfergaben darzubringen. Der Dienstplan entsendete ihn an einem hohen Feiertag in das Allerheiligste. Dort begegnete ihm der Erzengel Gabriel mit einer unglaublichen Verhei\u00dfung. Zacharias \u00fcberkam Furcht. Gott lie\u00df seine Stimme verstummen, wegen all seiner Zweifel. Doch sein Sohn w\u00fcrde ein wegweisender Prophet f\u00fcr die Juden sein mit dem Namen Jochanan (hebr\u00e4isch \u05d9\u05d5\u05d7\u05e0\u05df = Gott ist gn\u00e4dig):<\/p>\n<p><em>Und er wird dir Freude und Wonne bereiten, und viele werden sich \u00fcber seine Geburt freuen. Denn er wird gro\u00df sein vor dem Herrn. Wein und starkes Getr\u00e4nk wird er nicht trinken, und er wird vom Mutterleib an erf\u00fcllt werden mit Heiligem Geist. Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der V\u00e4ter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Klugheit der Gerechten, um dem Herrn ein zuger\u00fcstetes Volk zu bereiten.<\/em><\/p>\n<p>Johannes der T\u00e4ufer ist eine der verkanntesten biblische Personen in unserer Zeit. Dabei ist seine unpopul\u00e4re Verk\u00fcndigung der Bu\u00dfe und Umkehr heute genauso aktuell wie damals. Der Prediger\/Kohelet schrieb es g\u00e4be nichts Neues unter der Sonne, alles was war w\u00fcrde wieder so sein. Heutzutage erheben religi\u00f6se und politische F\u00fchrer genauso wenig ihre Stimmen, um das Volk zu warnen. Alles ist in bester Ordnung. Die Gute Nachricht bringt zunehmenden Wohlstand. Jeder kann in unserer Gesellschaft seine Tr\u00e4ume erf\u00fcllen. Gottes Botschaft ist Gnade und Liebe. Es wird nicht aufgefordert den Sinn zu \u00e4ndern, um nicht verloren zu gehen. Stattdessen wird gelogen das Evangelium best\u00fcnde in Toleranz. Wenn Gott etwas nicht toleriert, dann sind es unsere S\u00fcnden, die uns von ihm trennen. Alle Menschen haben ges\u00fcndigt und erreichen Gottes Herrlichkeit nicht. Jesus als Herrn und Erl\u00f6ser anzunehmen und ihm nachzufolgen ist der Weg zur Vergebung. Sein Blut w\u00e4scht uns rein von aller Schuld. Doch welche Kraft hat das Kreuz in unserem Leben, wenn wir weiter in der S\u00fcnde verharren?<\/p>\n<p>Johannes war ein kompromissloser Prediger, der heute wegen Beleidigung oder Volksverhetzung verklagt w\u00fcrde. Er nahm kein Blatt vor den Mund und beschuldigte seine Zuh\u00f6rer:<\/p>\n<p><em>Ihr Otterngez\u00fccht, wer hat euch unterwiesen dem Zorn Gottes zu entfliehen? So bringt nun Fr\u00fcchte, die der Bu\u00dfe w\u00fcrdig sind.<\/em><\/p>\n<p>Darauf bekehrten sich seine Landsleute am Jordan und lie\u00dfen sich von ihm taufen. Er musste keine Wunder wie Elia oder Jesus vollbringen, damit herbeieilende Z\u00f6llner und Soldaten ihm vertrauten und ihr Leben \u00e4nderten. Sie gaben nicht ihren Beruf auf, sondern verhielten sich aufrichtiger. Um den Weg zu bereiten reichte die Botschaft von dem kommenden Gericht Gottes. Der kommende Advent ist die zweite Ankunft des Herrn aller Herrn. Der K\u00f6nig aller K\u00f6nige ist nicht nur friedvolles Lamm, sondern m\u00e4chtiger L\u00f6we aus dem Stamme Judah.<\/p>\n<p>In unserer Adventszeit ist es \u00fcblich im romantischen Kerzenschein, ein aus Holz geschnitztes, halbnacktes Kind in der Krippe, unter dem Tannenbaum zu verehren. Bezaubernde Putten mit winzigem Pimmel wurden in Bildern oder als Skulptur im Barock modern. Hochalt\u00e4re mit dem kleinen Jesuskind in der Hand der gro\u00dfen Mutter Gottes bringen mich nicht auf die Knie, sondern auf die Palme. Anweisungen im Wort Gottes sich kein Bildnis oder irgendein Gleichnis zu machen werden ignoriert. Mehr Unbehagen l\u00f6sen Geistesblitze \u00fcber das unerwartete Erscheinen, des zur Rechten des Vaters sitzenden Sohnes Gottes aus. Im Glaubensbekenntnis rezitiert wird er von dort kommen, zu richten die Lebenden und Toten. Der adventus Domini (lateinisch f\u00fcr Ankunft des Herrn) soll an dieses bevorstehende Ereignis erinnern. Eine Bedeutung die schnell in Vergessenheit ger\u00e4t. Das allj\u00e4hrliche Fest zum Gedenken an die Geburt, verbunden mit sch\u00f6nen Geschenken, bereitet da weltweit mehr Freude. Die Stimmung kann es verhageln, wenn nach Urspr\u00fcngen und historischen Vorbildern f\u00fcr das Weihnachtsfest geforscht wird. Die Heiden pflegten n\u00e4mlich am 25. Dezember das Fest des Geburtstages der Sonne zu feiern und zu ihrer Ehre Lichter zu entz\u00fcnden. Flei\u00dfige Bibelsch\u00fcler k\u00f6nnen Geburtstagsfeiern mit symbolischen Rahmenhandlungen im Buch der B\u00fccher finden. In 1. Mose 40, 20 begeht Pharao seinen Geburtstag und holt zwei Diener aus dem Gef\u00e4ngnis. Diese erwarten sehns\u00fcchtig, an den K\u00f6nigshof zur\u00fcck zu kommen. Tats\u00e4chlich durfte beim Festessen der Mundschenk wieder den Becher mit dem Wein reichen. Jedoch wurde der Oberste der B\u00e4cker nach seinem von Josef gedeuteten Traum aufgeh\u00e4ngt. Es ist davon auszugehen, dass er sich in einem Giftanschlag auf den Pharao schuldig gemacht hatte.<\/p>\n<p>Im Neuen Testament trifft Herodes Antipas an seinem Geburtstag ein verheerendes Urteil, das in Geschichtsb\u00fcchern als Grund f\u00fcr einen verlorenen Krieg aufgef\u00fchrt wird. Weil K\u00f6nige sich alles erlauben k\u00f6nnen und nichts gefallen lassen m\u00fcssen, wurde kurzerhand der aufm\u00fcpfige Moralprediger beseitigt. Tierisch ist, wenn der Zuchthengst neben der Prachtstute das ausgewachsene Fohlen besteigt. Der geile Bock hatte sein Gewissen totschlagend nichts gegen einen flotten Dreier mit Mutter und Tochter. Soweit die schockierende Deutung des Schwures, bis zur H\u00e4lfte seines K\u00f6nigreichs herzugeben. Und zwar an eine bet\u00f6rende T\u00e4nzerin, die als Salome zweifelhafte Ber\u00fchmtheit erlangte. Die andere H\u00e4lfte war eventuell nicht sich selbst, sondern der ehebrecherischen Frau seines Bruders vorbehalten. Die abgeworbene Gemahlin machte jedenfalls keine Einw\u00e4nde gegen eine k\u00f6rperliche Vereinigung mit ihrer Tochter. Ganz bestimmt hatte die skrupellose Herodias einen unb\u00e4ndigen Hass auf Johannes den T\u00e4ufer, der die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit ihrer Ehe bezweifelte. Sie wollte unbedingt dessen Kopf auf einem Tablett serviert bekommen. Ein toller Geburtstag und schwer verdauliches Festessen, welches den Gro\u00dfen und den Obersten und den Vornehmsten von Galil\u00e4a in denkbar schlechter Erinnerung blieb.<\/p>\n<p>Der erste M\u00e4rtyrer im NT wurde in weiten Teilen der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr ein Prophet gehalten, auch wenn sich die Pharis\u00e4er und Lehrer des Gesetzes nicht von ihm taufen lie\u00dfen. Bei der Frage nach der Vollmacht von Jesus traute sich keiner der Hohepriester eine Antwort auf seine Gegenfrage zu geben:<\/p>\n<p><em>War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?<\/em><\/p>\n<p>Johannes f\u00fchrte ein asketisches Leben in der am niedrigsten Ort der Welt gelegenen W\u00fcste. Vergleichbar mit Essenern in Qumran und unverheirateten M\u00f6nchen, die Besitz und Geld ablehnen. Dadurch war er unabh\u00e4ngig und ben\u00f6tigte keine Bezahlung. So ern\u00e4hrte er sich von Heuschrecken und wildem Honig und verspeiste kein Brot und Wein. Sein einfaches Gewand bestand aus Kamelhaaren mit einem ledernen G\u00fcrtel. In Filmen wird er gerne als verr\u00fcckter Schreihals dargestellt, mit dem man sich schlecht identifizieren kann. Seine Bescheidenheit ist auch kein Vorbild f\u00fcr prominente, professionelle Prediger, welche Geld f\u00fcr sich und teure Geb\u00e4ude erbetteln und dabei nicht von Gott berufen sind. F\u00fcr die aufgebrachte damalige religi\u00f6se F\u00fchrung im reichen, hoch gelegenen Jerusalem bot seine Person wenig, bis gar keine Angriffspunkte f\u00fcr Kritik. Warum aber war Johannes so gro\u00df, um auf die Worte Jesus in Lukas 7, 28 zur\u00fcckzukommen?<\/p>\n<p><em>Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, kein Gr\u00f6\u00dferer ist als Johannes der T\u00e4ufer. Aber der Kleinste im Reich Gottes ist gr\u00f6\u00dfer als er.<\/em><\/p>\n<p>Johannes war so gro\u00df in den Augen Gottes, da er der dem\u00fctigste Mensch seiner Zeit war. Demut ist das komplette Gegenteil von Stolz. Stolz der toleriert wird bei narzisstischen Pr\u00e4sidenten und selbstherrlichen Superstars. Gottes Wege, Gedanken und Ma\u00dfst\u00e4be entsprechen nicht unserem Zeitgeist. Der Weg in geistlicher Reife nach oben f\u00fchrt nach unten. In Philipper Kapitel 2 findet sich die Gesinnung, die dem Wesen von Jesus Christus entspricht<em>. <\/em><\/p>\n<p><em>Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen h\u00f6her als sich selbst. Ein jeder sehe nicht nur auf das seine, sondern auch auf das der anderen.<\/em><\/p>\n<p>Wir sollen wie die Kinder werden und das Reich Gottes empfangen wie ein Kind, um hineinzukommen. Im Himmel (der viel h\u00f6her als die niedrige Erde ist) wird sich niemand \u00fcber seinen gro\u00dfen Namen br\u00fcsten. Es ist eine unz\u00e4hlbare Versammlung mit Gl\u00e4ubigen aus allen Nationen, die vor dem Thron Gottes das allein w\u00fcrdige Lamm anbetet.<\/p>\n<p><em>Und er predigte und sprach: Nach mir kommt der, der st\u00e4rker ist als ich. Ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm b\u00fccke und die Riemen seiner Sandalen l\u00f6se.<\/em><\/p>\n<p>Der T\u00e4ufer beherrschte nicht das Volk, sondern wollte ein treuer Diener sein, der seinem himmlischen Herrn den Vortritt gibt. Leider nehmen ihn wenige Leiter zum Vorbild. Stattdessen wird an einer vom Herrn in Offenbarung 2 verhassten Lehre (\u00dcberbetonung von gesetzten Leitern, anstelle Gleichheit unter Geschwistern) festgehalten. Die verf\u00fchrten Nikolaiten werden von der w\u00f6rtlichen Bedeutung abgeleitet von niko = herrschen und laos = Volk. Der Nikolaus kam damals nicht strafend mit der Rute, sondern brachte als Geschenk die Z\u00fcgellosigkeit. Ich habe nicht geplant am Nikolaus, 6. Dezember 2020 mit diesem Artikel fertig zu werden. Furcht \u00fcberkommt mich bei dem Gedanken, dass heute ausgerechnet der 2. Advent ist.<\/p>\n<p>Im Alten Testament wollte Jonathan nicht herrschen und verzichtete zugunsten von David auf den K\u00f6nigsthron. Er schenkte seinem besten Freund zudem sein Oberkleid, Waffenrock, Schwert, Bogen und G\u00fcrtel. Es gibt wenige K\u00f6nigss\u00f6hne, die so gro\u00dfz\u00fcgig sind und es vorziehen Nummer 2 statt Nummer 1 sein.<\/p>\n<p>Auch die J\u00fcnger von Johannes waren nicht begeistert davon zur\u00fcckzutreten, weil auf einmal mehr Menschen zu Jesus und seinen J\u00fcngern str\u00f6mten, um sich taufen zu lassen.<\/p>\n<p><em>Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. Wer die Braut hat, der ist der Br\u00e4utigam; der Freund des Br\u00e4utigams aber, der dabeisteht und ihm zuh\u00f6rt, freut sich sehr \u00fcber die Stimme des Br\u00e4utigams. Diese meine Freude ist nun erf\u00fcllt. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Der von oben her kommt, ist \u00fcber allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, ist \u00fcber allen.<\/em><\/p>\n<p>Johannes war \u00fcberhaupt nicht arrogant oder prahlerisch in seiner Rolle als Wegbereiter des Herrn. Er erkannte, dass Gott in unserer Schwachheit stark sein will, weniger zu mehr wird. Das Samenkorn muss in die Erde fallen und sterben. Sein Dienst neigte sich dem Ende zu. Das w\u00fcrde zum Besten dienen. Hinter Schloss und Riegel \u00f6ffneten sich trotzdem die T\u00fcren f\u00fcr den gerechten und heiligen Mann. Denn der beunruhigte K\u00f6nig h\u00f6rte das Wort Gottes gleichwohl gerne aus dem Munde des vollm\u00e4chtigen Verk\u00fcndigers, freilich ohne sich zu \u00e4ndern. In Gefangenschaft, mit viel Zeit zum Gebet und zur F\u00fcrbitte, bekam Jochanan eine Eingebung, die oft als Schw\u00e4che und Zweifel gedeutet wird. Zwei seiner J\u00fcnger wurden mit der Frage entsandt:<\/p>\n<p><em>Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr mich und die Nachwelt sprechend, finde ich die Fragestellung ausgezeichnet, denn sie hatte einen bestimmten Zweck. Nicht nur die J\u00fcnger wurden in ihrem eigenen Glauben durch Jesus best\u00e4rkt mit den Worten:<\/p>\n<p><em>Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr h\u00f6rt und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein und Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt. Selig ist, wer sich nicht an mir \u00e4rgert.<\/em><\/p>\n<p>Als sie ermutigt fortgingen folgte vor dem Volk ein weiteres Kompliment:<\/p>\n<p><em>Ja, ich sage euch, er ist mehr als ein Prophet. Er ist es, von dem geschrieben steht, siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. (Maleachi 3,1)<\/em><\/p>\n<p>Ein weiterer alter Prophet spricht vorausschauend von dem T\u00e4ufer:<\/p>\n<p><em>Es ist eine Stimme eines Predigers in der W\u00fcste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade eben! Alle T\u00e4ler sollen erh\u00f6ht werden, und alle Berge und H\u00fcgel sollen erniedrigt werden, und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden, und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen. (Jesaja 40, 3-5)<\/em><\/p>\n<p>Johannes war alles andere als hochm\u00fctig. Ein Sinnbild f\u00fcr Dem\u00fctige, die erh\u00f6ht und f\u00fcr Stolze, die erniedrigt werden, sind die T\u00e4ler, die erh\u00f6ht und die Berge, die erniedrigt werden. Krumme Wege geht die zur S\u00fcnde verleitende Schlange; Hindernisse bringen zu Fall. Dazu passen folgende Ausf\u00fchrungen zu <a href=\"https:\/\/matthiasruf.blog\/aktuelles\/offenbarung-16-revelation-16\/\">Offenbarung 16<\/a>:<\/p>\n<p>Stolz ist eine Haltung, der Gott besonders widersteht. Der Altehrw\u00fcrdige an Tagen wird alles Hohe in seinem Grimm und Zorn erniedrigen. Die von Antichrist, Tier und falschen Propheten verf\u00fchrten K\u00f6nige der Erde versammeln sich bekanntlich in der Endzeit-Schlacht gegen den Herrn und seinen Gesalbten auf einer weiten Ebene. Der Ort wird Harmagedon genannt.<\/p>\n<p>Ist es nicht t\u00f6richt gegen Gott zu k\u00e4mpfen, wenn von vorherein klar ist, dass man verliert. Vielen selbstgerechten Leuten widerstrebt es zu beten, Herr sei mir armen S\u00fcnder gn\u00e4dig. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein ge\u00e4ngstetes, zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. David erkannte in Psalm 51 seine Schuld und S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Jesus h\u00e4tte es \u00fcberhaupt nicht n\u00f6tig gehabt von Johannes getauft zu werden. Doch der Herr wollte als Beispiel f\u00fcr uns alle vorangehen. Der Vater bezeugte in der Stimme vom Himmel:<\/p>\n<p><em>Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!<\/em><\/p>\n<p>Lassen Sie uns Jesus und Johannes zum Vorbild nehmen. Es sind die dem\u00fctigsten Menschen, die in den Evangelien sind. Warum wird denn so wenig \u00fcber Johannes den T\u00e4ufer gepredigt? Das Kommen von Jesus wird doch von Johannes vorbereitet. Ohne Bu\u00dfe werden wir verloren gehen, wenn der Herr wieder kommt, wenn die Enth\u00fcllung von Jesus Christus sich erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Zum besseren Verst\u00e4ndnis des Advents und der Apokalypse m\u00f6chte ich am Ende einen Ratschlag geben. Versuchen sie einmal nicht, alle Handlungen in von uns vertraute Zeitschema zu pressen. Vergessen sie alle menschlichen \u00dcberlieferungen und Traditionen. Der Advent k\u00f6nnte vollkommen anders ablaufen, als sie gedacht haben. Lesen Sie die Offenbarung als ein Gesamtwerk \u00fcber den gro\u00dfen, schrecklichen Tag des Herrn.<\/p>\n<p><em>Das Kommen des Herrn (sprich die Adventszeit) wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell. (Amos 5, 20)<\/em><\/p>\n<p>Wir aber erwarten die gl\u00fcckselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres gro\u00dfen Gottes und Heilandes Jesus Christus.<\/p>\n<p>Weihnachtslieder spielen nicht die Musik, wenn der K\u00f6nig wiederkommt:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Wenn der K\u00f6nig wiederkehrt\" width=\"629\" height=\"354\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xtpOOEivPaA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der T\u00fcr. Oder der r\u00f6mische Kaiser, so der urspr\u00fcngliche Gebrauch des Begriffs adventus Divi, um die Ankunft des g\u00f6ttlichen Herrschers anzuk\u00fcndigen. 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