{"id":66,"date":"2008-05-01T15:10:53","date_gmt":"2008-05-01T15:10:53","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=66"},"modified":"2021-01-03T16:26:39","modified_gmt":"2021-01-03T16:26:39","slug":"5-kapitel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=66","title":{"rendered":"5. Kapitel"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-66-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-5-die-reise-nach-england.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-5-die-reise-nach-england.mp3\">https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-5-die-reise-nach-england.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Reise nach England<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einen Monat sp\u00e4ter trafen sich die bildh\u00fcbschen Teilnehmer der Abenteuerreise erneut in der Wohnung von Vera, um einen netten Plausch zu halten und ihre Fotos auszutauschen. Helen Richards erz\u00e4hlte Jonathan Fischer, dass sie seit kurzem den Gesang in einem Sch\u00fclerkreis anleitet und fragte ihn, ob er am darauf folgenden Samstag mitkommen m\u00f6chte. Das war ein doppelter Wink mit dem Zaunpfahl auf den Jonathan sich nicht zweimal bitten lie\u00df. Das Gebetstreffen fand in der Wohnung eines Lehrers namens Otto Bl\u00fcmchen statt, der auf einem Sindelfinger Gymnasium Ev. Religion, Englisch und Sport unterrichtete. Au\u00dfer den drei Erwachsenen hatten sich ein M\u00e4dchen und drei Jungen seiner neunten Klasse eingefunden. Helen war als Engl\u00e4nderin geradezu pr\u00e4destiniert, den evangelischen Religionslehrer zu unterst\u00fctzen. Bl\u00fcmchen bat sie, einen behandelten Bibeltext in reinstem Oxford Englisch vorzulesen und sich anschlie\u00dfend mit ihnen, in ihrer Heimatsprache dar\u00fcber auszutauschen. Der w\u00f6chentliche Sch\u00fclertreff begann, durch Helens Mitarbeit weiter zu wachsen, und bald versammelten sich zw\u00f6lf Leute. Jonathan bekam die Idee, als bayerischer Schachmeister durch eine Simultanveranstaltung mehr Sch\u00fcler anzulocken. Sein neuer F\u00fcrsprecher Otto buchte f\u00fcr Samstag ein Klassenzimmer und kurbelte kr\u00e4ftig an der Werbetrommel. Die Tische wurden in dem Schulraum im Viereck aufgestellt und vierzig Schachbretter darauf aufgebaut. Jonathan befand sich stehend in der Mitte des Quadrats und begab sich in Windeseile von einem Brett zum n\u00e4chsten. In zwei Stunden war Jonathan fertig und war bis auf eine Partie siegreich geblieben. Der clevere Pfarrersohn Christoph Ziegler war nicht nur Mitglied in der BGG Stuttgart &#8211; Biblische Glaubensgemeinde 1955 e.V. &#8211; sondern auch im Schachverein SV Wolfbusch 1956 e.V. und m\u00fcnzte seinen Bedenkzeit-Vorsprung in einen gekonnten Sieg um. Es war nicht verwunderlich, dass Christoph in der n\u00e4chsten Woche wieder kam, um die Gemeinschaft mit Jonathan zu genie\u00dfen. Erstaunlich war eher, dass die Sindelfinger Wohnung von Otto Bl\u00fcmchen mit drei\u00dfig Sch\u00fclern brechend voll war. Der begehrte Single Otto war nicht nur ein p\u00e4dagogisch \u00e4u\u00dferst wertvoller Lehrer, sondern eine liebende Vaterfigur die christliche Werte durch das eigene Leben vermittelte.<\/p>\n<p>Einige Eltern lie\u00dfen sich von seinem Engagement ebenfalls \u00fcberzeugen und stellten sich zur Verf\u00fcgung, wenn Chauffeure f\u00fcr Alternativprogramme ben\u00f6tigt wurden. Fahrradausfl\u00fcge, Wanderungen und Grillfeste geh\u00f6rten genauso zu den Programmen, wie ein viertelj\u00e4hrlich stattfindender Jesus-Treff. Dreitausend Teilnehmer versammelten sich regelm\u00e4\u00dfig bei lauter Rockmusik in einem neu erbauten Gospelforum um More of God zu erleben. Die christliche Band Beat Generation, deren Vocalist Tobi Veigel normalerweise durchs Programm f\u00fchrte und Drummer Simon W\u00f6rner, der f\u00fcr durchschlagenden Betrieb sorgte, organisierte den Event. F\u00fcr Beat Generation war es normal, mit mehreren Songs in den Charts vertreten zu sein, und die christlichen Musiker waren kurz davor, die deutsche Ausscheidung zum Eurovision Song Contest zu gewinnen. Denn als gr\u00f6\u00dften Erfolg erreichten sie einmal den zweiten und einmal den dritten Platz bei der Musiktelefonwahlsendung. Christen aller Konfessionen hatten sich f\u00fcr sie die Finger wund gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lehramtsreferentin Helen bekam die Idee, eine Sprachreise an die S\u00fcdostk\u00fcste Englands f\u00fcr die christlichen Englischpauker zu organisieren. Sie war mit dem Pastor der Gemeinde des K\u00f6nigs in Ramsgate befreundet, dessen Kirchenmitglieder gerne bereit waren, ihre H\u00e4user f\u00fcr die Sprachsch\u00fcler zu \u00f6ffnen. Bl\u00fcmchen trug die M\u00f6glichkeit anl\u00e4sslich eines Elternabends vor und stie\u00df auf Begeisterung. In kurzer Zeit hatten sich drei\u00dfig Sch\u00fcler, von denen einige aus anderen Klassen stammten, f\u00fcr den Sommerurlaub angemeldet, was die Kapazit\u00e4tsgrenze sprengte. Die zwei eifrigsten Besucher des Sch\u00fclertreffs Christoph Ziegler und Markus Ruf, ein Oberministrant aus der St. Nikolaus Kirche, meldeten sich ebenso an, wie ihre drei erwachsenen Vorbilder der Samstagtreffen.<\/p>\n<p>Die Reise f\u00fchrte mit dem Flugzeug nach London und weiter mit dem Zug nach Ramsgate. Der bibeltreue Pfingstpastor Aaron Spelton hatte sich alle M\u00fche gegeben, ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten. Neben dem t\u00e4glichen Unterricht in einem der Sprachinstitute wurden zahlreiche Ausfl\u00fcge organisiert. Die in der Grafschaft Kent gelegene alte Universit\u00e4tsstadt Canterbury, die Tunnelausstellung und das Schloss von Dover und ein Vergn\u00fcgungspark in Margate waren beliebte Ausflugziele.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem ersten Sonntagsgottesdienst versammelten sich die Gasteltern mit ihren Mitbewohnern zu einem Barbecue bei den Sportpl\u00e4tzen am Wembley Park. Die \u00fcberwiegend m\u00e4nnlichen Sch\u00fcler waren leidenschaftliche Fu\u00dfballspieler, wobei die M\u00e4dchen lieber mit ihrem Sportlehrer Bl\u00fcmchen Volleyball spielten. Jonathan wohnte bei einem Junggesellen namens Erwin Vilde, der das deutsch englische Fu\u00dfballspiel zwischen der Gemeindejugend und den Sprachsch\u00fclern organisiert hatte. Die Partie im Park Stadion gestaltete sich knapp und verbissen, doch am Ende hie\u00df es nach einigen umstrittenen Szenen 4 zu 2 f\u00fcr die Engl\u00e4nder. Bedauerlicherweise tr\u00fcbte der gr\u00e4tschende Verteidiger Vilde durch die abgewetzten Stahlstollen seiner Nike-Schuhe die gl\u00fcckliche Atmosph\u00e4re. Der durch seine aggressive Spielweise auffallende Erwin verschuldete an seinem Gegenspieler und Gast Jonathan bei einem Tackling eine tiefe Schnittwunde am Oberschenkel, was die Stimmung erheblich tr\u00fcbte. Der Deutsche Nationalst\u00fcrmer Fischer, der mit seinen Adidas-Fu\u00dfballschuhen ein Tor des Jahres per Fallr\u00fcckzieher erzielt hatte, musste von Aaron Spelton schnell ins Krankenhaus gefahren werden, um gen\u00e4ht zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am folgenden Montag bot sich f\u00fcr den l\u00e4dierten Jonathan neben den Sprachstudien die M\u00f6glichkeit, sich mit den anderen Urlaubern, am Nahe des F\u00e4hrhafens gelegenen kargen Badestrand zu erholen. Die angehimmelte Helen hatte am Nachmittag einen k\u00fchlere Luft spendenden Sonnenschirm mitgebracht und rieb ihm gen\u00fcsslich mit einer B\u00fcbchen-Sonnenmilch den R\u00fccken ein. Der eine dunkle Sonnenbrille tragende Patient erg\u00f6tzte sich sichtlich an den Schattierungen ihres perfekten Oberk\u00f6rpers. Jonathan begl\u00fcckte sich weiter an seiner Umgebung mit den zwei englischen Abh\u00e4ngen, bis er nicht mehr wagte sich umzudrehen. Der in seine Lutherbibel versunkene Bl\u00f6delbarde Otto schien etwas bemerkt zu haben, denn er fragte ihn unerwartet ironisch, ob sein behandelter Schenkel noch verh\u00e4rtet sei. Jonathan entgegnete, dass ein steifer Unterarm, den er sich in einem einw\u00f6chigen Spanischen Tenniscamp zugezogene hat, ihm mehr Probleme bereiten w\u00fcrde. Das Ambiente und Klima an der frischen Seeluft in Ramsgate w\u00e4ren \u00fcberhaupt viel heilsamer, als die staubigen Trainingszeiten mit seinen zwei Stammheimer Emmerholz-Clubfreunden auf Mallorca. Die bezaubernde Helen rettete die Lage, indem sie das Gespr\u00e4ch auf den von Theologen verworfenen himmlischen Zufallsgenerator lenkte. Sie schw\u00e4rmte vom Bibel-schlag-auf-Finger-zeig-drauf-Spiel, machte ihre Augen zu und deutete auf die Stelle: \u201eIch beschw\u00f6re euch, T\u00f6chter Jerusalems: Was wollt ihr wecken, was aufst\u00f6ren die Liebe, bevor es ihr gef\u00e4llt.\u201c Der am ganzen K\u00f6rper braun behaarte Otto fuhr fort, folgende altdeutsche Schrift zu verk\u00fcnden: \u201eSieh nicht an seine Gestalt noch an seine gro\u00dfe Person, ich habe ihn verworfen. Denn es geht nicht wie ein Mensch sieht: Ein Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr sieht aber das Herz an.\u201c \u201eMeint er etwa damit mich?&#8220;, arbeitete es in Jonathan, der seine modernere Senfkornbibel nahm und den Minivers: \u201eBesser offene R\u00fcge als verborgen gehaltene Liebe!\u201c, aufschlug. Die M\u00e4nner wollten aufh\u00f6ren, doch die Badenixe Helen konnte sich nicht beherrschen, denn schon bl\u00e4tterte sie im Neuen Testament, dem hinteren Teil der Bibel: \u201eSo sie aber sich nicht m\u00f6gen enthalten, so la\u00df sie freien. Es ist besser freien denn Brunst leiden.\u201c Lautes Gel\u00e4chter erschallte. Der ein Netz auswerfende Fischer nutzte den Moment aus und kam seinem Rivalen Bl\u00fcmchen zuvor. Schnell entflechtete er absichtlich das ber\u00fchmte dreizehnte Kapitel des ersten Korintherbriefs aus seinen vielen Registern und fl\u00fcsterte: \u201eDie Liebe ertr\u00e4gt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.\u201c Der besonnene Otto berief sich zum Abschluss auf folgendes Zitat: \u201eTrachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Abendessen hatte Jonathan ganz sch\u00f6n schwer zu kauen, was nicht nur an den z\u00e4hen, \u00fcberbrutzelten Schweine-Steaks seines heftig t\u00e4towierten Kochs Erwin lag. Hatte Gott tats\u00e4chlich durch das verr\u00fcckte Spiel gesprochen oder war alles nur Bl\u00f6ff? Warum musste er zum wiederholten Mal diese Reich Gottes Stelle gesagt bekommen? Das Wichtigste in seinem Leben war gewiss doch, dass er endlich eine Freundin bekommt. Na klar, den ersten Kurzvers musste er genau beherzigen, indem er seine Liebe gegen\u00fcber Helen in einem passenden Moment gesteht, sonst w\u00fcrden sie beide sicherlich vor Sehnsucht fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zerschmelzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten wolkenbedeckten Tag wurde anl\u00e4sslich eines Steilk\u00fcsten-Spaziergangs entlang von sieben viktorianischen Buchten das in Broadstairs gelegene Haus von Charles Dickens besucht. Es war im Keller zum Seer\u00e4uber-Museum umgebaut worden und bat viel Einblick in das Leben des Arbeiterkindes und Erfolgsautors von Oliver Twist und David Copperfield. Jonathan schmerzte die Wunde an seinem Bein. Er biss sich jedoch lieber die Z\u00e4hne zusammen, um an der Seite der schmucken Helen mitzuwandern. Am Liebsten h\u00e4tte er ihr gleich einen Freundschaftsring angesteckt. Bei der gro\u00dfen Gruppe ergab sich jedoch f\u00fcr den Verliebten noch nicht die g\u00fcnstige Konstellation f\u00fcr ein ungest\u00f6rtes Zuneigungsbekenntnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst erlebte Jonathan eine nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene Reich Gottes Erfahrung. Er meinte, dass der redende Herr der Sch\u00f6pfung ihn bei folgender Begebenheit selbst angesprochen hatte:<\/p>\n<p>Ein H\u00f6hepunkt der zweiw\u00f6chigen Reise war ein besonderer Jugendgottesdienst in der Mitte der Woche. Becky Spelton, die Pastorentochter leitete mit ihrer hohen Stimme eine Jugendband, in die sich Helen Richards eingeklingt hatte. Es wurden eine halbe Stunde lang englischsprachige Lieder vorgetragen, deren mit einem Overheadprojektor an eine Leinwand geworfenen Texte, von den Sch\u00fclern leicht mitgesungen werden konnten. Anschlie\u00dfend versuchte die siebzehnj\u00e4hrige Becky, das Wirken des Heiligen Geistes anhand vieler biblischen Beispiele zu erl\u00e4utern, was Jonathan interessiert am zweiten Mikrofon ins Deutsche \u00fcbersetzte. Am Ende wurden weiter Ges\u00e4nge angestimmt und Beckys Speltons Stimmb\u00e4nder und Zunge fingen an, in einer fremdartigen Sprache zu singen. Gino Padre, ein in Rom geborener Sch\u00fcler kam aufgeregt zu Jonathan gerannt und \u00fcbersetzte ihm folgende S\u00e4tze, die sich bei der S\u00e4ngerin im Wechselspiel auf italienisch wiederholten: \u201eMeine lieben Kinder, reinigt euch, denn bald werde ich gro\u00dfe Wunder an euch tun. Ich werde meinen Geist \u00fcber euch ausgie\u00dfen und ihr werdet weissagen und Tr\u00e4ume bekommen. F\u00fcrchtet euch nicht, denn so wie das Wasser die Meere bedeckt, wird meine Herrlichkeit \u00fcberaus schwer \u00fcber euch sein.\u201c Jonathan fragte Aaron, ob seine Tochter Italienisch spricht, was dieser verneinte. Die gesungenen S\u00e4tze wurden von Gino und Jonathan Wort f\u00fcr Wort an den Gastpastor Spelton weitergegeben. Aaron notierte jede Einzelheit und meinte, dass Gott etwas ganz besonderes mit der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft vor hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen reisten die Stuttgarter Touristen mit dem Zug nach London, um eine Besichtigungstour durchzuf\u00fchren. Die Sch\u00fcler genossen den Blick vom Oberdeck eines der zahlreichen Doppelstockbusse auf die vielen Sehensw\u00fcrdigkeiten. Jonathan besa\u00df in seiner Nebensitzerin Helen die kompetenteste und charmanteste Fremdenf\u00fchrerin. Sie kutschierten an der Tower Bridge und dem Westminster Palast vorbei und h\u00f6rten dazu die Glocken von Big Ben l\u00e4uten. Es gab zahlreiche interessante Pl\u00e4tze zu sehen, wie den Parliament Square und den Trafalgar Square bis sie den bekanntesten Ort, den Buckingham Palace passierten. Sie hatten das Riesengl\u00fcck, einen Festtag zu erleben, an dem sich die Herrscherin Queen Elizabeth II. in einem wei\u00dfen Rolls Royce Phantom feiern lie\u00df. Zahlreiche Fotos, auf denen das k\u00f6nigliche Staatsoberhaupt gut gelaunt den Menschen zuwinkte, wurden von den erfreuten Sch\u00fclern geschossen. Vor dem chinesischen Mittagessen besuchte ein vornehmlich weiblicher Teil der Gruppe Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, w\u00e4hrend die M\u00e4nner sich mehr f\u00fcr das London Transport Museum interessierten.<\/p>\n<p>Eine freie Nachmittagszeit wurde von Bl\u00fcmchen eingeplant, bevor die Teilnehmer zu ihrem f\u00fcnf Uhr Zug an die Victoria-Station zur\u00fcckkehren sollten. Otto erkl\u00e4rte, dass er gro\u00dfes Vertrauen in die Sch\u00fcler legt, wenn sie unbeaufsichtigt durch Londons Stra\u00dfen gehen, und er erwartete, dass sich jeder p\u00fcnktlich auf den R\u00fcckweg begibt. Helen n\u00fctzte das Angebot, um eine Weile mit Jonathan alleine verbringen zu k\u00f6nnen und lud ihn ein, ihre Heimatkirche in Kensington Temple zu besichtigen und einen christlichen Buchladen im Untergeschoss zu besuchen. Helen wollte Freicoupons von Kingsway Music f\u00fcr eine \u201eChampion of the World\u201c CD von ihrem Onkel Noel Richards einl\u00f6sen, und Jonathan interessierte sich f\u00fcr ein Buch mit dem Titel \u201eBibellesen mit Vision\u201c von Rick Prince. Der zuf\u00e4llig ebenfalls shoppende Hauptpastor Colin Dye begr\u00fc\u00dfte die zwei freundlich. Als er h\u00f6rte, dass Jonathan von Stuttgart kommt, empfahl er ihm, die Autobiografie \u201eIn des T\u00f6pfers Hand\u201c von Paula Gassner zu lesen. Die schw\u00e4bische Gr\u00fcnderin der BGG Biblischen Glaubens Gemeinde hatte anscheinend in den drei\u00dfiger Jahren eine Zeit in London verbracht und als Missionarin im Hyde Park gewirkt.<\/p>\n<p>Das brachte Helen auf die Idee, Jonathan in ein Cafe des gro\u00dfen Parks der Landeshauptstadt einzuladen. Das Ausflugsziel hatte eine Freiterrasse mit romantischer Aussicht auf einen k\u00fcnstlich angelegten See, in dem ein turtelndes Schwanenp\u00e4rchen seine Runden schwamm. Jonathans Blick blieb an Helens rosa Bluse haften, deren tiefer Ausschnitt seine Uroma von oben betrachtet als zu gewagt ansehen w\u00fcrde. Er lenkte die Perspektive auf ein christliches Buch von Derek Warren, das von einem Leben mit Vision handelte und beide gelesen hatten. Ihm fiel eine Stelle ein, in der der Autor davon berichtete, jahrelang an der Speakers Corner in London gepredigt zu haben. Helen wusste, dass dieser Platz sich ganz in der N\u00e4he befand. Sie riefen den Kellner, bezahlten und spazierten in Richtung des nord\u00f6stlichen Endes des k\u00f6niglichen Parks. Die Unterhaltung \u00fcber den New York Times Bestseller wiederholte sich sehr harmonisch, denn sie stellten fest, dass sie in allen Lebensfragen \u00fcbereinstimmten. Jonathan schaute seiner flotten Gespr\u00e4chspartnerin in die hellgr\u00fcnen Augen, nahm sein Herz in die Hand und fragte, ob sie seine Freundin werden m\u00f6chte. Helen gestand ihm, dass sie sich am Ende der Albanienreise in ihn verliebt hatte, und sie ihn deshalb auch in England dabei haben wollte. Das junge Gl\u00fcck fasste sich zufrieden an den H\u00e4nden, so dass ihrem eintr\u00e4chtigen Schicksal nichts mehr im Wege zu stehen schien. Die zwei z\u00e4rtlich Verbundenen nahten sich der Stelle, an der jeder, der die K\u00f6nigsfamilie nicht in den Schmutz zog, eine Rede halten durfte. Als sie Christoph und Markus unter den Zuh\u00f6rern entdeckten, lie\u00dfen sie ihre H\u00e4nde schnell wieder los. Die Sch\u00fcler, die beide einmal Theologie studieren wollten, lauschten, ob jemand vom christlichen Glauben redete. Es hatten sich zwei Menschenansammlungen gebildet, bei denen tats\u00e4chlich \u00fcber andere Weltreligionen gesprochen wurde. Die sich gefundene vierk\u00f6pfige Heilsarmee beschloss ein paar englische Worship Songs zu singen, die Helen anstimmte. Wenige Leute blieben stehen und h\u00f6rten zu. Diese waren wahrscheinlich Christen, dachte sich Jonathan und nahm seinen ganzen Mut zusammen. Er begann zu erz\u00e4hlen wie Gott sein Leben ver\u00e4ndert hat und welche \u00fcbernat\u00fcrlichen Abenteuer er erleben durfte. Er versprach den Zuh\u00f6rern, dass diese Gott pers\u00f6nlich erfahren k\u00f6nnen. Dieser beherzte Auftritt imponierte Helen viel mehr, als seine Schachk\u00fcnste. Ein hinzugekommener obdachloser Alkoholiker \u00fcbergab im Gebet sein Leben an Jesus und fing an, heftig zu weinen. Die neuen Freunde h\u00e4tten ihn gerne weiter betreut, doch die Zeit begann knapp zu werden. Nachdem sie ihm an einem Stand etwas zu essen gekauft hatten, begaben sie sich in die Marble Arch Station und betraten die einfahrende Untergrundbahn. Es war ihnen \u00e4u\u00dferst peinlich, als sie nach einmaligem Umsteigen erst f\u00fcnf nach f\u00fcnf bei Otto und dem anderen Teil der Sch\u00fcler am Zentralbahnhof ankamen. Denn sie waren daf\u00fcr verantwortlich, dass alle eine Stunde auf den n\u00e4chsten Zug warten mussten. \u201eMein lieber Schwan!\u201c, meinte Otto Bl\u00fcmchen und die unangenehm ber\u00fchrte Helen Richards sch\u00e4mte sich mit Jonathan Fischer um die Wette, da sie wussten, dass ein Leiter immer mit gutem Beispiel voran geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Abend traf sich das frisch verliebte P\u00e4rchen gemeinsam mit Otto im Ramsgater Honeysuckle Inn Pub, um ein von Bl\u00fcmchen empfohlenes dunkles Guinness Extra Stout Bier zu probieren, dessen starker bitterer Geschmack dem \u201eSweet Couple\u201c nicht behagte. Sie erz\u00e4hltem dem Alkohol-Verf\u00fchrer, dass sie sich enger befreundet hatten und erkl\u00e4rten ausf\u00fchrlich den Grund Ihrer Versp\u00e4tung. Der fesche und adrette Otto, der insgeheim auch ein Auge auf Helen geworfen hatte, gab Ihnen den Ratschlag, mit dem Austausch von Z\u00e4rtlichkeiten nicht zu schnell zu weit zu gehen, da ein zu enger k\u00f6rperlicher Kontakt bei Trennungen gro\u00dfe Schmerzen verursacht. Er zitierte aus dem Buch \u201eGott stiftet Ehen\u201c von Derek Warren, dass Gott die von ihm bestimmten Gl\u00e4ubigen zusammenf\u00fchrt und als Paar besonders segnet, wenn sie jungfr\u00e4ulich in die Hochzeitsnacht eingingen. Helen fand es lustig, dass ausgerechnet dieser Autor zitiert wurde und empfand dies als Best\u00e4tigung, dass Jonathan der richtige Mann f\u00fcr sie sei. Was sie noch nicht wissen konnte war, dass in der Tat ein Jahr sp\u00e4ter die Hochzeitsglocken f\u00fcr sie in Ramsgate l\u00e4uten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiterer Sonntagsgottesdienst mit herrlichem Gesang ereignete sich, an dessen Ende Deborah Beesweet, die Gastmutter von Markus Ruf, einen Eindruck den der Heilige Geist ihr gegeben haben soll, weiter gab. Sie behauptete es g\u00e4be einen Dieb in der Gemeinde, der wie der Jesus-J\u00fcnger Judas heimlich Geld aus der Kasse nimmt und f\u00fcr sich selbst abzweigt. Sie erinnerte an eine weltweit bekannte Vision eines nigerianischen Endzeit-Propheten namens Daniel, der gesehen haben will, dass verstorbene Angestellte von Kirchen und Werken in der H\u00f6lle qualvolle Schmerzen erleiden, weil sie nicht Menschen, sondern Gott selbst bestohlen haben. Jetzt w\u00e4re das reinigende Zeitalter in der Gemeinde des K\u00f6nigs angebrochen. Der alles verzehrende Eifer Jesu um sein Haus, den Tempel Gottes, der die Gl\u00e4ubigen selbst sind, w\u00fcrde bald wie ein Feuer ausbrechen. Deshalb sollte der Misset\u00e4ter besser heute als morgen umkehren, ehe es wie bei Judas zu sp\u00e4t ist. Aaron Spelton best\u00e4tigte sie, indem er mitteilte, dass ein Einbrecher in der vergangenen Nacht eine Geldkassette entwendet hatte. Falls dieser Langfinger unter den Anwesenden sei, solle er das Geld zur\u00fcckgeben und alles w\u00fcrde gut werden, weil Christen einander vergeben und die Gnade \u00fcber das Gericht triumphiert.<\/p>\n<p>Helen Richards begann vor den schockierten Zuh\u00f6rern mit ihrer leidenschaftlichen Stimme das Solo \u201eRefiner\u00b4s Fire, Come To The Mercy Seat\u201c von Charity Hill vorzutragen und Erwin Vilde, der in der Gemeinde des K\u00f6nigs Ordner war, reichte den Opferkorb durch die Reihen. Am Nachmittag traf sich Jonathan und ein Gro\u00dfteil der m\u00e4nnlichen Sch\u00fcler in Deborahs Haus in der Pensacola Street, um im Fernsehen ein Formel-1-Rennen zu verfolgen. Danach schauten sie den Videofilm das Kreuz und die Messerhelden an, dessen zwei Kontrahenten sie noch mehr als Damon Hill und Michael Schumacher beeindruckten. Die wahre Begebenheit um den drogenabh\u00e4ngigen Gangleader Nicky Cruz und den New Yorker Pastor David Wilkerson zog sie in den Bann. Beesweet hatte die Idee eines gemeinschaftlichen Gebets, in dem die Sch\u00fcler ihr Leben Gott weihten und um Bewahrung vor sch\u00e4dlichen S\u00fcchten baten. Ein weiterer harmonischer Tag neigte sich dem Ende zu.<\/p>\n<p>Jonathan wurde von Erwin in dessen Wohnung zu einem feinen Ceylon Black Tea eingeladen. Vilde, der einen Schuss Pusser\u00b4s Rum in seinen Pot kippte, erkl\u00e4rte provozierend, dass die Engl\u00e4nder die feinen Spitzen des in Sri Lanka wachsenden Pflanzenblattes importieren und die deutschen Banausen nicht merken, dass sie die minderwertigen St\u00e4ngel in ihren Teebeuteln zusammen gemahlen bekommen. Jonathan fiel w\u00e4hrend des weiteren Gespr\u00e4chsverlaufs auf, dass der ehemalige Skinhead Erwin eine starke Alkoholfahne hatte und innerlich verletzt war, weil seine Gro\u00dfeltern bei einem deutschen Fliegerangriff ums Leben gekommen waren.<\/p>\n<p>Er legte sich ins Bett, wobei ihm viele Gedanken durch den Kopf gingen. Er begann, den Tagesablauf nochmals vor sich abzuspielen und bekam warme Gef\u00fchle, als er sich an den Liedvortrag von Helen erinnerte. Es war schade, dass er sie an diesem Tag nicht so lange sehen konnte. Die weibliche Clique zog es vor, gemeinsam mit dem in Emden geborenen Ostfriesen Otto eine Fahrt auf einem Schiffskutter zu unternehmen. Trotz der kuscheligen Nickerchen-Hilfe in Form eines Ottifanten, konnte Fischer einfach nicht einschlafen, weil er immer wieder an die seltsame Prophetie von Deborah Beesweet erinnert wurde. K\u00f6nnte es tats\u00e4chlich einen Gauner in der K\u00f6nigsgemeinde geben? In dem Moment h\u00f6rte er wie Erwin die Wohnung verlie\u00df. Dies war ungew\u00f6hnlich, denn es war ein Uhr morgens. Jonathan entschloss sich ebenfalls einen Spaziergang zu machen und schlenderte in Richtung der Gemeinde. Das Gottesdiensthaus befand sich im Zentrum von Ramsgate, da es ein umgebautes Kino war. Der in Gedanken versunkene Nachtwandler wunderte sich, weil er noch Licht im Geb\u00e4ude brennen sah, das gerade ausgel\u00f6scht wurde. Er staunte nicht schlecht als er sah, wie ein Glatzkopf die gro\u00dfe T\u00fcr des Eingangsbereichs verschloss. Er folgte ihm unauff\u00e4llig und beobachtete, wie dieser einen Gegenstand aus seiner Tasche nahm, an sein Gesicht f\u00fchrte und in ein Geb\u00fcsch schmiss. Das wollte er genauer untersuchen. Der Tatort-Kommissar entdeckte eine leere Sangriaflasche. Die Sache fing an, ihm spanisch vorzukommen. Zu Hause angekommen \u00fcberraschte er den Satansbraten Vilde im Speisezimmer, als dieser gerade einen Haufen Pfundscheine auf dem Esstisch ausbreitete. Sie schauten sich beide eine lange Zeit schockiert in die Augen, bis Erwin zusammenbrach und bitterlich weinte. Pastor Aaron wurde telefonisch hinzugerufen und ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch ergab sich. Erwin Vilde erstattete alles gestohlene Geld zur\u00fcck und konnte schon am n\u00e4chsten Tag eine Entgiftung anfangen. Der Name der christlichen Therapieeinrichtung, die ihn sofort aufnahm, lautete sinnigerweise \u00fcbersetzt \u201eWeg zur Freiheit\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das aufregendste pers\u00f6nliche Erlebnis f\u00fcr Jonathan war nicht diese sich weltweit verbreitende, Ehrfurcht erregende S\u00fcnden\u00fcberf\u00fchrungsgeschichte, sondern der zweite Jugendgottesdienst. Es begann wieder mit einer Zeit der intensiven Anbetung vor dem Thronsaal Gottes, die im Englischen Worship genannt wird. Das deutsche Kollektiv ahmte die britischen Jugendlichen nach, indem sie ihre H\u00e4nde beim Singen des Songs \u201eReinige mein Herz\u201c von Brian Doerkson nach oben streckten. Jonathan Fischer und Markus Ruf, die nebeneinander standen, taten es ihnen gleich und sangen mit Leibeskr\u00e4ften. Ein ruhigeres, eher meditatives Lied startete, bei dem Jonathan anfing, alles um sich herum zu vergessen. Er war nicht nur in Helen verliebt, denn er wiederholte laufend ihn seinem Herzen: \u201eIch bin verliebt in Dich Heiliger Geist. I\u00b4m in love, sweet Holy Spirit I\u00b4m in love.\u201c Eine unsichtbare Kraft kam auf Jonathan, die er nie zuvor erlebt hatte. Das Gef\u00fchl der unbegreiflichen Schwere \u00fcberschattete seinen K\u00f6rper. Er fiel nach vorne um. Dasselbe ereignete sich mit seinem Nachbarn Markus. Otto Bl\u00fcmchen eilte sofort hinzu, da er beobachtete wie beide wie vom Blitz getroffen umst\u00fcrzten. Deshalb machte er sich gro\u00dfe Sorgen. Als er die l\u00e4chelnden verkl\u00e4rten Gesichter der zwei J\u00fcnglinge sah, verschwanden seine \u00c4ngste. Der Reiligionsp\u00e4dagoge wusste aus Jahrhunderten der Kirchengeschichte, dass solche Ekstasen bei Menschen vorkommen konnten. Die anderen Jugendgottesdienstbesucher wurden ebenfalls innerlich ber\u00fchrt. Sie gingen auf ihre Knie und heulten und schluchzten eine viertel Stunde lang. Danach fingen sie spontan an zu lachen. Die Normalit\u00e4t kehrte zur\u00fcck. Jonathan und Markus waren wieder zu sich gekommen und standen auf. Jonathan sp\u00fcrte in seinem Herzen, dass er nicht sofort sagen soll, was mit ihm geschehen war und auch Markus war viel zu \u00fcberw\u00e4ltigt, als dass er nur ein Ton aus sich heraus brachte. Becky, die Keyboardspielerin behauptete ein Licht, wie von einem Himmelsscheinwerfer auf den Verz\u00fcckten gesehen zu haben. Ihr Vater Aaron erkl\u00e4rte, der hei\u00dfe Punkt und Stein des Ansto\u00dfes im Hause Gottes auf dem die Verkl\u00e4rten eingeschlafen sind, h\u00e4tte sich f\u00fcr eine Zeit zu einem heiligen Ort verwandelt, an dem er Engel auf und nieder steigen sah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonathan Fischer und Markus Ruf schliefen so gl\u00fccklich wie noch nie in ihrem gemeinsamen Zimmer ein. Aufgrund des Vorfalls mit dem gel\u00e4uterten Teufel Erwin war Jonathan in Deborah Beesweets Haus umgezogen. In der Nacht tr\u00e4umten die beiden Katholiken die selben Dinge, die sie zuvor w\u00e4hrend ihrer Seelenerleuchtung gesehen hatten. Ruf war am n\u00e4chsten Morgen sehr verwundert und erz\u00e4hlte Fischer folgendes Gesicht: \u201eIch war in einer Stadt, die von gro\u00dfen Mauern umgeben war, weil sich die Menschen, die sich darin befanden vor etwas f\u00fcrchteten. Ich stieg auf den Wehrgang der Mauer und sah einen riesigen Zyklopen. Er hatte ein einzelnes dreieckiges Auge auf seinem Kopf und versetzte die Bewohner durch seine Drohungen in gro\u00dfen Schrecken. Ich wurde erz\u00fcrnt und beschloss, diesem Giganten vor dem Stadttor entgegenzutreten. Die bedr\u00fcckten Stadtbewohner wollten mich nicht vor das Tor lassen, bis ich von oben herab einen schwarzen Talar angezogen bekam und pl\u00f6tzlich wie Martin Luther aussah. Vor dem Stadttor ver\u00e4nderte sich mein Erscheinungsbild wiederum und zwar in das eines rothaarig gelockten Hirtenjungen. Als ich mich selbst sah, wie ich einen von f\u00fcnf spitzen Steinen in eine Schleuder steckte, wusste ich, dass ich die Gestalt von K\u00f6nig David angenommen hatte. Der schwer bewaffnete Riese kam mit seinem \u00fcberdimensionalen Schwert auf mich zu und wollte mich erschlagen. Wie in der spannende Goliathsgeschichte traf ihn der von mir geschleuderte Stein an der Stirn. Nur, dass in diesem Fall die Mitte des riesigen Dreiecksauge getroffen wurde. Durch eine starke Explosion wurde das anvisierte Ziel in tausend Teile zersprengt. Der Riese klatschte nach vorne um, so dass auf dem R\u00fcckenteil seiner mit einem f\u00fcnfzackigen Stern gravierten R\u00fcstung ein Wort ersichtlich wurde. Kontrolle stand so gro\u00df geschrieben darauf, dass die belagerten Bewohner es trotz einiger Entfernung gut lesen konnten. Die Tore der Stadt \u00f6ffneten sich, die Bev\u00f6lkerung kam heraus und ein gro\u00dfes Freudenfest wurde gefeiert.\u201c Jonathan hatte einen \u00e4hnlichen Traum und fing an zu erz\u00e4hlen: \u201eIch befand mich ebenfalls in einer ver\u00e4ngstigten Stadt, deren H\u00e4user bestanden jedoch aus Kirchengeb\u00e4uden, was mich sehr verwunderte. Die Stadt hatte zum Schutz eine Mauer mit drei Toren. Vor den Toren befanden sich ebenfalls Giganten. Der erste Riese hatte das Aussehen eines Zauberers mit einer Kugel in der Hand, der zweite sah wie eine Hexe auf einem Besen aus und der dritte wie ein gr\u00e4ssliches blutverschmiertes Monster. Auch ich wollte nach drau\u00dfen, um mit den Feinden zu k\u00e4mpfen. Es wurde eine gro\u00dfe Versammlung mit tausenden von Menschen einberufen, bei der ich sprechen sollte. Mein Aussehen wurde in das von Martin Luther King ver\u00e4ndert, und ich berichtete von einem gro\u00dfen Traum, den ich hatte. In diesem Moment ver\u00e4nderten sich die vielen kleinen Kirchen zu einer gro\u00dfen Kirche mit riesigem Glockenturm, auf dessen Dach sich eine Plattform befand. Die Glocken fingen an laut zu l\u00e4uten und ein gro\u00dfes Kampfgeschrei ert\u00f6nte. Es wurden drei Gruppen gebildet, die gleichzeitig aus den Stadttoren heraus st\u00fcrmten. Ich befand mich auf der Aussichtsplattform des Turmes und beobachtete von oben, wie die drei Riesen umgest\u00fcrzt wurden. Sie verloren auf einen Schlag ihr Leben und fielen um wie Pappkameraden. Auf der R\u00fcckseite des Zauberers stand gro\u00df Manipulation, auf der R\u00fcckseite der Hexe war Herrschsucht zu lesen und das h\u00e4ssliche Monster hatte den Namen Eifersucht. Die Pappkameraden wurden angez\u00fcndet und brannten lichterloh bis nur noch Asche \u00fcbrig blieb. Ein nie dagewesenes Befreiungsfest wurde gefeiert, bei dem sich die Menschen unentwegt auf die Wangen k\u00fcssten und umarmten.\u201c Jonathan erkannte, dass es kein Zufall war, dass er und Markus fast den selben Traum hatten. Er hatte den Eindruck, dass beide einmal in m\u00e4chtiger Weise von Gott gebraucht w\u00fcrden, aber es wichtig sei Demut zu bewahren. Markus empfand den gleichen Ruf und legte die Stelle mit dem Talar so aus, dass er erst einmal in T\u00fcbingen katholische Theologie studieren sollte. Beide vereinbarten Stillschweigen \u00fcber ihre Tr\u00e4ume.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcler trafen sich wie fast jeden Morgen vor dem Sprachinstitut und hatten nur noch ein Thema, n\u00e4mlich die Vorf\u00e4lle des Jugendgottesdienstes. Otto wurde immer wieder gefragt, wie so etwas passieren konnte und hatte seine Probleme, dies zu erl\u00e4utern. Aaron bekam die Idee, sich am Nachmittag wiederum in der Kirche mit den samtbezogenen Klappst\u00fchlen zu treffen. Diesmal wurde Spelton von Bl\u00fcmchen \u00fcbersetzt, indem er begann \u00fcber Themen eines Lebensseminars zu referieren. Der Glaubenshirte hatte den Alpha-Kurs von Nicky Gumble schon \u00f6fters f\u00fcr neu hinzugekommene Besucher seiner Kirche als Life-Seminar abgehalten, damit diese ein Leben in der F\u00fclle entdecken. Die Sch\u00fcler fanden diese Art von Religionsunterricht so gut, dass sie an den n\u00e4chsten zwei Nachmittagen noch mehr spannende Neuigkeiten erfahren wollten. Die Erwachsenen freuten sich \u00fcber die jugendlichen Wissbegierden, denn es war bestes Badewetter und nicht normal nochmals nachmittags zu pauken. Aaron erkl\u00e4rte die wichtige Prophetie aus der Jesaja-Schriftrolle, die ein J\u00fcnger namens Philippus dem reichen Finanzminister aus \u00c4thiopien auslegte. Es ging um die Hinwendung zu Gott und die Erwachsenentaufe. S\u00e4mtliche Sch\u00fcler wiederholten ein \u00dcbergabegebet an Jesus und bekamen den Wunsch, sich ebenfalls untertauchen zu lassen. Spelton war \u00fcbergl\u00fccklich vor Freude und bei Bl\u00fcmchen fiel die Kinnlade herunter, denn die ganze Zusammenkunft bewegte sich ohne viel zu \u00fcberlegen zum Strand. Helen, deren verstorbener Vater Charles Haddon ein Baptistenpastor und Schriftsteller war, stimmte bei dem nun stattfindenden Freiluftgottesdienst mit der Gitarre ein Lied nach dem anderen an. Der einen langen R\u00fcssel ziehenden Bl\u00fcmchen konnte trotz lautem T\u00f6r\u00f6\u00f6 nicht verhindern, dass gleichzeitig ein Sch\u00fcler nach dem anderen von Aaron mit seinen H\u00e4nden am Oberk\u00f6rper angefasst und mit segnenden Worten seitlich kurz untergetaucht wurde. Diese Versammlung konnte vor den Ohren und Augen der Welt und in Neustadt Ramsgate nicht verborgen bleiben. Eine mit ihrem Motorroller vorbeieilende, die Sonne und das k\u00fchlende Wasser genie\u00dfende Strandbesucherin, war die rasende Reporterin Karla, die die Begebenheit f\u00fcr ihre Zeitungskolumne ausnutzte. Die Furcht von Bl\u00fcmchen vergr\u00f6\u00dferte sich, als er sah, wie sie begann von der Badefeier, mit ihrer elefant\u00f6sen Kamera Bilder zu schie\u00dfen bis der Benjamin einer t\u00fcrkischen Familie als letztes an die Reihe kam. Bl\u00fcmchen, der im Wahn schon wei\u00dfe M\u00e4use sah, \u00e4ngstigte sich vor Problemen und lie\u00df sich von den m\u00fcndigen Sch\u00fclern geloben, dass diese ihren Eltern nichts von der seit Jahrhunderten umstrittenen Erwachsenentaufe bzw. Wiedertaufe verrieten. Der Zeitpunkt der Abreise f\u00fcr diesen sch\u00f6nen Urlaub war viel zu schnell gekommen. Jonathan w\u00e4re gerne l\u00e4nger geblieben, doch andererseits freute er sich, da er jetzt mehr Gemeinschaft mit Helen verbringen k\u00f6nnte. Beim R\u00fcckflug nach Stuttgart streichelte er Helen wieder an den H\u00e4nden. Sie waren das gl\u00fccklichste P\u00e4rchen, das man sich vorstellen konnte und sorgten durch ihre Turteleien f\u00fcr reichlich Gespr\u00e4chsstoff bei den wenig Heimweh versp\u00fcrenden Jugendlichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am ersten Arbeitstag in seiner Volksbank in Denkenstadt erfuhr Jonathan von einer interessanten Angelegenheit. Eine von ihm betreute \u00e4ltere Kundin suchte eine nettes pflegeleichtes M\u00e4dchen als Nachmieterin f\u00fcr eine nahe am historischen Bankgeb\u00e4ude befindliche Wohnung. Jonathan musste t\u00e4glich viele Kilometer ins Gesch\u00e4ft fahren und spielte sowieso mit dem Gedanken, das Elternhaus zu verlassen. Der freundliche Kundenberater fragte die Witwe Hilde, ob sie sich auch vorstellen konnte ein vertrauensw\u00fcrdiges junges Gl\u00fcck bei sich aufzunehmen, denn er h\u00e4tte vor sich zu verloben. Diese Idee gefiel der f\u00fcrsorgenden Anstandsdame unter der Voraussetzung, dass die gemeinsame Vereinigung erst nach dem Ehebund vollzogen wird. Die sogleich in der Schlo\u00dfstra\u00dfe 21 inspizierte Dreizimmerwohnung sagte Jonathan sehr zu. Er konnte sich keinen sch\u00f6neren Ort, als die sich in einer Spielzone befindlichen Sackgasse vorstellen. Jonathans Eltern waren zun\u00e4chst \u00fcber die abrupten Auszugspl\u00e4ne \u00fcberrascht, aber sie unterst\u00fctzten ihn gerne und steuerten eine sch\u00f6ne Summe zur Wohnungseinrichtung bei. Auch Jonathans Bruder Thomas half ihm mit Leibeskr\u00e4ften. Der handwerklich Begabte verlegte einen neuen Parkettboden und leitete das Tapezieren und Streichen an. Jonathan liebte die Familie seines Bruders, der drei s\u00fc\u00dfe T\u00f6chter, deren Taufpate er war, hatte. In diesem Punkt wollte er seinem famili\u00e4ren Vorbild gerade nacheifern, denn er w\u00fcnschte sich selbst mehrere Kinder. Jonathan erfreute den ortsans\u00e4ssigen top Baumarkt mit seinen umsatzstarken Besuchen. Er konnte nicht schon wieder Urlaub nehmen und arbeitete t\u00e4glich bis in die Nacht. In dieser Situation kam ein Hilferuf von Otto, der sich dringend mit Jonathan und Helen treffen wollte. Otto erz\u00e4hlte ihm von dem gro\u00dfen Druck, den er von seinem Schulleiter im Gymnasium bekommen hatte und von schlimmsten Attacken einiger Eltern. Es w\u00e4re sogar eine Schulversammlung wegen der Englandreise einberufen worden. Was war geschehen? Becky, die Pastorentochter schloss mit einer Sch\u00fclerin namens Denise enge Freundschaft. Die zwei waren in der Ferienzeit schier unzertrennlich. Als Abschiedsgeschenk gab Becky ihrer Freundin einen in Zeitungspapier gewickelten siebenarmigen Leuchter mit. Die Mutter von Denise freute sich zun\u00e4chst ebenso \u00fcber das Geschenk und half ihr beim Auspacken. Sie besa\u00df einen Esoterikladen, in dem sie selbst Kerzenleuchter und Steine, die leuchteten, verkaufte. Ungl\u00fccklicherweise hatte Becky ausgerechnet das Provinzblatt, das von dem Taufgottesdienst berichtete, verwendet. Dieser Artikel stie\u00df Isebel, der allein erziehungsberechtigten Mama sofort in die Augen. Sie begann innerlich zu kochen und ging auf die Barrikaden. Eine moslemisch gepr\u00e4gte Familie wurde sofort telefonisch informiert und der Elternaufstand nahm verst\u00e4ndlicherweise seinen Lauf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonathan versprach, sich mit seinen Leidensgenossen am n\u00e4chsten Abend in einer am K\u00f6nigsbau befindlichen Eisdiele zu treffen. Er dachte sich, die Angelegenheit w\u00fcrde sich wieder abk\u00fchlen, da die Zeit bekanntlich viele Wunden heilt. Der Umzugs- und Renovierungsstress von Jonathan wurde immer gr\u00f6\u00dfer, denn er wusste bei den vielen Arbeiten und Pl\u00e4nen nicht mehr wo ihm der Kopf stand. Er informierte Helen und bat sie, mit dem gutgesinnten Bl\u00fcmchen alleine in das M\u00f6venpick Restaurant zu marschieren und ihn zu entschuldigen. Jonathan hatte sich kr\u00e4ftig get\u00e4uscht. Der Aufruhr schlug so hohe Wellen, dass sogar die Boulevardbl\u00e4tter mit Bildern von der Ramsgate-Taufe berichteten. \u201eEnglische Kreuzritter am Erwin-Teufel-Gymnasium: Religionsp\u00e4dagogen werden zu Wiedert\u00e4ufern und f\u00fchren Zwangsbekehrungen bei moslemischen Sch\u00fclern durch\u201c, war unter anderem zu lesen. Um weiteren Angriffen aus dem Weg zu gehen, lie\u00df sich der Beamte Otto Bl\u00fcmchen beurlauben und bewarb sich f\u00fcr andere Stellen. Eine k\u00fcrzlich erbaute \u201eFreie Evangelische Schule\u201c in G\u00f6ttingen stellte sich rasch als neuer Arbeitgeber f\u00fcr den gepflegten Gymnasiallehrer zur Verf\u00fcgung. Das viel geliebte Samstagstreffen l\u00f6ste sich auf, was Jonathan betr\u00fcbte. Ferner w\u00fcrde er von seinem Freund und Mentor nicht mehr so stark profitieren, da dieser ebenfalls umziehen musste und zu weit weg wohnte. Aber daf\u00fcr hatte er ja noch Helen. Der Einzug ins traute Heim war vollzogen und Jonathan versp\u00fcrte Gl\u00fccksgef\u00fchle in seinen eigenen vier W\u00e4nden. Er war schon dabei mit Helen, die erst sp\u00e4ter hinzukommen wollte, Hochzeitspl\u00e4ne zu schmieden. Das futuristische Ehepaar besichtigte auf einer zu Jonathans Eltern f\u00fchrenden Fahrradtour einen malerischen Amor-Tempel, durchquerte an einem idyllischen Lustschloss vorbei das paradiesische K\u00f6rschtal, bis sie an einer herrlichen Baumallee angekommen waren. Dort stellten sie sich gemeinsam vor, mit einem k\u00f6niglichen Pferdegespann durch die majest\u00e4tische Promenade hinauf ins Schloss Hohenheim vor der im Innenhof wartenden Festversammlung einzukutschieren.<\/p>\n<p>Bekanntlich sind die Gedanken frei und Tr\u00e4ume lassen sich nicht verbieten. So passte zu ihrer Illusion, dass Helen die Ausbildung zur Englisch- und Geschichtslehrerin an der p\u00e4dagogischen Hochschule in Ludwigsburg gerade erfolgreich beendet hatte und schnell ihren Traumjob antreten konnte. Jonathan wusste allerdings nicht, ob er sich freuen oder besser weinen sollte, als die intelligente Helen ausgerechnet in der f\u00fcr sie idealen christlichen Einrichtung in G\u00f6ttingen eine Anstellung fand. Durch die r\u00e4umliche Trennung konnten sie sich leider nicht mehr so oft sehen. Bei den sonst stundenlang gef\u00fchrten Telefonaten gingen immer mehr die Gespr\u00e4chsthemen aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Nikolaustag, dem 6. Dezember, freute sich Jonathan \u00fcber ein \u00fcberraschendes Geschenk. Die liebenswerte Helen hatte kurzfristig \u00fcbers Handy angek\u00fcndigt vorbei zu kommen. Als besonderes Mitbringsel kam der hinrei\u00dfende Otto mit der von allen Seiten umworbenen Meerjungfrau angestiefelt. Was f\u00fcr eine Freude es war, das Herzblatt wieder zu treffen. Als sie zusammen in Jonathans Wohnzimmer einen Kr\u00e4utertee schl\u00fcrften, r\u00fcckte der geliebte Bl\u00fcmchen mit einer umwerfenden Tatsache heraus. Es t\u00e4te ihm selbst unheimlich weh, weil er niemanden verletzen m\u00f6chte, aber er und Helen w\u00fcrden trotz zw\u00f6lf Jahre Altersunterschied sehr gut zusammenpassen, h\u00e4tten sich leidenschaftlich ineinander verliebt und k\u00f6nnten mit einer segnenden Zustimmung des Glaubensbruders schon an Heilig Abend mit gutem Gewissen ihre Verlobung feiern. Was f\u00fcr ein Bescherung, philosophierte das Christkind. Jonathans Augen wurden immer gr\u00f6\u00dfer und er f\u00fchlte sich so, als ob er gerade recht rup-pig mit der Rute einen Schlag auf den Popo oder einen tier-isch renn-enden Schneeball vom Nordpol in seinen Sack abbekommen hatte. Er weinte. Helen legte ihre Hand tr\u00f6stend um seine Schulter. Hatte er nicht selbst gesagt, dass die Liebe alles ertr\u00e4gt? Wieder einmal war er der Verlierer bei einem Beziehungsspiel geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/01\/kapitel-5-die-reise-nach-england.mp3 &nbsp; Die Reise nach England &nbsp; Einen Monat sp\u00e4ter trafen sich die bildh\u00fcbschen Teilnehmer der Abenteuerreise erneut in der Wohnung von Vera, um einen netten Plausch zu halten und ihre Fotos auszutauschen. Helen Richards erz\u00e4hlte Jonathan Fischer, dass sie seit kurzem den Gesang in einem Sch\u00fclerkreis anleitet und fragte ihn, ob er am darauf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":46,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width-page-template.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-66","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=66"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":891,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/66\/revisions\/891"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/46"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=66"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}