{"id":72,"date":"2008-05-23T23:28:50","date_gmt":"2008-05-23T23:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=72"},"modified":"2021-01-03T16:20:05","modified_gmt":"2021-01-03T16:20:05","slug":"8-kapitel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=72","title":{"rendered":"8. Kapitel"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-72-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-8-die-steile-karriere-jonathan-fischers.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-8-die-steile-karriere-jonathan-fischers.mp3\">https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-8-die-steile-karriere-jonathan-fischers.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die steile Karriere Jonathan Fischers<\/strong>\u00a0(kabarettistisches Witzkapitel des Ghostwriters Albert Stein alias \u201ePumuckel Einstein\u201c, trotzdem f\u00fcr kleine Kinder und ungehorsame Despoten nicht geeignet)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach seiner Chinareise und erfolgreichen Operation kehrte der Berufsalltag wieder im Leben von Jonathan Fischer ein. Zun\u00e4chst wurde der in Pension gehende, Opern singende Vorstand der Sandbank Denkenstadt eG, Adolfo Massonico in einer gro\u00dfen Festversammlung geehrt und verabschiedet. Sein Nachfolger Gebhart Scharkfisch wurde zum noch gr\u00f6\u00dferen F\u00f6rderer und M\u00e4zen Jonathans.<\/p>\n<p>Erst einmal begab sich eine ungew\u00f6hnliche Geschichte mit einer aus dem Irak stammenden Witwe namens Annahilde Abraham: Die arme Frau lebte in Bagdad und musste den tragischen Verlust ihres Ehegatten verschmerzen. Unter dem Regime Saddam Husseins wurde dieser wegen seines christlichen Bekenntnisses vor aller \u00d6ffentlichkeit hingerichtet. In gro\u00dfer Angst floh Annahilde mit ihren damals zehn Jahre alten Buben \u00fcber die t\u00fcrkische Grenze nach Deutschland. Sie war sehr wundergl\u00e4ubig, indem sie jedem erz\u00e4hlte, dass sie mit ihren Zwillingen durch die verriegelte Grenze unerkannt durch spazieren konnte, weil besch\u00fctzende Engel die Grenzer in einen Schlaf versetzt h\u00e4tten. In Deutschland wurde sie zun\u00e4chst nur geduldet, und es drohte sogar die Abschiebung. Da kam eine Kollegin Jonathans namens Gisela Dingeralm ins Spiel. Ihr Ehemann war Diakon der evangelischen Kirche in Denkenstadt und sorgte durch eine Unterschriftensammlung und Petition daf\u00fcr, dass die verfolgte Familie nicht abgeschoben wurde. Jonathan bewunderte die Kassiererin Dingeralm, weil sie jede Woche mit der Witwe zum Einkaufen ging und sich um ihre Finanzen k\u00fcmmerte. Die Br\u00fcder Rimbo und Rambo glichen sich wie ein Ei dem anderen, hatten nur wenig unterschiedliche Vorlieben und waren kaum zu b\u00e4ndigen. Rimbo trug immer eine Schlumpfm\u00fctze, und Rambo setzte sich als Spielzeug gerne eine K\u00f6nigskrone auf. Die Entscheidung von Annahilde, ihre Jungens in die Obhut des bekannten Fu\u00dfballtrainers Andreas Mehrdarfer zu geben, erwies sich als goldrichtig. Andreas besa\u00df ein gut florierendes Sportgesch\u00e4ft in Denkenstadt und engagierte sich in der Fu\u00dfballabteilung des TSV. Die Jungens bekamen dort als Spitznamen die fliegenden L\u00f6wen und Drachen ab, denn sie tranken gerne Red Bull, ein Getr\u00e4nk, dass ihnen zu den h\u00f6chsten Kopfballfl\u00fcgeln verhalf und nicht auf der Dopingliste stand. Au\u00dferdem trugen sie mit Vorliebe Kleidungsst\u00fccke, die mit Fl\u00fcgell\u00f6wen und Drachen bedruckt waren. Ihr Trainer Mehrdarfer lie\u00df sie ungern weg fliegen, aber er erkannte, dass es an der Zeit war mit den Stuttgarter Kickers einen neuen Verein anzupeilen. In seiner aktiven Zeit erreichte Andreas selbst mit dieser Truppe das Finale des DFB-Pokals und war deshalb mit dem Pr\u00e4sidenten befreundet. Dank des Einsatzes des Zwilling-St\u00fcrmerpaars, das sich blind verstand und einen erfolgreichen Zangensturm bildete, erreichte der Verein den Wiederaufstieg. Der Ehrgeiz der beiden war nicht zu b\u00e4ndigen, denn nach dem Fu\u00dfballtraining lernten sie von den Sprintern der Leichtathletikabteilung des Vereins das Springen und senkten ihre hundert Meter Zeit auf unter elf Sekunden. Einige geh\u00f6rnte Spielervermittler stie\u00dfen die Familie Abraham an, weil sie ein lohnendes Futter widderten. Nun betrat der gute Hirte Jonathan die Weide, denn die Zwillingsl\u00e4mmer kannten ihn schon als Torwarttrainer aus ihrer Stillzeit in der TSV Sch\u00e4fchengruppe. Jonathan genoss es, als Spieleragent die verschiedenen Offerten zu vergleichen und bekam ein unschlagbares Angebot vom Verein Al-Alhi Dubai. Da die Iraker gut arabisch sprachen und immer noch staatenlos waren, wurde ihnen in Aussicht gestellt, sofort in der Nationalmannschaft aufgenommen zu werden, wenn sie in das hochkultivierte neue Heimat-Emirat umziehen. So flog die Familie mit Emirates, der besten Fluglinie der Welt, nach Dubai, der aufstrebensten Stadt der Welt. Als sie das Flughafenportal verlie\u00dfen und in einen Jaguar geleitet wurden, sp\u00fcrten Annahilde und ihre S\u00f6hne, dass sie gerade dabei waren, ihr \u00e4rmliches Beduinenleben hinter sich zu lassen, indem sie das Tor in eine Welt voller Reichtum durchschritten. In diesem Land wartete Ihre Bestimmung, n\u00e4mlich den gr\u00f6\u00dften Wohlstand und Luxus zu genie\u00dfen. Die arme Witwe f\u00fchlte sich jetzt wie in Abrahams Scho\u00df. Sie konnte den Rest ihres Lebens auf der Ziegenledercouch in ihrem klimatisierten Strandzelt mit Blick aufs Meer verbringen. In der durch das schwarze Gold wie Ph\u00f6nix aus der Asche gehobenen W\u00fcstenstadt w\u00fcrde sie nichts so schnell ersch\u00fcttern. Das dachten auch ihre Zwillinge, die sich jeweils ein millionenschweres Dachappartement in zwei der gigantischen Wolkent\u00fcrmen nahe der k\u00fcnstlichen Sandinseln leisteten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonathan bekam das Angebot im Moslemstaat weiter als Fussball-Agent t\u00e4tig zu werden und h\u00e4tte sich von der Bank zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, was er jedoch nicht tat. Sein neuer Mentor Scharkfisch schickte ihn auf einen Fortbildungskurs nach dem anderen an die Genossenschaftsakademie in Hohenheim und nach Montabaur. Jonathan konnte sich immer besser auf seine Studien konzentrieren und erzielte Spitzenresultate.<\/p>\n<p>Aber alles kam noch besser. Ein langj\u00e4hrig von Jonathan beratener Kunde und Parteigenosse, f\u00fcr den er \u00f6fters den Hund ausf\u00fchrte, wurde erfolgreich in der Politik und Gesellschaft. Sein Name war Max-Moritz Straussinger. Max-Moritz erlebte einen kometenhaften Aufstieg mit seiner Idee die einfluss- und geldreichen Mitglieder der h\u00f6heren Gesellschaft in exklusiven von ihm organisierten Treffen zusammenzuf\u00fchren. Er bekam sogar einen guten Ruf als Heiratsvermittler in Adelskreisen. So sei ihm gelungen einen radfahrenden, kriegsm\u00fcden Planschbeckenminister mit einer erotischen Playmate-Gr\u00e4fin zu verchaten. Den politischen haut Gout gl\u00fccklich treffend, erhielt der \u00fcbergewichtige Panzer-, U-Boot- und Waffenliebhaber bei der M\u00e4stung seiner Kampfsausparb\u00fcchse weltb\u00fcrgerliche Auszeichnungen, wovon die kleinere Volksbank mit Jonathan als Betreuer kr\u00e4ftig profitierte. In dieser Situation er\u00f6ffnete Straussinger, dass er eine Stiftung gr\u00fcnden m\u00f6chte f\u00fcr die er Jonathans Hilfe ben\u00f6tige. Jonathan sollte den Kassierer spielen und Bankvollmacht bekommen. Die Bezahlung f\u00fcr dieses Ehrenamt war k\u00f6niglich, und Jonathan wurde in Aussicht gestellt, mit einigen h\u00f6heren Blaubl\u00fctigen in ein \u201eF\u00fcrstliches Tum\u201c zu kommen. Mit Lust wurde die Reise von Stuttgart nach Vaduz in das einer griechischen Investor-Gruppe geh\u00f6renden Etablissement angetreten. Bei der Ankunft im Marmorsaal des Hotels Diana begegnete ihnen \u201eNur eine K\u00f6nigin\u201c, die sie zu einem k\u00f6stlichen Gala-Diner einlud. Die Herberge hatte als Attraktion in der Mitte der S\u00e4uleneingangshalle eine vielbusige Artemisstatue, die der gr\u00f6\u00dfte Blickfang war. Der Playboy Max-Moritz hatte die Idee, ein paar am Tisch sitzende H\u00e4schen zu einem Glas Champagner im Elizabeth Separee einzuladen. Jonathan gefiel die ein Erinnerungsfoto festhaltende junge Fotografin Petra besonders, weshalb er nur fragte was sie von Beruf sei:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch komme vom \u00e4ltesten Gewerbe der Welt und tue alles f\u00fcrs Geld.\u201c<\/p>\n<p>Straussinger und die Freudenm\u00e4dchen platzten in Lachen aus, Jonathan hielt sich lieber raus und h\u00fcpfte in sein Haus, alleine die Treppen rauf.<\/p>\n<p>Heiter in seinem Penthouse angelangt versagte die Deckenbirne, so dass er nicht bemerkte die im Bett wartende Dirne.<\/p>\n<p>Er l\u00fcftete die Decke und im Dessous erschien die liegende M\u00e4tresse.<\/p>\n<p>Als christlicher Br\u00e4utigam nahm er sie mit beiden H\u00e4nden in den Arm und bef\u00f6rderte sie \u00fcber die T\u00fcrschwelle, wo sie einst herkam.<\/p>\n<p>Um sich die Nacht nicht weiter zu vermiesen, wollte er Joyce Meyer fern schauen, um das Leben zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Programmdirektoren waren m\u00e4nnliche Sauen und zeigten deshalb nur nackige Frauen.<\/p>\n<p>Darum machte er lieber die Augen zu und schlief darauf ein im Nu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am darauf folgenden Tag bestritt die Deutsche Fu\u00dfball-Nationalmannschaft das WM-Finale gegen die Liechtensteiner Zwergennationalmannschaft, die bei der Heimweltmeisterschaft wie ein Riese aufgetreten war. Dieser Erfolg wunderte jedoch niemand, denn der Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein hatte zuvor die besten Spieler der Welt aufgekauft und in Null Komma nichts eingeb\u00fcrgert.<\/p>\n<p>Max-Moritz hatte zwei Arena-Tickets durch eine bestechende Einladung von einer erleuchtenden Bank erhalten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kaiserliche Loge wurde f\u00fcr sie reserviert und Jonathan staunte ganz konstatiert. Der Prinz kannte sich mit Geld aus, der Kaiser kannte sich im Fu\u00dfball aus, der Kanzler lie\u00df die DDR raus und die freigelassene Frau an seiner Seite kannte sich im Simsen aus. Der Thronfolger prahlte von seiner Bank die datensicher und geheim das Buchgeld verwandt, der Kanzler Helmut prahlte mit einer Wiedervereinigung f\u00fcr solidar wenig Geld, und der Kaiser Franz prahlte mit zwei WM-Titeln und steuerte viel Geld, weswegen er das Domizil \u00d6sterreich w\u00e4hlt. Die geschiedene Nachfolgerin Angela an des scheidenden Helmuts Seite, war durchs viele SMS-Schreiben die wirklich Gescheite. Bei sieben Flugkopfballtoren von J\u00fcrgen Klinsmann umarmte die Angie den Jonathan sehr, bei den sechs Fallr\u00fcckziehertoren von Jay G\u00f6ppingen fiel ihr das Jubeln schwer. Das kolossale Lifesspektakel ging leider zu Ende, die Prominenten gaben sich zum Abschied die H\u00e4nde. Sieben zu sechs f\u00fcr das deutsche Land war der Endstand, weswegen der v\u00f6lkerrechtlich beleidigte Landesvater in sein Kunstg\u00fcter beraubtes Schloss entschwand. Das Vierte Reich hatte burghoch gewonnen und die Zeit im VIP-Bereich war zerronnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Max-Moritz und Jonathan begaben sich in eines der vielen diskreteren Heiligt\u00fcmer des Ministaates. Wie sich herausstellte war es das F\u00fcrstlichste \u00fcberhaupt. Der Schweizer Treuh\u00e4nder stellte sich mit Namen Benedictus K\u00e4mmerer vor und fragte, ob die Regensburger Orgelpfeifen ihnen, das noch nicht gezwitschert h\u00e4tten. Jonathan imponierten die zahlreichen Medaillen und Orden, die der Herr Honorarkonsul mit den wei\u00dfen Handschuhen in seinen S\u00e4ulenkammern h\u00e4ngen hatte. Es wurde Aufkl\u00e4rungsunterricht betrieben, wie man als Superreicher sein Geld gewinnbringend versteckt. Der Plan war, eine Behindertenstiftung zu gr\u00fcnden und in der \u00d6ffentlichkeit um Spenden zu werben. Die Gelder sollten von der Liechtensteinischen Landesbank treuh\u00e4nderisch verwaltet werden und niemand sollte wissen, dass Straussinger hinter der Stiftung steckt. Nach au\u00dfen w\u00fcrde lediglich der Geheimnis h\u00fctende Benedictus auftreten, der in einem Schlie\u00dffach die wahre Verbindung festh\u00e4lt. Aufgrund seiner Schulungen fragte Jonathan, ob es nicht ein stinkendes Problem wegen Geldw\u00e4sche oder Steuerhinterziehung geben k\u00f6nnte. \u201eMmh pfui, wo kommen wir da hin\u201c, entgegnete der ein franz\u00f6sisches Parf\u00fcm nutzende Genfer Advokat. Zu seinem gepuderten Klientel geh\u00f6rten doch schlie\u00dflich die Bacardi saufende Mafia, Wasserpfeiffen rauchende Prinzen, schreibende Exilwaffenh\u00e4ndler und birnenf\u00f6rmige Kanzler. Auch die H\u00e4lfte der von den EU-M\u00e4chtigen nach Pal\u00e4stina geschickten Hilfs-Gelder, w\u00fcrden vom Christen f\u00fcr eine parisisch maltesische Moslemwitwe vermehrt. \u201eWenn die Politiker sogar davon w\u00fcssten, dann k\u00f6nne die Sache ja nicht unrecht sein\u201c, bemerkte Jonathan. Von dem der Menschheit dienenden, humanen Wohlt\u00e4ter wurde attestiert, dass selbst die Spendengelder von Parteien insgeheim in Omas Stiftungen verstrickt werden. Zahlreiche Dokumente mussten auf dem wie ein Altar wirkenden Schreibtisch unterzeichnet werden, w\u00e4hrend \u201eder Kr\u00e4mmerer\u201c ein ironisches Geheimnis nach dem anderen ausplauderte. Er hatte einen scheinenden, hohlen, extraterrestrisch, grinsenden Kristall-Totenkopf namens Emil auf seinem Sekret\u00e4r stehen, den er zusammen mit den unterschriebenen intra murosen Testamenten in dem von der Firma Steinberger fabrizierten Tresor bestattete. Der Handel wurde mit einem Schluck Maya Apfelsaft aus paradiesischen Kristallsch\u00e4del-Gl\u00e4sern besiegelt. Max-Moritz k\u00fcsste den Ring des souver\u00e4nen Herr General und Gro\u00dfinspekteur und verabschiedete sich. Bei Verlassen des achtzehn st\u00f6ckigen Granitgeb\u00e4udes begegneten sie K\u00f6nig Hussein mit einem Damoklesschwert auf seinem alten Schlachtross und lie\u00dfen sich aussitzend en passant zu Ritter Rosenkreuzer schlagen. Potz Blitz! So ein Leben hat sich Jonathan immer vorgestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als er die Ereignisse seinem mit Spitznamen F\u00fcrst Gebhart genannten Oberbefehlshaber vor trug, beschloss dieser in eifernder Sucht ihm eine neue Aufgabe zu stellen. Dies war Jonathan recht, denn die schmierige Kofferschlepperei in die Schweiz w\u00e4re ihm auf Dauer sicher ins Malteser Kreuz gefahren.<\/p>\n<p>Jonathan sollte seine Spitzenqualit\u00e4ten als Immobilienh\u00e4ndler beweisen, indem er ein unvermittelbares Polygon anbieten durfte. Das Objekt befand sich in bester Randlage am Stuttgarter Birkenkopf, hatte aber bis auf eine Dachluke gewollter weise keine Fenster. Der frei schaffende Maurer und Architekt war der verstorbene Leiter der Stuttgarter Sternwarte, der eine Vorliebe f\u00fcr die hell dunklen M\u00e4chte seiner Dreieckswelt hatte. Der einzige Eingang erfolgte an einer monumentalen Sphinx vorbei durch die Tiefgarage im Keller, und die einzige M\u00f6glichkeit zum L\u00fcften bot seine Dachkammer, in der sich seine Spezialanfertigung eines Carl Zeiss Teleskops und ein Katzent\u00fcr-Fenster befand. Das weltber\u00fchmte Bauwerk war eine Pyramide mit schauerlichem Bekanntheitsgrad. Die Dame des Hauses Lore Osiris war schon vor einigen Jahren an einer seltenen Krankheit gestorben, die es verhinderte die Dunkelheit des Hauses zu verlassen. Der Hausherr selbst war der bekannte \u00e4gyptische Sternforscher Ramses Ra, der durch mysteri\u00f6se Weise von dem Dach der Sternwarte in den Tod st\u00fcrzte. Der Hauptgrund von Jonathans Maklerproblemen lag jedoch darin, dass seine Klientin, die stadtbekannte Wahrsagerin und Erbtochter Magdalena Osiris-Ra, ein Verm\u00e4chtnis zu erf\u00fcllen hatte. Im Keller des Hauses befanden sich die Gebeine der beiden Eltern. Es gab ein System mit 33 Grabnischen, das die zwei elterlichen S\u00e4rge nach einem vorgegebenen Plan durchwandern mussten. Die Grabnischen waren stufenf\u00f6rmig angeordnet, und alle 13 Jahre sollten die Sarkophagen ein St\u00fcck h\u00f6her getragen werden. Die Eigent\u00fcmer des Objekts mussten sich verpflichten, diese Prozedur mitzumachen, andernfalls w\u00fcrde das Haus an eine sich darum k\u00fcmmernde Stiftung \u00fcbergeben. Nach erfolglosem Inserieren in Immobilien Scout 24 und Immowelt bekam Jonathan den Geistesblitz, wie er das Objekt doch noch f\u00fcr die gew\u00fcnschte Summe von 666.000,- DM an den Magier bringen k\u00f6nnte. Er schickte dem weltweit bekannten Zaubergro\u00dfmeister David Geller, der in Las Vegas weilte, unverbindlich ein Exposee zu. Dieser war sofort Feuer und Flamme und wollte unbedingt das Fernrohr und die Sphinx f\u00fcr eine neue Flugnummer haben. Der Beschw\u00f6rungsk\u00fcnstler erfand sogleich einen Orakelspruch, der es ihm erm\u00f6glichte, das begehrte Objekt g\u00e4nzlich umsonst zu erhexen. Ein gemeinsamer Notartermin bei Uwe Baumann wurde vereinbart. Magdalena und Jonathan fragten, ob man nicht so etwas wie ein ewiges Wohnrecht f\u00fcr die verstorbenen, nicht zur Ruhe kommenden Seelen einrichten k\u00f6nnte. Der gewiefte Prominentennotar biss in einen Paradies-Apfel und bekam eine viel bessere Idee. Er verkaufte den oberen Teil an Geller und fertigte eine Teilungserkl\u00e4rung an, in welcher der Keller an eine David-Geller-Stiftung f\u00fcr 666.000,- DM ver\u00e4u\u00dfert wurde. Der Zweck der Stiftung war anderen Dreiecksgl\u00e4ubigen ebenfalls das Recht auf eine Aschenurne, die alle 13 Jahre h\u00f6her wandert, einzur\u00e4umen. Jonathan verfolgte in der Zeitung interessiert, wie 13 Milliarden britische Pfund in den Stiftungsstock einflossen. Der Treuh\u00e4nder Geller hatte f\u00fcr die limitierten Friedhofspl\u00e4tze eine anonyme Versteigerung bei Sotheby\u00b4s veranlasst, bei der ungeahnte Summen geboten wurden. Da dies eine Fiktion ist, brechen die Berichterstatter f\u00fcr die interessierten Leser das Auktionsgeheimnis und verraten, dass sogar die englische K\u00f6nigin ihren Cousin in Stuttgart bestatten lassen wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonathans H\u00f6henfl\u00fcge wurden seinem Freund Gebhart Scharkfisch zu unheimlich und er beschloss, den an seiner Achillesverse h\u00e4ngenden Verfolger zu versetzen. In der stark wachsenden Nachbargemeinde Scharnhauser Park wurde gerade ein br\u00fcderliches Geb\u00e4ude namens Park-Haus fertiggestellt. Die Bank beabsichtigte, die unteren R\u00e4ume zu mieten und eine Filiale zu errichten. Jonathan w\u00fcrde somit die Chancen bekommen zu beweisen, ob er Qualit\u00e4ten in der Personalf\u00fchrung habe. Scharkfisch, der gerissene Hai, hatte vor, seine Beute nicht los zu lassen. Umso mehr missfielen ihm die Anweisungen vom Admiral der Genossenschaftsflotte Kuhn, Fischer schon fr\u00fcher an Land zu ziehen und als Kapit\u00e4n seines Sandbank-Flagschiffs ans Ruder zu lassen. Jonathan wollte sich auch bei dem kleineren Fischzug als t\u00fcchtig genug erweisen und war gespannt auf sein neue Besatzung. Ihm wurde eine zupackende, griechische Rederin beiseite gestellt, die Christonassis genannt wurde und ein goldiges Lippcloss auf trug. Die zur Kundenf\u00e4ngerin gesegnete Benedicte Blessing, angelte beim Casting den Spitznamen Nymphe Sabrina. Die Halbtagskraft Netti Schneider zog mit Kr\u00e4ften an der Beute mit. Die nette Schneider, half Kindern die Schere zu f\u00fchren, indem sie im schwesterlichen Prisma Geb\u00e4ude der Gemeinde Ostfildern das Spektral-Licht einschaltete. Die Netze wurden immer voller, was den Fischer veranlasste zwei Matrosen anzuheuern. Die Steuerm\u00e4nner Alesandro Spitze und Bert H\u00f6fig wurden zwei seiner hilfreichsten Gefolgsleute und durften sp\u00e4ter als Kapit\u00e4ne zwei Karavellen mit den Besatzungsmitgliedern Zony Radab, Erika Cartier, Ralf Schwarz, Tobi Kumwei, Jo Mindo und J\u00fcrg Kurz navigieren. Der Fischer entdeckte in seinem br\u00fcderlichen Flagschiff in westlichen Gefilden gr\u00f6\u00dfere Schw\u00e4rme, als sich folgende Trag\u00f6die ereignete:<\/p>\n<p>Magier Geller wollte als Kanonenkugel einen Weltrekord auf dem Cannstatter Wasen aufstellen und 130 Meter weit durch die Luft fliegen. Nach erfolgreicher Landung sollte, wie aus dem Nichts, das Fernrohr und die Sphinx auftauchen. Der Privatjet wurde in Ph\u00f6nix mit reichlich Z\u00fcndstoff gef\u00fcllt und zu einer Notlandung in New York gezwungen. Die Steuerkn\u00fcppel hatten sich, wie durch Gespensterhand gef\u00fchrt, durch einen automatischen Geisterpilot von selbst bewegt. Auch hierf\u00fcr fanden der ruderverbiegende Geller und sein sich gerne in Luft aufl\u00f6sender Copilot Copperfield eine Beschw\u00f6rung, und der Spukjet konnte nach erfolgter Wartung seinen Zauberflug nach Stuttgart fortsetzen. \u00dcber den Wolken Stuttgarts wiederholte sich das Spiel auf d\u00e4monische Weise, so dass selbst das israelische Counterpart Uri Copperfield, sich nur durch laute Fl\u00fcche zu helfen wusste. Die Au\u00dfenbordkamera machte ein Schwenk auf den im Autopilot eingegebenen Ort Stuttgart. Dieser Freitag, der Dreizehnte im September ging als Nine Thirteen in s\u00e4mtliche Geschichtsb\u00fccher ein. Es war gegen neun Uhr dreizehn und Jonathan befand sich im Gottlieb-Daimler-Stadion, um ein seit langem ausverkauften Konzert von Led Zeppelin beizuwohnen. Led Zeppelin war mit dem Titel \u201eStairway to Heaven\u201c zur vor\u00fcbergehenden Nummer Eins der SWR3-H\u00f6rer-Charts gew\u00e4hlt worden. Der Lead-S\u00e4nger Robert Plant stimmte gerade die Stelle mit \u201eOoh, it makes me wonder\u201c an, als f\u00fcr alle sichtbar ein leuchtendes Flugobjekt mit unglaublichen Speed am Himmel zu sehen war. Die Fans drehten sich in Richtung Cannstatter Wasen um und dachten, einen zur spektakul\u00e4ren B\u00fchnenshow geh\u00f6renden Teil zu verfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab noch drei weitere Open-Air-Konzerte in der Region. Auf dem Stuttgarter Schlo\u00dfplatz wurde von dem US-Chefdirigent George V. Schikaneder (Codename: 3xDR3I3CK G3H3R\/THREE DELTA WALKER) Mozarts Zauberfl\u00f6te aufgef\u00fchrt, und das Meisterwerk war beim zweiten Aufzug, dem Weisheitstempel angekommen. Der Wiener Jesuitenpater Helmut-Nicolas Cohn-Himmler sang den brummende B\u00f6sewicht-Bass Sarastro und verk\u00fcndigte: \u201eO Isis und Osiris, lasst sie der Pr\u00fcfung Fr\u00fcchte sehen, doch sollen sie zu Grabe gehen.\u201c Auf der Freilichtb\u00fchne des H\u00f6henpark Killesberg spielte eine Black Metall Gruppe namens Mega Egyptian Death vor einer zugedr\u00f6hnten Heavy-Metall-Gemeinde eine Interpretation eines AC\/DC St\u00fcckes: \u201eI\u00b4m on the high way to hell, no stop signs, speed limit\u201c, h\u00e4mmerte es in die tauben Ohren. Und auf dem in Vollmond geh\u00fcllten Gipfel des Stuttgarter Tr\u00fcmmerbergs nutzte eine dreizehnk\u00f6pfige kreischende Schar von Wicca-Anh\u00e4ngern den Hexensabbat zu einem Walk\u00fcrenritt, der auf ihren Besen um ein Lagerfeuerchen f\u00fchrte. Diese Auff\u00fchrung erinnerte eher an H\u00e4nsel und Gretel, denn das Publikum bestand aus zwei gleichnamigen schwarzen Katzen. Das im K\u00e4fig befindliche raunzig rallige Liebespaar erahnte die Gefahr, weshalb es sich einen Weg in die Freiheit biss und entkam.<\/p>\n<p>Das H\u00f6llenspektakel nahm weiter seinen Lauf. D\u00e4mmlicherweise hatte eine Hilfskraft des New Yorker Flughafens, das auszutauschende Navigationssystem mit dem einer Cruise Missile verwechselt und verbaut, so dass s\u00e4mtliche Gottesl\u00e4sterungen und Verdammungen der beiden Bruchpiloten zum Abst\u00fcrzen verurteilt waren. Geller hatte als Spa\u00df die Targetnummer Birkenkopf 13 eingegeben und wollte seinem Freund Copperfield beim \u00dcberflug mit der von allen Seiten mit 4 riesigen Scheinwerfern beleuchteten Bastet-Re-Huldigungsst\u00e4tte imponieren. Daf\u00fcr gab es eine imposante Show mit nie da gewesener Geschwindigkeit, die von zahlreichen Handys fotografiert wurde. Jonathan schaltete seine Digicam auf Filmmodus, weil er dachte diesen Himmels-Mitschnitt gut auf seiner www.JonathanFischer.de Homepage einstellen zu k\u00f6nnen. In der Tat wurde es der lange Zeit am h\u00e4ufigsten abgerufene Clip im Internet. Das Kreischen der sich auf Umkehrschub befindlichen und entz\u00fcndeten Flugzeugtriebwerke wurde immer lauter, bevor die H\u00f6llenmaschine auf das erleuchtete Ziel der Ramses-Pyramide einschlug. Die m\u00f6rderische Explosion mit einer wuchtigen Zerstreuung von Tr\u00fcmmer- und Hausteilen, war vom Schlossplatz aus noch besser zu sehen. Die anwesenden Kinder applaudierten, weil sie dachten es w\u00fcrde sich schon um das angek\u00fcndigte Mozart-Kugel-Feuerwerk handeln. Das Flugobjekt wurde zerst\u00e4ubt, und die Asche der Piloten fand sich im autofriedh\u00f6flichen Kellerverlies wieder. Die zwei Seelen w\u00fcrden sich in der Ewigkeit damit tr\u00f6sten, das Geld f\u00fcr die Taxifahrt vom Flughafen Stuttgart eingespart zu haben. Die Aufnahme der schwarzen Box erreichte schnell die Nummer eins der okkulten Gruftihitparaden. Die dunkel gekleideten Bleichgesichter h\u00f6rten die letzten Minuten nicht nur gerne in ihren Heimen auf Kassette, sondern legten die ausgezogenen B\u00e4nder auch noch auf Stra\u00dfen aus.<\/p>\n<p>Aus dem M\u00e4rchen von H\u00e4nsel und Gretel entstand folgendes Gedicht, dem die Kabarettistin Lisa Wenz geborene Fritz gab das Gesicht:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>H\u00e4nsel und Gretel die gingen in den Wald,<\/p>\n<p>streichelnde Feen die machten sie schier kalt.<\/p>\n<p>Auf die Bastet-Pyramide konnten sie gerade noch fliehn,<\/p>\n<p>denn Walpurgisluder wollten ihnen das Fell vom Kopf ziehn.<\/p>\n<p>Sie rannten schnell die Stufen rauf,<\/p>\n<p>die hungernden Weiber folgten auch.<\/p>\n<p>Die Katzen trieben das Spiel bis auf die Spitze,<\/p>\n<p>und reizten die Biester mit der Pfefferkuchenm\u00fctze.<\/p>\n<p>Durch ihr Katzent\u00fcrchen brachten sie sich in Sicherheit,<\/p>\n<p>der gl\u00fchende Ofen wurde f\u00fcr die Zicken Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Die Mistst\u00fccke mussten braten in einem Scheiterhaufenbrand,<\/p>\n<p>das Naschpaar mit den sieben Leben geschwind entschwand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonathan hatte ausgesprochenes Gl\u00fcck durch den Ungl\u00fccksfall, denn er bekam von dem Starnotar Uwe Baumann, die Hausverwaltung der Grabesstiftung \u00fcbertragen. Der Gro\u00dfvisier Fischer \u00fcberlegte sich was mit der \u00e4gyptischen Grabeskammer geschehen soll und schrieb einen Architektenwettberb aus. Die Zunft war sich einig, dass kein neues Geb\u00e4ude gemauert werden durfte, sondern ein Denk- und Grabmal auf den Totengebeinen aufgerichtet werden muss. Sie fanden mit der auf dem Schlo\u00dfplatz befindlichen G\u00f6ttin-Concordia-Jubil\u00e4umss\u00e4ule ein passendes Versetzungsobjekt. Einzig die Gr\u00fcnenfraktion des Stuttgarter Gemeinderats verhinderte die b\u00fcrgerliche Eintracht. Die rettende Idee hatte diesmal der l\u00e4chelnde, neu gew\u00e4hlte 33-Tage-Papst. Er war ein kleiner dem\u00fctiger Mann, der bei seinen Audienzen den Besuchern jedes mal die F\u00fc\u00dfe wusch. Der sonst zum K\u00fcssen hingehaltene Siegelring wurde f\u00fcr Aidswaisen in Kenia h\u00f6chst bietend im Ebay versteigert. Die Gr\u00f6\u00dfe des Obelisken auf dem Petersplatz, fing an, dem sich von Sonneng\u00f6ttern abwendenden Pontifex Maximus unheimlich zu werden. Darum wollte er seinem Heimatland eine Gunst erweisen und lie\u00df den Phallus durch einen neuerlichen Schwertransport, von der siebenh\u00fcgeligen Br\u00fcckenbaustadt Rom, an den Monte Scherbelino \u00fcberweisen. An die urspr\u00fcngliche Stelle kam nun ein, von einem die Bundeslade entdeckenden Hobby-Arch\u00e4ologen, namens Ron Wheeler, durch alle L\u00e4nder der Erde getragenes Holzkreuz. Nur Saudi Arabien wollte Ronald, dem Gral-Tempelritter, den Zutritt verweigern. Der Amateur-Archeologe stie\u00df n\u00e4mlich beim Durchzug durch das rote Schilfmeer mit seinem Kreuz auf beide Gedenks\u00e4ulen Salomos und wurde dabei entdeckt und eingekerkert. Das weitere Umsto\u00dfen, der den Volkszorn herauf beschw\u00f6renden 12 verbleibenden Himmels-Siegestroph\u00e4en in Rom, sorgte bei vielen Gem\u00fctern f\u00fcr kopflose Kurzschusshandlungen und schlaflose N\u00e4chte. Nicht so bei einem Genfer Wachtmeister der Schweizer Garde, der mit ein wenig fremder Hilfe friedlich in seiner Badewanne einschlief. Die eingeweihte Banksekret\u00e4rin begann schlafzuwandeln und h\u00fcpfte freudig aus ihrem B\u00fcrofenster. Ihr in London weilender Direktor machte sich eine geruhsame Nacht und atmete in einem Park Ziegelsteine sammelnd frische Luft ein, bis er auf einem als Kopfkissen geflochtenen Seil entschlafen war. Selbst der den Mammon hassende Papst gab von Kr\u00e4mpfen befreit in seinem digitalisierten Badezimmer den Geist auf. Nur der Oberste der B\u00e4ckermeister hatte einstweilig einen Alptraum, in dem ihm zweik\u00f6pfige Adler eine vierstufige, \u00e4gyptische Zikkurats-Geburtstagstorte von seinem Kopf fra\u00dfen, daraufhin seine Kehle durchtrennten und letztendlich seine Zunge und Herz herausrissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geld macht nicht gl\u00fccklich, dachte Jonathan, als er die 13 Milliarden Pfund Sterling aus dem Treuhandverm\u00f6gen von Aktien- und Immobilienfonds in D-Mark Tagesgelder der ihm zugerechneten Filiale umgeschichtet hatte. Eine folgende gro\u00dfe Krise an den Finanzm\u00e4rkten, best\u00e4tigte wieder einmal seine gute Intuition. Gebhart Scharkfisch konnte sich nicht dar\u00fcber freuen, dass die neue Zweigstelle nun die von ihm gef\u00fchrte Sandbank-Filialdirektion um das Neunundrei\u00dfigfache \u00fcberstieg. Er kochte vor Wut und ersann einen Racheplan. Die Bankkontakt-Gesch\u00e4ftspartner-Guthabenauswertung (BGG), wurde eingef\u00fchrt. Jedes Gespr\u00e4ch musste, m\u00fchsam im PC gespeichert werden. Selbst f\u00fcr das einhunderte Jubil\u00e4um von Gro\u00dfmutters Freundin sollte ein Buch hervorgehext werden. Die \u00fcberfordert rudernden Sklaven auf ihren Galeren fanden gegen diesen trommelnden Kasper mit seinen wilden Takt-Vorgaben kein Rezept und bekamen die verfluchten BGG-Regatten nicht mehr gebacken.<\/p>\n<p>Jonathan, der stolz \u00fcber seinen IM-Titel war, erinnerte dies an die \u00dcberwachungsmethoden der alles notierenden Stasi. Von einem anderen Prinzip der Kontrolle h\u00f6rte er in einem Artikel \u00fcber Ron Hubbard, dem fr\u00fcheren F\u00fchrer bei den Scientologen. Mit starrem Blick trainierten er immer mit seinem Gegen\u00fcber, sich stundenlang ohne zu blinzeln in die Augen zu schauen. In einem Gesicht hatte Fischer doch glatt versucht, den Meisterschaftskontrahenten Tom Cruise durch Anhauchen mit Heiligem Geist zu erf\u00fcllen und aus der Fassung zu bringen. Der totalit\u00e4re Offizier verlor prompt und ging darauf die W\u00e4nde hoch, um als Top Gun zumindest den Luftkampf im Irak f\u00fcr Pr\u00e4sident George W. Bush zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die reimende Fiktion endet wie folgt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die eingel\u00e4utete US-Kongregation f\u00fcr die Glaubenslehre schloss den Kardinalpr\u00e4fekten an den L\u00fcgendetektor an und traute sich nicht mehr an diesen Weihr\u00e4uchernden heran.<\/p>\n<p>Sie empfahlen ihm lieber zu gehen, um sich besser bei den bekehrten Christen umzusehen.<\/p>\n<p>Diesen Rat nahm der Petrusfischer an und zeigte Scharkfisch wie gut er angeln kann.<\/p>\n<p>Jonathan Fischer \u00fcberwies zehn Milliarden an die Stuttgarter EKK und drei Milliarden bekam der die Volksbank Plochingen eG leitende Freund des Papas.<\/p>\n<p>Der betende Gesch\u00e4ftsmann Franz-Volker Deichmann wollte seinem Gl\u00fcck nicht trauen, doch konnte er sich in Reportagen des ERF Evangeliums-Rundfunk und im Bibel TV anschauen.<\/p>\n<p>Der Jonathan schrieb alle seine Erlebnisse auf und machte mit Hilfe von Pumuckel Einstein, Wikipedia und Google einen Witz daraus.<\/p>\n<p>Des \u00d6fteren mussten sie sich beim Chaten vor lauter Lachen kugeln, weil sie die lustigsten Anekdoten fanden beim Googeln.<\/p>\n<p>Alle JonathanFischer.de Br\u00fcder, die fallen nun schmunzelnd kniend nieder und verfolgen freitags seine gel\u00e4uterte Predigt im Internet wieder und wieder. Inter weltweit galaktisch nett, net!?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-8-die-steile-karriere-jonathan-fischers.mp3 &nbsp; Die steile Karriere Jonathan Fischers\u00a0(kabarettistisches Witzkapitel des Ghostwriters Albert Stein alias \u201ePumuckel Einstein\u201c, trotzdem f\u00fcr kleine Kinder und ungehorsame Despoten nicht geeignet) &nbsp; Nach seiner Chinareise und erfolgreichen Operation kehrte der Berufsalltag wieder im Leben von Jonathan Fischer ein. 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