{"id":1530,"date":"2022-10-02T19:40:33","date_gmt":"2022-10-02T19:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1530"},"modified":"2022-10-03T11:19:07","modified_gmt":"2022-10-03T11:19:07","slug":"carlsen-gegen-niemann","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1530","title":{"rendered":"Carlsen gegen Niemann"},"content":{"rendered":"<p>Carlsen gegen Niemann<\/p>\n<p>Nach der Fernsehserie \u201cdas Damengambit\u201d ist Schach wieder in vieler Munde. Der Streit zweier Kontrahenten wird gerade in die sozialen Medien hinausgetragen und entzweit die Schachwelt. Es geht um Betrug mit unerlaubten Hilfsmitteln. Diesen Vorwurf stellt Magnus Carlsen durch seinen seltsamen, nie dagewesenen R\u00fcckzug beim Sinquefield Cup in St. Louis in den Raum. Ohne viel auf Twitter zu sagen, wurde ein Zitat von Fu\u00dfballtrainer Morinho aus einer Pressekonferenz geteilt:<\/p>\n<p><em>Wenn ich spreche, bin ich in gro\u00dfen Schwierigkeiten.<\/em><\/p>\n<p>Als ersten Eindruck sieht man einen eingeschnappten Weltmeister, der nach 53 unbesiegten Partien, nicht \u00fcberwinden kann, gegen einen jungen, aufstrebenden US-Gro\u00dfmeister verloren zu haben. Also wird nach drei Runden aus Protest das Handtuch geworfen. Schuld an der Niederlage sollen nicht die eigenen, schw\u00e4cheren Z\u00fcge, sondern ein unsichtbares Computerprogramm im Hintergrund sein. Dazu gibt es drei Wochen sp\u00e4ter ein weiteres Statement des Norwegers:<\/p>\n<p><em>Ich glaube, dass Niemann mehr &#8211; besonders in j\u00fcngerer Zeit &#8211; betrogen hat, als er \u00f6ffentlich zugegeben hat. Seine Fortschritte bei Turnieren am Brett waren ungew\u00f6hnlich, und w\u00e4hrend unserer Partie beim Sinquefield Cup hatte ich den Eindruck, dass er in kritischen Stellungen nicht angespannt, nicht einmal v\u00f6llig auf das Spiel konzentriert war, w\u00e4hrend er mich mit den schwarzen Steinen auf eine Art und Weise \u00fcberspielte, wie es meiner Meinung nach nur eine Handvoll Spieler verm\u00f6gen.<\/em><\/p>\n<p>Zu dieser Handvoll Spieler rechnet die 2856 Punkte Nummer 1 der Weltrangliste offensichtlich nicht den 19-j\u00e4hrigen Hans Moke Niemann, der Anfang Oktober 22 mit einer Elo-Wertung von 2699 immerhin Nummer 40 ist. In Deutschland hat der beste Spieler als Vergleich eine Elozahl von 2700. Vincent Keymer hat mit seinen 17 Jahren einen \u00e4hnlich steilen Weg nach oben hingelegt und sich beispielsweise beim Julius B\u00e4r Generation Cup ins Halbfinale gek\u00e4mpft. Mit einem deutlichen Sieg im Finale gegen den 19-j\u00e4hrigen Inder Arjun Erigaisi wehrte der 31-j\u00e4hrige Magnus Carlsen jedoch alle jugendlichen Angriffe ab. Mit seinem \u201canti-young-player chess\u201d zeigte der erfolgreiche Schachunternehmer, wer Herr im Knockout-Ring ist. Als weiteres Zeichen seiner Macht gab er in der Vorrunde seine Partie gegen Niemann nach einem Zug verloren. Die Live-Kommentatoren konnten nicht fassen, als sein Bild schnell wieder auf dem Schirm verschwand. Ausgeloggt! Der Weltmeister, der seinen Titel nicht verteidigen will, ziert sich anzutreten. Dies gilt besonders f\u00fcr Herausforderer, die seiner Meinung nach vermeintlich betr\u00fcgen.<\/p>\n<p>Diese Protestaktion verschaffte wenig Sympathien in der Schachszene. Fairplay wird bei Carlsen und nicht bei Niemann vermisst. So lautet das Motto des ermahnenden Weltverbands FIDE:<\/p>\n<p><em>Gens una sumus! \u2013 Wir sind eine Familie!<\/em><\/p>\n<p>In der Kritik steht der Schachprimus auch deshalb, weil seine erzielten Preisgelder oft von ihm selbst ausgelobt wurden, und er wirtschaftlich sehr einflussreich ist. Die Play-Magnus-Gruppe bekam erstaunlicherweise im August ein \u00dcbernahmeangebot von 82 Millionen USD von Chess.com. IM Danny Rensch, der Chef des gr\u00f6\u00dften Onlinechess-Anbieters, spielt bei allen Betrugs-Vorw\u00fcrfen im Hintergrund eine gewichtige Rolle. Das Cheating im Chess geht n\u00e4mlich am einfachsten von Zuhause aus gegen einen Gegner, der sonst irgendwo auf der Erde mit dem Internet verbunden sitzt und zugelost wird. In der Regel wird dabei kein Geld verdient, es sei denn man hat einen beliebten Twitch Live-Stream, oder die gespielten Partien werden auf einem ertragreichen YouTube-Kanal sp\u00e4ter nochmals millionenfach abgerufen. Bei Rekordsieger Hikaru Nakamura und anderen Schnellschachprofis erfreut sich der \u201cTitled Tuesday\u201d gro\u00dfer Beliebtheit. Aufmerksamkeit der Fans ist den Titeltr\u00e4gern sicher. Mit 1000 USD ist der Lohn f\u00fcr den ersten Platz eher bescheiden.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang macht allerdings ein weiteres Interview von Magnus die Runde:<\/p>\n<p><em>\u201cIch muss sagen, dass ich von Niemanns Spiel sehr beeindruckt bin. Sein Mentor Maxim Dlugy macht einen gro\u00dfartigen Job!\u201d<\/em><\/p>\n<p>Dlugy hat das Dienstagblitzturnier in der Vergangenheit zweimal gewonnen. Daraufhin wurde er 2017 und 2020 gesperrt. Es gibt ein Betrugserkennungsprogramm im Online-Schach, welches die menschlichen Z\u00fcge mit den besten Computerz\u00fcgen vergleicht und bei h\u00e4ufigen \u00dcbereinstimmungen mit einer L\u00f6schung des Kontos einschreitet. Deshalb ist es beim Betrug wichtig, zweitbeste Z\u00fcge zu machen oder unterschiedliche Programme zu verwenden. Der reuige S\u00fcnder Maxim Dlugy hat in seinen enth\u00fcllten E-Mails an Danny Rensch dann auch zugegeben, dass seine schw\u00e4cheren Sch\u00fcler ihm als Training die besten Z\u00fcge zugerufen haben, ohne vermeintlich zu wissen, dass ein Schachprogramm auf einem verborgenen Smartphone im Hintergrund lief. Die Schuld liegt wie immer bei jemandem anderen. Der New Yorker Investmentbanker und Schachtrainer wurde gn\u00e4digerweise sogar wieder zwei- oder dreimal entsperrt. Nichtsdestotrotz will der in Moskau geborene ehemalige Jugendweltmeister seinen Namen gar nicht in Zusammenhang mit Betrugsvorw\u00fcrfen h\u00f6ren und droht Carlsen mit einer Klage.<\/p>\n<p>Unschuldslamm oder Wolf im Schafspelz?<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang ist besonders erw\u00e4hnenswert, dass Gro\u00dfmeister Niemann mit 12 Jahren und mit 16 Jahren auf Chess.com verbannt wurde. Dies gab er beim Bekanntwerden der Betrugsvorw\u00fcrfe in St. Louis vor der Kamera als Jugends\u00fcnden zu. Gleichzeitig zeigte er sich emp\u00f6rt, dass sein Account nach den neuerlichen Verd\u00e4chtigungen wiederum (auf Gehei\u00df Carlsens?) gel\u00f6scht wurde. Dadurch w\u00fcrde seine Karriere zerst\u00f6rt. Eventuell liegen mehr unver\u00f6ffentlichte Details vor, zu denen das Mobbingopfer nicht Stellung nehmen wollte. Hans Niemann ist ein ausgesprochen starker Bullet- und Blitzschachspieler, dessen Partien spannend sind zu beobachten. Der Stress beim Einminute-Bedenkzeit-Schach ist besonders gro\u00df und wird von der Jugend mit der Hand an der Gamingmaus besser bew\u00e4ltigt, als von den lahmen Gro\u00dfeltern. Schach ist \u00fcbrigens eine anerkannte Sportart. So durfte der im C-Kader gef\u00f6rderte Schreiber dieser Zeilen den Gro\u00dfteil seines Wehrdienstes bei der Sportkompanie in Warendorf verbringen oder freigestellt IM-Titelnormen in Auslandsturnieren erzielen. Um Erfolg im Sport zu haben, muss man sich Ziele stecken. Ein Internationaler Meister (IM) ben\u00f6tigt mindestens 2400 und ein Gro\u00dfmeister (GM) 2500 Elo.<\/p>\n<p>In der Wikipedia-Biografie von Hans Moke Niemann erf\u00e4hrt man, dass er in den Niederlanden im Alter von 8 Jahren einer der besten im Radfahren war. Doping wird dabei keine Rolle gespielt haben, aber ohne Ehrgeiz und Training geht nichts. Ein besonderer Ansporn f\u00fcr Niemann war wohl, dass ihm unterstellt wurde, zu wenig Talent f\u00fcr das Schach zu haben. Im Multimedia-Zeitalter l\u00e4sst sich sch\u00f6n verfolgen, dass der Junge seine Kritiker L\u00fcgen gestraft hat. Heutzutage wird fast jede Partie von wichtigen Schachturnieren in Datenbanken aufgezeichnet. Dies spielt bei Pr\u00e4senzturnieren eine besondere Rolle bei der Vorbereitung auf den n\u00e4chsten Gegner. In der Regel wird bei der pers\u00f6nlichen Begegnung am Brett mit l\u00e4ngerer Bedenkzeit nur einmal pro Tag gespielt. Um nicht in unbekanntes Fahrwasser zu geraten, ist es wichtig, die Anfangsz\u00fcge eines Spiels als Theorie zu kennen. Manche Varianten gehen allerdings \u00fcber 20 Z\u00fcge und erfordern ein besonders gutes Ged\u00e4chtnis. Magnus Carlsen ist schwer auszurechnen, da er gerne unkonventionell spielt oder Er\u00f6ffnungen h\u00e4ufig wechselt, die oft L\u00e4ndernamen haben wie Spanisch, Italienisch, Franz\u00f6sisch usw..<\/p>\n<p>Besonders d\u00fcpiert hat Niemann den weltmeisterlichen Er\u00f6ffnungsexperten mit einem verk\u00fcndeten l\u00e4cherlichen Wunder, die sich ereignende Theorievariante beim morgendlichen Studium, exakt so auf dem Analysebrett gehabt zu haben. Das wurde von verschieden Experten angezweifelt, da sich dieselbe Zugfolge nicht in den von Magnus gespielten Partien finden lie\u00df. Gleichwohl gab es eine m\u00f6gliche sogenannte Zugumstellung in der katalanischen Er\u00f6ffnung, die Carlsen gegen So so gespielt hatte. Nachdem ich die Verlustpartie zum ersten Mal nachgespielt habe, kam ich nicht auf die Idee, dass ein starkes Computerprogramm am Werk war. Eine hundertprozentige Beweisf\u00fchrung f\u00e4llt sowieso schwer, denn schlie\u00dflich verbessern sich die Meister ihres Fachs stetig durch ihren PC im Training.<\/p>\n<p>In meiner M\u00fcnchner Zeit als Bundesligaspieler ersetzte ich meinen Atari ST mit einem 386 PC. Mein \u00e4lterer Bruder legte mich einmal damit herein, weil ich prahlte, ihn mit verbundenen Augen zu besiegen. Er gewann jedoch, da ich nicht checkte, dass er meine Z\u00fcge am Bildschirm eingab. Als Werkzeug der Schachbetrachtung verwenden auch heute viele Spieler das ChessBase-Programm. Die Firma aus Hamburg hat auch das Tool \u201cLet\u2019s Check\u201d entwickelt. Ein Fidemeister*in aus Paris hat damit Niemann unter die Lupe genommen und ist zum Schluss gekommen, dass dieser in entscheidenden Situationen sehr akkurat und viel besser als alle Weltmeister gespielt hat. Als weitere Abnormalit\u00e4ten wurde in einer Betrachtung aufgelistet, dass Hans Moke bei zeitgleich \u00fcbertragenen Pr\u00e4senzturnieren viel besser abschnitt, als wenn keine digitalen Holzbretter und Figuren benutzt wurden. Andere Kritiker st\u00f6rten sich daran, dass der \u201cchess speaks for itself\u201d Spr\u00fccheklopfer seine Partien in Analysen nicht klar erl\u00e4utern kann. Ein gespielter Akzent oder das genannte Vorbild eines Kriminellen auf Netflix warfen Pers\u00f6nlichkeitsfragen auf. Psychologen, mit dem Spezialgebiet der Deutung von K\u00f6rpersprache, erkannten in Niemanns Worten und Mimik Anhaltspunkte von Unsicherheit und Unwahrheit.<\/p>\n<p>Ein mehrfacher Betr\u00fcger, der in seinen Worten alles daf\u00fcr tun w\u00fcrde, um an die Weltspitze zu kommen, wird umso sch\u00e4rfer be\u00e4ugt.<\/p>\n<p>Bei der Aneinanderreihung von Wutanf\u00e4llen mit Schimpfw\u00f6rtern ist der gelernte Aggressionstherapeut von Natur aus skeptisch. Wer den ganzen Tag Schach trainiert, kann durchaus verhaltensgest\u00f6rt und zum Fachidioten werden. Vom Genie zum Wahnsinn ist es historisch bewiesen besonders beim Denksport nicht weit. Steinitz, Morphy, Pillsbury, Rubinstein und Fischer sind unr\u00fchmliche Beispiele. Mein Jugendtraum, war ebenfalls Schachweltmeister zu werden. M\u00f6glicherweise lie\u00dfe sich heute dieser Wunsch mit einem unsichtbaren Knopf im Ohr oder einem Signale \u00fcbermittelnden Implantat verwirklichen. Stockfisch 15, das st\u00e4rkste Computerprogramm mit 3542 Elo, w\u00fcrde in Zusammenarbeit mit einem Komplizen auf betr\u00fcgerische Art und Weise dazu beitragen.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach der ersten k\u00fcnstlichen Schachintelligenz in Verbindung mit einem verborgenen Dritten ist eine Zeitreise in das Jahr 1769 angesagt. Der erste Schachroboter wurde als mechanischer Schachspieler mit orientalischem Aussehen geboren. Als Sch\u00f6pfer fungierte der \u00f6sterreichisch-ungarische Hofbeamte und Mechaniker Wolfgang von Kempelen. Dieser erlangte durch seine spezielle Konstruktion zu solch einer gro\u00dfen Ber\u00fchmtheit, die ihm sogar Einladungen an K\u00f6nigsh\u00f6fe verschaffte. Als umgangssprachliche Bezeichnung setzte sich damals \u201cder Schacht\u00fcrke\u201d durch. Anstelle eines ausgekl\u00fcgelten Uhrwerks, verbarg sich ein kleinw\u00fcchsiger, menschlicher Schachspieler hinter der Fassade. Die mechanische \u00dcbermittlung der Spielz\u00fcge geschah jedoch \u00fcber Jahrzehnte wie von Geisterhand, ohne das gut geh\u00fctete Geheimnis preiszugeben. Es ist ja so, dass ein Magier seine Zaubertricks nicht offenbart, denn sonst w\u00fcrden seine Einnahmen wegfallen. Aber irgendwie kam der Schwindel doch ans Licht. Es mag sein, dass ein Zuschauer auf dem Jahrmarkt \u201cFeuer, Feuer\u201d gerufen, oder Friedrich der Gro\u00dfe eine gro\u00dfe Geldsumme geboten hat, um dahinter zu kommen.<\/p>\n<p>Wenn man sich die neuere Geschichte der Schachbetr\u00fcger ansieht, f\u00e4llt auf, dass die Antagonisten \u00fcberhaupt kein schlechtes Gewissen zeigen. Sie f\u00fchlen sich unschuldig und schummeln einfach weiter, wenn sie k\u00f6nnen. Als Beispiel dient der blinde Norweger Tholo Bj\u00f8rnsen, der \u00fcber seine eingesetzten Hilfsmittel zur Partieaufzeichnung log, bis sich die Balken bogen. Borislav Ivanov aus Bulgarien weigerte sich, seine riesigen Schuhe auszuziehen und wurde disqualifiziert. Sp\u00e4ter kam eine Verhaftung dazu, weil er gef\u00e4lschte F\u00fchrerscheine verkaufte. Der Betrug stank nicht nur wegen seiner ungewaschenen Socken bis zum Himmel. F\u00fcr starke Spieler ist es eine gro\u00dfe Belastung, wenn sie genau wissen, dass ihr Gegner den Computer als Hilfe benutzt, aber der Beweis schwer zu erbringen ist. Also sind Skeptiker auf einen Toilettensitz geklettert und haben ihre Kontrahenten \u00fcber der Trennwand beim Beschiss zugesehen. Davon gibt es sogar Videos. GM Igors Rausis analysierte auf seinem Smartphone, ohne wirklich sein Gesch\u00e4ft zu verrichten, und Patrycja Waszczuk aus Polen wurde in \u00e4hnlicher Weise \u00fcberf\u00fchrt und gesperrt.<\/p>\n<p>Die Presse freut sich \u00fcber die Vermutung von vibrierenden Anal Beads, aber nichts Genaues wei\u00df man nicht. Also l\u00f6scht Elon Musk besser seinen anst\u00f6\u00dfigen Tweet, um sich nicht an einer Hexenjagd zu beteiligen. Funktion\u00e4re des Deutschen Schachbunds machen sich als F\u00fcrsprecher von Niemann stark. Ein Vorwurf an Carlsen ist, einen Teenager feige vor den Bus des Internetmobs geworfen zu haben. Der Weltschachverband schaltet sich sogar ganz aktuell durch einen Untersuchungsausschuss in die Kontroverse ein.<\/p>\n<p>Carlsen gegen Niemann. Wer gewinnt?<\/p>\n<p>Die Suche nach Wahrheit gestaltet sich am Ende unter dem geltenden Gesetz der Unschuldsvermutung als besonders schwierig. Es h\u00e4ufen sich allerdings immer mehr Indizien, die f\u00fcr eine Verurteilung ausreichen k\u00f6nnten. Meine Meinung als Berechner von Wahrscheinlichkeiten habe ich in Forenbeitr\u00e4gen ausf\u00fchrlich kundgetan. Dadurch stieg ich nicht unbedingt in der Beliebtheitsskala mancher Schachfreunde. Als bestes Kompliment bekam ich zur\u00fcck, der Anwalt von Magnus Carlsen zu sein. Ich schlie\u00dfe mit einem meiner Lieblingsverse aus dem Buch der B\u00fccher:<\/p>\n<p><em>Der Mensch sieht, was vor Augen ist, ich aber sehe ins Herz.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carlsen gegen Niemann Nach der Fernsehserie \u201cdas Damengambit\u201d ist Schach wieder in vieler Munde. 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