{"id":1340,"date":"2022-05-10T06:33:01","date_gmt":"2022-05-10T06:33:01","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1340"},"modified":"2022-05-12T08:19:32","modified_gmt":"2022-05-12T08:19:32","slug":"das-johannesevangelium","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1340","title":{"rendered":"Das Johannesevangelium"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-audio\"><audio src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2022\/05\/johannesevangelium-hoerbuch.mp3\" controls=\"controls\"><\/audio><figcaption>Das Johannesevangelium MP3<\/figcaption><\/figure>\r\n<a href=\"https:\/\/jonathanfischer.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Das-Johannesevangelium.pdf\">Das Johannesevangelium PDF Grundlage Alte Elberfelder<\/a>\r\n\r\n Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. Joh 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. Joh 1,4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Joh 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfa\u00dft. Joh 1,6 Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name Johannes. Joh 1,7 Dieser kam zum Zeugnis, auf da\u00df er zeugte von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. Joh 1,8 Er war nicht das Licht, sondern auf da\u00df er zeugte von dem Licht. Joh 1,9 Das war das wahrhaftige Licht, welches, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Joh 1,10 Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt erkannte ihn nicht. Joh 1,11 Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an; Joh 1,12 so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, Joh 1,13 welche nicht aus Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Joh 1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit; Joh 1,15 Johannes zeugte von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist mir vor, denn er war vor mir. Joh 1,16 denn aus seiner F\u00fclle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. Joh 1,17 Denn das Gesetz wurde durch Moses gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Joh 1,18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Scho\u00df ist, der hat ihn bekannt gemacht. Joh 1,19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du? Joh 1,20 Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Joh 1,21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Und er sprach: Ich bin&#8217;s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. Joh 1,22 Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Auf da\u00df wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben; was sagst du von dir selbst? Joh 1,23 Er sprach: Ich bin die &#8222;Stimme eines Rufenden in der W\u00fcste: Macht gerade den Weg des Herrn&#8220;, wie Jesaias, der Prophet, gesagt hat. Joh 1,24 Und sie waren abgesandt von den Pharis\u00e4ern. Joh 1,25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elias, noch der Prophet? Joh 1,26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, Joh 1,27 der nach mir kommt, dessen ich nicht w\u00fcrdig bin, ihm den Riemen seiner Sandale zu l\u00f6sen. Joh 1,28 Dies geschah zu Bethanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. Joh 1,29 Des folgenden Tages sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die S\u00fcnde der Welt wegnimmt. Joh 1,30 Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir ist, denn er war eher als ich. Joh 1,31 Und ich kannte ihn nicht; aber auf da\u00df er Israel offenbar werden m\u00f6chte, deswegen bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen. Joh 1,32 Und Johannes bezeugte und sprach: Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herniederfahren, und er blieb auf ihm. Joh 1,33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herniederfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit Heiligem Geist tauft. Joh 1,34 Und ich habe gesehen und habe bezeugt, da\u00df dieser der Sohn Gottes ist. Joh 1,35 Des folgenden Tages stand wiederum Johannes und zwei von seinen J\u00fcngern, Joh 1,36 und hinblickend auf Jesus, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Joh 1,37 Und es h\u00f6rten ihn die zwei J\u00fcnger reden und folgten Jesu nach. Joh 1,38 Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was sucht ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi (was verdolmetscht hei\u00dft: Lehrer), wo h\u00e4ltst du dich auf? Joh 1,39 Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde. Joh 1,40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes geh\u00f6rt hatten und ihm nachgefolgt waren. Joh 1,41 Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden was \u00fcbersetzt ist: Christus. Joh 1,42 Und er f\u00fchrte ihn zu Jesu. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn Jonas&#8216;; du wirst Kephas hei\u00dfen was \u00fcbersetzt wird: Stein. Joh 1,43 Am folgenden Tag wollte er aufbrechen nach Galil\u00e4a, und er findet Philippus; und Jesus spricht zu ihm: Folge mir nach. Joh 1,44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. Joh 1,45 Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesus, den Sohn des Joseph, den von Nazareth. Joh 1,46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Joh 1,47 Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in welchem kein Trug ist. Joh 1,48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Joh 1,49 Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K\u00f6nig Israels. Joh 1,50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? Du wirst Gr\u00f6\u00dferes als dieses sehen. Joh 1,51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Himmel ge\u00f6ffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen.\r\n\r\nJoh 2,1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galil\u00e4a; und die Mutter Jesu war daselbst. Joh 2,2 Es war aber auch Jesus mit seinen J\u00fcngern zu der Hochzeit geladen. Joh 2,3 Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Joh 2,4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Joh 2,5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Joh 2,6 Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkr\u00fcge aufgestellt, nach der Reinigungssitte der Juden, wovon jeder zwei oder drei Ma\u00df fa\u00dfte. Joh 2,7 Jesus spricht zu ihnen: F\u00fcllt die Wasserkr\u00fcge mit Wasser. Und sie f\u00fcllten sie bis oben an. Joh 2,8 Und er spricht zu ihnen: Sch\u00f6pft nun und bringt es dem Speisemeister. Und sie brachten es. Joh 2,9 Als aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, welches Wein geworden war und er wu\u00dfte nicht, woher er war, die Diener aber, welche das Wasser gesch\u00f6pft hatten, wu\u00dften es, ruft der Speisemeister den Br\u00e4utigam Joh 2,10 und spricht zu ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie betrunken geworden sind, alsdann den geringeren; du hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. Joh 2,11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galil\u00e4a und offenbarte seine Herrlichkeit; und seine J\u00fcnger glaubten an ihn. Joh 2,12 Danach ging er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Br\u00fcder und seine J\u00fcnger; und sie blieben nicht viele Tage dort. Joh 2,13 Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Joh 2,14 Und er fand im Tempel die H\u00e4ndler die Rinder, Schafe, und Tauben verkauften, und die Wechsler dasitzen. Joh 2,15 Und er machte eine Gei\u00dfel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, sowohl die Schafe als auch die Rinder; und die M\u00fcnze der Wechsler sch\u00fcttete er aus, und die Tische warf er um; Joh 2,16 und zu den Taubenverk\u00e4ufern sprach er: Nehmt dies weg von hier, macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus. Joh 2,17 Seine J\u00fcnger aber gedachten daran, da\u00df geschrieben steht: &#8222;Der Eifer um dein Haus verzehrt mich&#8220;. Joh 2,18 Die Juden nun antworteten und sprachen zu ihm: Was f\u00fcr ein Zeichen zeigst du uns, da\u00df du diese Dinge tust? Joh 2,19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Joh 2,20 Da sprachen die Juden: Sechsundvierzig Jahre ist an diesem Tempel gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Joh 2,21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Joh 2,22 Als er nun aus den Toten auferstanden war, gedachten seine J\u00fcnger daran, da\u00df er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, welches Jesus gesprochen hatte. Joh 2,23 Als er aber zu Jerusalem war, am Passahfeste, glaubten viele an seinen Namen, als sie seine Zeichen sahen, die er tat. Joh 2,24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte Joh 2,25 und nicht bedurfte, da\u00df jemand Zeugnis gebe von dem Menschen; denn er selbst wu\u00dfte, was in dem Menschen war.\r\n\r\nJoh 3,1 Es war aber ein Mensch aus den Pharis\u00e4ern, sein Name Nikodemus, ein Oberster der Juden. Joh 3,2 Dieser kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, da\u00df du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, da\u00df Gott mit ihm ist. Joh 3,3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, da\u00df jemand von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Joh 3,4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Male in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden? Joh 3,5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, da\u00df jemand aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Joh 3,6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Joh 3,7 Verwundere dich nicht, da\u00df ich dir sagte: Ihr m\u00fcsst von neuem geboren werden. Joh 3,8 Der Wind weht, wo er will, und du h\u00f6rst sein Sausen, aber du wei\u00dft nicht, woher er kommt, und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. Joh 3,9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen? Joh 3,10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und wei\u00dft das nicht? Joh 3,11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Joh 3,12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? Joh 3,13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. Joh 3,14 Und gleichwie Moses in der W\u00fcste die Schlange erh\u00f6hte, so mu\u00df der Sohn des Menschen erh\u00f6ht werden, Joh 3,15 auf da\u00df jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Joh 3,16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn gab, auf da\u00df jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben hat. Joh 3,17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, da\u00df er die Welt richte, sondern da\u00df die Welt durch ihn gerettet werde. Joh 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Joh 3,19 Dies aber ist das Gericht, da\u00df das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren b\u00f6se. Joh 3,20 Denn jeder, der B\u00f6ses tut, ha\u00dft das Licht und kommt nicht zu dem Licht, auf da\u00df seine Werke nicht aufgedeckt werden; Joh 3,21 wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, da\u00df sie in Gott gewirkt sind. Joh 3,22 Nach diesem kam Jesus und seine J\u00fcnger in das Land Jud\u00e4a, und daselbst verweilte er mit ihnen und taufte. Joh 3,23 Aber auch Johannes taufte zu Aenon, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war; und sie kamen hin und wurden getauft. Joh 3,24 Denn Johannes war noch nicht ins Gef\u00e4ngnis geworfen. Joh 3,25 Es entstand nun eine Streitfrage unter den J\u00fcngern Johannes&#8216; mit einem Juden \u00fcber die Reinigung. Joh 3,26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der jenseits des Jordan bei dir war, dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, der tauft, und alle kommen zu ihm. Joh 3,27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts empfangen, es sei denn, es ist ihm aus dem Himmel gegeben. Joh 3,28 Ihr selbst gebt mir Zeugnis, da\u00df ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern da\u00df ich vor ihm hergesandt bin. Joh 3,29 Der die Braut hat, ist der Br\u00e4utigam; der Freund des Br\u00e4utigams aber, der dasteht und ihn h\u00f6rt, ist hoch erfreut \u00fcber die Stimme des Br\u00e4utigams; diese meine Freude nun ist erf\u00fcllt. Joh 3,30 Er mu\u00df wachsen, ich aber abnehmen. Joh 3,31 Der von oben kommt, ist \u00fcber allen; der von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, ist \u00fcber allen, Joh 3,32 was er gesehen und geh\u00f6rt hat, dieses bezeugt er; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Joh 3,33 Wer sein Zeugnis angenommen hat, hat besiegelt, da\u00df Gott wahrhaftig ist. Joh 3,34 Denn der, welchen Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Ma\u00df. Joh 3,35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.\r\n\r\nJoh 4,1 Als nun der Herr erkannte, da\u00df die Pharis\u00e4er geh\u00f6rt hatten, da\u00df Jesus mehr zu J\u00fcngern machte und taufte als Johannes, Joh 4,2 obwohl Jesus selbst nicht taufte, sondern seine J\u00fcnger, Joh 4,3 verlie\u00df er Jud\u00e4a und zog wieder nach Galil\u00e4a. Joh 4,4 Er mu\u00dfte aber durch Samaria ziehen. Joh 4,5 Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Feld, welches Jakob seinem Sohne Joseph gab. Joh 4,6 Es war aber daselbst eine Quelle Jakobs. Jesus nun, erm\u00fcdet von der Reise, setzte sich also an die Quelle nieder. Es war um die sechste Stunde. Joh 4,7 Da kommt eine Frau aus Samaria, Wasser zu sch\u00f6pfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken. Joh 4,8 Denn seine J\u00fcnger waren weggegangen in die Stadt, um Speise zu kaufen. Joh 4,9 Die samaritische Frau spricht nun zu ihm: Wie bittest du, der du ein Jude bist, von mir zu trinken, die ich ein samaritisches Weib bin? Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern. Joh 4,10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen w\u00fcrdest, und wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so w\u00fcrdest du ihn bitten, und er g\u00e4be dir lebendiges Wasser. Joh 4,11 Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast kein Sch\u00f6pfgef\u00e4\u00df, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser? Joh 4,12 Du bist doch nicht gr\u00f6\u00dfer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank aus demselben und seine S\u00f6hne und sein Vieh? Joh 4,13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder d\u00fcrsten; Joh 4,14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht d\u00fcrsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt. Joh 4,15 Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht d\u00fcrstet und ich nicht herkommen muss, um zu sch\u00f6pfen. Joh 4,16 Jesus spricht zu ihr: Geh hin, rufe deinen Mann und komm hierher. Joh 4,17 Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann; Joh 4,18 denn f\u00fcnf M\u00e4nner hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin hast du wahr geredet. Joh 4,19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, da\u00df du ein Prophet bist. Joh 4,20 Unsere V\u00e4ter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, da\u00df in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten m\u00fcsse. Joh 4,21 Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berg, noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Joh 4,22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet, wir aber wissen, was wir anbeten, denn das Heil ist aus den Juden. Joh 4,23 Es kommt aber die Stunde und ist schon da, wo die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Joh 4,24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, m\u00fcssen in Geist und Wahrheit anbeten. Joh 4,25 Die Frau spricht zu ihm: Ich wei\u00df, da\u00df der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verk\u00fcndigen. Joh 4,26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet. Joh 4,27 Und \u00fcber diesem kamen seine J\u00fcnger und verwunderten sich, da\u00df er mit einem Weibe redete. Dennoch sagte niemand: Was suchst du? Oder: Was redest du mit ihr? Joh 4,28 Die Frau nun lie\u00df ihren Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten: Joh 4,29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was irgend ich getan habe; dieser ist doch nicht etwa der Christus? Joh 4,30 Sie gingen aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm. Joh 4,31 In der Zwischenzeit baten ihn die J\u00fcnger und sprachen: Rabbi, i\u00df. Joh 4,32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. Joh 4,33 Da sprachen die J\u00fcnger zueinander: Hat ihm wohl jemand zu essen gebracht? Joh 4,34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, da\u00df ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Joh 4,35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an, denn sie sind schon wei\u00df zur Ernte. Joh 4,36 Der da erntet, empf\u00e4ngt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf da\u00df beide, der da s\u00e4t und der da erntet, sich miteinander freuen. Joh 4,37 Denn hierin ist der Spruch wahr: Ein anderer ist es, der da s\u00e4t, und ein anderer, der da erntet. Joh 4,38 Ich habe euch gesandt, zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten. Joh 4,39 Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn um des Wortes des Weibes willen, welches bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was irgend ich getan habe. Joh 4,40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb daselbst zwei Tage. Joh 4,41 Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen; Joh 4,42 und sie sagten zu der Frau: Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben geh\u00f6rt und wissen, da\u00df dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist. Joh 4,43 Nach den zwei Tagen aber zog er von dort weg nach Galil\u00e4a; Joh 4,44 denn Jesus selbst bezeugte, da\u00df ein Prophet in seinem eigenen Vaterland keine Ehre hat. Joh 4,45 Als er nun nach Galil\u00e4a kam, nahmen die Galil\u00e4er ihn auf, da sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Feste getan hatte; denn auch sie waren zu dem Fest gekommen. Joh 4,46 Er kam nun wiederum nach Kana in Galil\u00e4a, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein gewisser k\u00f6niglicher Beamter, dessen Sohn krank war, in Kapernaum. Joh 4,47 Als dieser geh\u00f6rt hatte, da\u00df Jesus aus Jud\u00e4a nach Galil\u00e4a gekommen sei, ging er zu ihm hin und bat, da\u00df er herabkomme und seinen Sohn heile; denn er lag im Sterben. Joh 4,48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so werdet ihr nicht glauben. Joh 4,49 Der k\u00f6nigliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! Joh 4,50 Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt. Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Joh 4,51 Aber schon w\u00e4hrend er hinabging, begegneten ihm seine Knechte und berichteten, da\u00df sein Sohn lebt. Joh 4,52 Er erforschte nun von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war; und sie sagten zu ihm: Gestern zur siebten Stunde verlie\u00df ihn das Fieber. Joh 4,53 Da erkannte der Vater, da\u00df es in jener Stunde war, in welcher Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus. Joh 4,54 Dies tat Jesus wiederum als zweites Zeichen, als er aus Jud\u00e4a nach Galil\u00e4a gekommen war.\r\n\r\nJoh 5,1 Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Joh 5,2 Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf Hebr\u00e4isch Bethesda hei\u00dft und der f\u00fcnf S\u00e4ulenhallen hat. Joh 5,3 In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, D\u00fcrrer, welche auf die Bewegung des Wassers warteten. Joh 5,4 Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet war. Joh 5,5 Es war aber ein Mensch dort, der achtunddrei\u00dfig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war. Joh 5,6 Als Jesus diesen daliegen sah und wu\u00dfte, da\u00df es schon lange Zeit so mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Joh 5,7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, da\u00df er mich, wenn das Wasser bewegt worden ist, in den Teich bringt; w\u00e4hrend ich aber komme, steigt ein anderer vor mir hinab. Joh 5,8 Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wandle! Joh 5,9 Und sofort wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tag Sabbath. Joh 5,10 Es sagten nun die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbath, es ist dir nicht erlaubt, das Bett zu tragen. Joh 5,11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sagte zu mir: Nimm dein Bett auf und wandle. Joh 5,12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: Nimm dein Bett auf und wandle? Joh 5,13 Der Geheilte aber wu\u00dfte nicht, wer es sei, denn Jesus war weggegangen, weil so viel Volk an dem Ort war. Joh 5,14 Danach findet Jesus ihn im Tempel, und er sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; s\u00fcndige nicht mehr, auf da\u00df dir nichts Schlimmeres widerfahre. Joh 5,15 Der Mensch ging hin und verk\u00fcndete den Juden, da\u00df es Jesus war, der ihn gesund gemacht habe. Joh 5,16 Und darum verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu t\u00f6ten, weil er dies am Sabbath getan hatte. Joh 5,17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Joh 5,18 Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu t\u00f6ten, weil er nicht allein den Sabbath brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte. Joh 5,19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, au\u00dfer was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn. Joh 5,20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut, und er wird ihm gr\u00f6\u00dfere Werke als diese zeigen, damit ihr euch verwundern werdet. Joh 5,21 Denn gleichwie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, also macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Joh 5,22 Denn der Vater richtet niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, Joh 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Joh 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben \u00fcbergegangen. Joh 5,25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, da\u00df die Stunde kommt und schon da ist, da\u00df die Toten die Stimme des Sohnes Gottes h\u00f6ren werden, und die sie geh\u00f6rt haben, werden leben. Joh 5,26 Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohne gegeben, Leben zu haben in sich selbst; Joh 5,27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist. Joh 5,28 Wundert euch dar\u00fcber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gr\u00e4bern sind, seine Stimme h\u00f6ren, Joh 5,29 und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das B\u00f6se getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Joh 5,30 Ich kann nichts von mir selbst tun; so wie ich h\u00f6re, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Joh 5,31 Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. Joh 5,32 Ein anderer ist es, der von mir zeugt, und ich wei\u00df, da\u00df das Zeugnis wahr ist, welches er von mir gibt. Joh 5,33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. Joh 5,34 Ich aber nehme nicht von einem Menschen Zeugnis an, sondern ich sage das, damit ihr errettet werdet. Joh 5,35 Jener war die brennende und scheinende Lampe; ihr aber wolltet f\u00fcr eine Zeit in seinem Licht fr\u00f6hlich sein. Joh 5,36 Ich aber habe das Zeugnis, das gr\u00f6\u00dfer ist als das des Johannes; denn die Werke, welche der Vater mir gegeben hat, auf da\u00df ich sie vollbringe, die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, da\u00df der Vater mich gesandt hat. Joh 5,37 Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Ihr habt weder jemals seine Stimme geh\u00f6rt, noch seine Gestalt gesehen, Joh 5,38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. Joh 5,39 Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; Joh 5,40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, da\u00df ihr das Leben habt. Joh 5,41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen, Joh 5,42 aber ich kenne euch, da\u00df ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Joh 5,43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf, wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. Joh 5,44 Wie k\u00f6nnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht? Joh 5,45 Meint nicht, da\u00df ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. Joh 5,46 Denn wenn ihr Moses glauben w\u00fcrdet, so w\u00fcrdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. Joh 5,47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?\r\n\r\nJoh 6,1 Nach diesem ging Jesus weg auf die andere Seite des Sees von Galil\u00e4a oder von Tiberias; Joh 6,2 und es folgte ihm eine gro\u00dfe Volksmenge, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Joh 6,3 Jesus aber ging hinauf auf den Berg und setzte sich dort mit seinen J\u00fcngern. Joh 6,4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. Joh 6,5 Als nun Jesus die Augen aufhob und sah, da\u00df eine gro\u00dfe Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, damit diese essen k\u00f6nnen? Joh 6,6 Dies sagte er aber, um ihn zu pr\u00fcfen, denn er selbst wu\u00dfte, was er tun wollte. Joh 6,7 Philippus antwortete ihm: F\u00fcr zweihundert Denare Brote reichen nicht aus f\u00fcr sie, da\u00df ein jeder auch nur ein wenig bekomme. Joh 6,8 Einer von seinen J\u00fcngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, spricht zu ihm: Joh 6,9 Es ist ein kleiner Knabe hier, der f\u00fcnf Gerstenbrote und zwei Fische hat; aber was ist das f\u00fcr so viele? Joh 6,10 Jesus aber sprach: Macht, da\u00df die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Orte. Es setzten sich nun die M\u00e4nner, an Zahl etwa f\u00fcnftausend. Joh 6,11 Jesus aber nahm die Brote, und als er gedankt hatte, teilte er sie denen aus, die da lagerten; gleicherweise auch von den Fischen, so viel sie wollten. Joh 6,12 Als sie aber ges\u00e4ttigt waren, spricht er zu seinen J\u00fcngern: Sammelt die \u00fcbrig gebliebenen Brocken, auf da\u00df nichts verdirbt. Joh 6,13 Da sammelten sie und f\u00fcllten zw\u00f6lf K\u00f6rbe mit Brocken von den f\u00fcnf Gerstenbroten, welche denen, die gegessen hatten, \u00fcbrigblieben. Joh 6,14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll. Joh 6,15 Da nun Jesus erkannte, da\u00df sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum K\u00f6nig zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein. Joh 6,16 Als es aber Abend geworden war, gingen seine J\u00fcnger hinab an den See; Joh 6,17 und sie stiegen in das Boot und fuhren \u00fcber den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen; Joh 6,18 und der See erhob sich, da ein starker Wind wehte. Joh 6,19 Als sie nun etwa f\u00fcnfundzwanzig oder drei\u00dfig Stadien gerudert waren, sahen sie Jesus auf dem See wandeln und nahe an das Boot kommen, und sie f\u00fcrchteten sich. Joh 6,20 Er aber spricht zu ihnen: Ich bin es, f\u00fcrchtet euch nicht! Joh 6,21 Sie wollten ihn nun in das Boot nehmen, und sogleich war das Boot an dem Land, wohin sie fahren wollten. Joh 6,22 Am folgenden Tag sah die Volksmenge, die jenseits des Sees stand, da\u00df kein anderes Boot da war, als nur jenes, in welches seine J\u00fcnger gestiegen waren, und da\u00df Jesus nicht mit seinen J\u00fcngern in das Boot gestiegen, sondern seine J\u00fcnger allein weggefahren waren. Joh 6,23 Es kamen aber andere Boote aus Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen, nachdem der Herr gedankt hatte. Joh 6,24 Als nun die Volksmenge sah, da\u00df Jesus nicht dort war, noch seine J\u00fcnger, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. Joh 6,25 Und als sie ihn jenseits des Sees gefunden hatten, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Joh 6,26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich, nicht weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und ges\u00e4ttigt worden seid. Joh 6,27 Wirkt nicht f\u00fcr die Speise, die vergeht, sondern f\u00fcr die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, welche der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott der Vater versiegelt. Joh 6,28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, auf da\u00df wir die Werke Gottes wirken? Joh 6,29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Dies ist das Werk Gottes, da\u00df ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Joh 6,30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du nun f\u00fcr ein Zeichen, auf da\u00df wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? Joh 6,31 Unsere V\u00e4ter a\u00dfen das Manna in der W\u00fcste, wie geschrieben steht: &#8222;Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen&#8220;. Joh 6,32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Moses hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. Joh 6,33 Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herniederkommt und der Welt das Leben gibt. Joh 6,34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! Joh 6,35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr d\u00fcrsten. Joh 6,36 Aber ich habe euch gesagt, da\u00df ihr mich auch gesehen habt und nicht glaubt. Joh 6,37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaussto\u00dfen; Joh 6,38 denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht da\u00df ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Joh 6,39 Dies aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, da\u00df ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tag. Joh 6,40 Denn dies ist der Wille meines Vaters, da\u00df jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Joh 6,41 Da murrten die Juden \u00fcber ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist, Joh 6,42 und sie sprachen: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt denn dieser: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen? Joh 6,43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. Joh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, da\u00df ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Joh 6,45 Es steht in den Propheten geschrieben: &#8222;Und sie werden alle von Gott gelehrt sein&#8220;. Jeder nun, der von dem Vater geh\u00f6rt und gelernt hat, kommt zu mir. Joh 6,46 Nicht da\u00df jemand den Vater gesehen hat, au\u00dfer dem, der von Gott ist, dieser hat den Vater gesehen. Joh 6,47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. Joh 6,48 Ich bin das Brot des Lebens. Joh 6,49 Eure V\u00e4ter haben das Manna in der W\u00fcste gegessen und sind gestorben. Joh 6,50 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, da\u00df man davon i\u00dft und nicht stirbt. Joh 6,51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot i\u00dft, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, da\u00df ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde f\u00fcr das Leben der Welt. Joh 6,52 Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Joh 6,53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen e\u00dft und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Joh 6,54 Wer mein Fleisch i\u00dft und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag; Joh 6,55 denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Joh 6,56 Wer mein Fleisch i\u00dft und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. Joh 6,57 Gleichwie der lebendige Vater mich gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich i\u00dft, um meinetwillen leben. Joh 6,58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Nicht wie die V\u00e4ter a\u00dfen und starben; wer dieses Brot i\u00dft, wird leben in Ewigkeit. Joh 6,59 Dies sprach er, als er in der Synagoge von Kapernaum lehrte. Joh 6,60 Viele nun von seinen J\u00fcngern, die es geh\u00f6rt hatten, sprachen: Diese Rede ist hart; wer kann sie h\u00f6ren? Joh 6,61 Da aber Jesus bei sich selbst wu\u00dfte, da\u00df seine J\u00fcnger hier\u00fcber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein \u00c4rgernis? Joh 6,62 Wie, wenn ihr nun den Sohn des Menschen dahin auffahren seht, wo er zuvor war? Joh 6,63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch n\u00fctzt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben; Joh 6,64 aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wu\u00dfte von Anfang, welche die waren, die nicht glaubten, und wer ihn \u00fcberliefern w\u00fcrde. Joh 6,65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt, da\u00df niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben. Joh 6,66 Von da an zogen sich viele seiner J\u00fcnger zur\u00fcck und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Joh 6,67 Da sprach Jesus zu den Zw\u00f6lfen: Wollt ihr nicht auch weggehen? Joh 6,68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; Joh 6,69 und wir haben geglaubt und erkannt, da\u00df du der Heilige Gottes bist. Joh 6,70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zw\u00f6lf auserw\u00e4hlt? Und doch ist einer von euch ein Teufel. Joh 6,71 Er sprach aber von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, denn dieser sollte ihn verraten, der einer von den Zw\u00f6lfen war.\r\n\r\nJoh 7,1 Und danach zog Jesus in Galil\u00e4a umher, denn er wollte nicht in Jud\u00e4a wandeln, weil die Juden ihn zu t\u00f6ten suchten. Joh 7,2 Es war aber nahe das Laubh\u00fcttenfest der Juden. Joh 7,3 Es sprachen nun seine Br\u00fcder zu ihm: Zieh von hier fort und geh nach Jud\u00e4a, auf da\u00df auch deine J\u00fcnger deine Werke sehen, die du tust, Joh 7,4 denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht dabei selbst \u00f6ffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so offenbare dich der Welt, Joh 7,5 denn auch seine Br\u00fcder glaubten nicht an ihn. Joh 7,6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist stets bereit. Joh 7,7 Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber ha\u00dft sie, weil ich von ihr zeuge, da\u00df ihre Werke b\u00f6se sind. Joh 7,8 Geht ihr hinauf zu diesem Fest. Ich gehe nicht hinauf zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erf\u00fcllt. Joh 7,9 Nachdem er dies zu ihnen gesagt hatte, blieb er in Galil\u00e4a. Joh 7,10 Als aber seine Br\u00fcder hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf zu dem Fest, nicht offenbarlich, sondern wie im Verborgenen. Joh 7,11 Die Juden nun suchten ihn auf dem Fest und sprachen: Wo ist jener? Joh 7,12 Und viel Gemurmel war \u00fcber ihn unter den Volksmengen; die einen sagten: Er ist gut; andere sagten: Nein, sondern er verf\u00fchrt das Volk. Joh 7,13 Niemand jedoch sprach \u00f6ffentlich von ihm aus Furcht vor den Juden. Joh 7,14 Als es aber schon um die Mitte des Festes war, ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte. Joh 7,15 Da verwunderten sich die Juden und sagten: Wie besitzt dieser Gelehrsamkeit, da er doch nicht studiert hat? Joh 7,16 Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Joh 7,17 Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er erkennen, ob die Lehre aus Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede. Joh 7,18 Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm. Joh 7,19 Hat nicht Moses euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was suchet ihr mich zu t\u00f6ten? Joh 7,20 Die Volksmenge antwortete: Du hast einen D\u00e4mon. Wer sucht dich zu t\u00f6ten? Joh 7,21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. Joh 7,22 Darum gab Moses euch die Beschneidung, nicht da\u00df sie von Moses sei, sondern von den V\u00e4tern, und am Sabbath beschneidet ihr einen Menschen. Joh 7,23 Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbath empf\u00e4ngt, damit das Gesetz Moses nicht gebrochen werde, was z\u00fcrnt ihr mir, weil ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe am Sabbath? Joh 7,24 Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern richtet ein gerechtes Urteil. Joh 7,25 Es sagten nun etliche von den Bewohnern Jerusalems: Ist das nicht der, welchen sie zu t\u00f6ten suchen? Joh 7,26 und siehe, er redet \u00f6ffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben denn etwa die Obersten in Wahrheit erkannt, da\u00df dieser der Christus ist? Joh 7,27 Diesen aber kennen wir, woher er ist. Wenn aber der Christus kommt, so wei\u00df niemand, woher er ist. Joh 7,28 Jesus nun rief im Tempel, lehrte und sprach: Ihr kennt mich und wisst auch, woher ich bin. Und ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, welchen ihr nicht kennt. Joh 7,29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er mich gesandt hat. Joh 7,30 Da suchten sie ihn zu greifen. Und niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde noch nicht gekommen war. Joh 7,31 Aber viele von der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun als die, welche dieser getan hat? Joh 7,32 Die Pharis\u00e4er h\u00f6rten die Volksmenge dies \u00fcber ihn murmeln. Und die Pharis\u00e4er und die Hohenpriester sandten Diener, um ihn zu ergreifen. Joh 7,33 Da sprach Jesus: Noch eine kleine Zeit bin ich bei euch, und ich gehe hin zu dem, der mich gesandt hat. Joh 7,34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen. Joh 7,35 Es sprachen nun die Juden zueinander: Wohin will dieser gehen, da\u00df wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa in die Zerstreuung der Griechen gehen und die Griechen lehren? Joh 7,36 Was ist das f\u00fcr ein Wort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: Wo ich bin, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen? &#8211; Joh 7,37 An dem letzten, dem gro\u00dfen Tage des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand d\u00fcrstet, so komme er zu mir und trinke. Joh 7,38 Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen. Joh 7,39 Dies aber sagte er von dem Geist, den die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war. Joh 7,40 Etliche nun aus der Volksmenge sagten, als sie diese Worte h\u00f6rten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. Joh 7,41 Andere sagten: Dieser ist der Christus. Andere sagten: Der Christus kommt doch nicht aus Galil\u00e4a? Joh 7,42 Hat nicht die Schrift gesagt: Aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, dem Dorf, wo David war, kommt der Christus? Joh 7,43 Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung in der Volksmenge. Joh 7,44 Etliche aber von ihnen wollten ihn greifen, aber keiner legte die H\u00e4nde an ihn. Joh 7,45 Es kamen nun die Diener zu den Hohenpriestern und Pharis\u00e4ern, und diese sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Joh 7,46 Die Diener antworteten: Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch. Joh 7,47 Da antworteten ihnen die Pharis\u00e4er: Seid ihr denn auch verf\u00fchrt? Joh 7,48 Hat wohl jemand von den Obersten an ihn geglaubt, oder von den Pharis\u00e4ern? Joh 7,49 Diese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, sie ist verflucht! Joh 7,50 Da spricht Nikodemus zu ihnen, der bei Nacht zu ihm gekommen war, und einer von ihnen war: Joh 7,51 Richtet denn unser Gesetz den Menschen, es sei denn, man hat ihn zuvor selbst geh\u00f6rt und erkannt, was er tut? Joh 7,52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du etwa auch aus Galil\u00e4a? Forsche nach und sieh, da\u00df aus Galil\u00e4a kein Prophet aufsteht. Joh 7,53 Und jeder ging in sein Haus.\r\n\r\nJoh 8,1 Jesus aber ging zu dem \u00d6lberg. Joh 8,2 Fr\u00fchmorgens aber kam er wiederum in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. Joh 8,3 Die Schriftgelehrten und die Pharis\u00e4er aber bringen eine Frau zu ihm, im Ehebruch ergriffen, und stellen sie in die Mitte Joh 8,4 und sagen zu ihm: Lehrer, dieses Weib ist im Ehebruch, auf der Tat selbst, ergriffen worden. Joh 8,5 In dem Gesetz aber hat uns Moses geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? Joh 8,6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas h\u00e4tten, um ihn anzuklagen. Jesus aber b\u00fcckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Joh 8,7 Als sie fortfuhren, ihn beharrlich zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne S\u00fcnde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Joh 8,8 Und wiederum b\u00fcckte er sich nieder und schrieb auf die Erde. Joh 8,9 Als sie aber dies h\u00f6rten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, anfangend von den \u00c4ltesten bis zu den Letzten. Und Jesus wurde allein gelassen mit der Frau in der Mitte. Joh 8,10 Da richtete Jesus sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankl\u00e4ger? Hat dich niemand verurteilt? Joh 8,11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus sprach zu ihr: So verurteile auch ich dich nicht. Geh hin und s\u00fcndige hinfort nicht mehr. Joh 8,12 Jesus redete wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh 8,13 Da sprachen die Pharis\u00e4er zu ihm: Du zeugst von dir selbst, dein Zeugnis ist nicht wahr. Joh 8,14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst zeuge, ist mein Zeugnis wahr, weil ich wei\u00df, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. Joh 8,15 Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand. Joh 8,16 Wenn ich aber auch richte, so ist mein Gericht wahr, weil ich nicht allein bin, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. Joh 8,17 Es steht aber auch in eurem Gesetz geschrieben, da\u00df das Zeugnis zweier Menschen wahr ist. Joh 8,18 Ich bin es, der von mir selbst zeugt, und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt von mir. Joh 8,19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater, wenn ihr mich gekannt h\u00e4ttet, so w\u00fcrdet ihr auch meinen Vater gekannt haben. Joh 8,20 Diese Worte redete er in der Schatzkammer, lehrend in dem Tempel, und niemand griff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. Joh 8,21 Er sprach nun wieder zu ihnen: Ich gehe hin, und ihr werdet mich suchen und werdet in eurer S\u00fcnde sterben. Wo ich hingehe, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen. Joh 8,22 Da sagten die Juden: Er will sich doch nicht selbst t\u00f6ten, da\u00df er spricht: Wo ich hingehe, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen? Joh 8,23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. Joh 8,24 Daher sagte ich euch, da\u00df ihr in euren S\u00fcnden sterben werdet, denn wenn ihr nicht glaubt, da\u00df ich es bin, so werdet ihr in euren S\u00fcnden sterben. Joh 8,25 Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du? Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede. Joh 8,26 Vieles habe ich \u00fcber euch zu reden und zu richten, aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig; und ich, was ich von ihm geh\u00f6rt habe, das rede ich zu der Welt. Joh 8,27 Sie erkannten aber nicht, da\u00df er von dem Vater zu ihnen sprach. Joh 8,28 Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erh\u00f6ht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, da\u00df ich es bin, und da\u00df ich nichts von mir selbst tue, sondern wie der Vater mich gelehrt hat, das rede ich. Joh 8,29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir, er l\u00e4sst mich nicht allein, weil ich allezeit das ihm Wohlgef\u00e4llige tue. Joh 8,30 Als er dies redete, glaubten viele an ihn. Joh 8,31 Jesus sprach nun zu den Juden, welche ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine J\u00fcnger. Joh 8,32 Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Joh 8,33 Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Same und sind nie jemandes Knechte gewesen. Wie sagst du: Ihr sollt frei werden? Joh 8,34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die S\u00fcnde tut, ist ein Knecht der S\u00fcnde. Joh 8,35 Der Knecht aber bleibt nicht f\u00fcr immer in dem Haus, der Sohn bleibt f\u00fcr immer. Joh 8,36 Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein. Joh 8,37 Ich wei\u00df, da\u00df ihr Abrahams Same seid, aber ihr sucht mich zu t\u00f6ten, weil mein Wort nicht Raum in euch findet. Joh 8,38 Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater geh\u00f6rt habt. Joh 8,39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder w\u00e4rt, so w\u00fcrdet ihr die Werke Abrahams tun. Joh 8,40 Jetzt aber suchet ihr mich zu t\u00f6ten, einen Menschen, der die Wahrheit zu euch geredet hat, die ich von Gott geh\u00f6rt habe. Das hat Abraham nicht getan. Joh 8,41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht durch Hurerei geboren. Wir haben einen Vater, Gott. Joh 8,42 Jesus sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater w\u00e4re, so w\u00fcrdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen, denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. Joh 8,43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht h\u00f6ren k\u00f6nnt. Joh 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenm\u00f6rder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die L\u00fcge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein L\u00fcgner und der Vater derselben. Joh 8,45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Joh 8,46 Wer von euch \u00fcberf\u00fchrt mich einer S\u00fcnde? Wenn ich die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Joh 8,47 Wer aus Gott ist, der h\u00f6rt die Worte Gottes. Darum h\u00f6rt ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Joh 8,48 Die Juden antworteten und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, da\u00df du ein Samariter bist und einen D\u00e4mon hast? Joh 8,49 Jesus antwortete: Ich habe keinen D\u00e4mon, sondern ich ehre meinen Vater, aber ihr entehrt mich. Joh 8,50 Ich aber suche nicht meine Ehre: Es ist einer, der sie sucht, und der richtet. Joh 8,51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit. Joh 8,52 Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, da\u00df du einen D\u00e4mon hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit. Joh 8,53 Bist du etwa gr\u00f6\u00dfer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Joh 8,54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Joh 8,55 Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn, und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, so w\u00fcrde ich euch gleich sein, ein L\u00fcgner. Aber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort. Joh 8,56 Abraham, euer Vater, frohlockte, da\u00df er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich. Joh 8,57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht f\u00fcnfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen? Joh 8,58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. Joh 8,59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.\r\n\r\nJoh 9,1 Und als er vor\u00fcberging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Joh 9,2 Und seine J\u00fcnger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat ges\u00fcndigt, dieser oder seine Eltern, da\u00df er blind geboren wurde? Joh 9,3 Jesus antwortete: Weder dieser hat ges\u00fcndigt, noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes an ihm geoffenbart werden. Joh 9,4 Ich mu\u00df die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, so lange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Joh 9,5 So lange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Joh 9,6 Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen Brei aus dem Speichel und strich den Brei wie Salbe auf seine Augen. Joh 9,7 Und er sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich in dem Teiche Siloah, was \u00fcbersetzt wird: Gesandter. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend. Joh 9,8 Die Nachbarn nun und die ihn fr\u00fcher gesehen hatten, da\u00df er ein Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht der, der da sa\u00df und bettelte? Joh 9,9 Einige sagten: Er ist es; andere sagten: Nein, sondern er ist ihm \u00e4hnlich; er sagte: Ich bin es. Joh 9,10 Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen aufgetan worden? Joh 9,11 Er antwortete: Ein Mensch, genannt Jesus, bereitete einen Brei und salbte meine Augen damit und sprach zu mir: Gehe hin nach Siloah und wasche dich. Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich sehend. Joh 9,12 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist jener? Er sagt: Ich wei\u00df es nicht. Joh 9,13 Sie f\u00fchren ihn, den einst Blinden, zu den Pharis\u00e4ern. Joh 9,14 Es war aber Sabbath, als Jesus den Brei bereitete und seine Augen auftat. Joh 9,15 Nun fragten ihn auch die Pharis\u00e4er, wie er sehend geworden sei. Er aber sprach zu ihnen: Er legte einen Brei auf meine Augen, und ich wusch mich, und bin sehend. Joh 9,16 Da sprachen etliche von den Pharis\u00e4ern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er h\u00e4lt den Sabbath nicht. Andere sagten: Wie kann ein s\u00fcndiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter ihnen. Joh 9,17 Sie sagen nun wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, weil er deine Augen aufgetan hat? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Joh 9,18 Es glaubten nun die Juden nicht von ihm, da\u00df er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern dessen riefen, der sehend geworden war. Joh 9,19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist dieser euer Sohn, von dem ihr sagt, da\u00df er blind geboren wurde? Wie sieht er denn jetzt? Joh 9,20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, da\u00df dieser unser Sohn ist, und da\u00df er blind geboren wurde. Joh 9,21 Wie er aber jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir nicht. Er ist m\u00fcndig, fragt ihn, er wird selbst \u00fcber sich reden. Joh 9,22 Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden f\u00fcrchteten, denn die Juden waren schon \u00fcbereingekommen, da\u00df, wenn jemand ihn als Christus bekennen w\u00fcrde, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte. Joh 9,23 Deswegen sagten seine Eltern: Er ist m\u00fcndig, fragt ihn. Joh 9,24 Sie riefen nun zum zweiten Male den Menschen, der blind war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, da\u00df dieser Mensch ein S\u00fcnder ist. Joh 9,25 Da antwortete er: Ob er ein S\u00fcnder ist, wei\u00df ich nicht. Eines wei\u00df ich, da\u00df ich blind war und jetzt sehe. Joh 9,26 Und sie sprachen wiederum zu ihm: Was hat er dir getan? Wie tat er deine Augen auf? Joh 9,27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht geh\u00f6rt. Warum wollt ihr es nochmals h\u00f6ren? Wollt ihr etwa auch seine J\u00fcnger werden? Joh 9,28 Sie beschimpften ihn und sprachen: Du bist sein J\u00fcnger, wir aber sind Moses&#8216; J\u00fcnger. Joh 9,29 Wir wissen, da\u00df Gott zu Moses geredet hat. Von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist. Joh 9,30 Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Hierbei ist es doch verwunderlich, da\u00df ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat doch meine Augen aufgetan. Joh 9,31 Wir wissen, da\u00df Gott S\u00fcnder nicht h\u00f6rt, sondern wenn jemand gottesf\u00fcrchtig ist und seinen Willen tut, den h\u00f6rt er. Joh 9,32 Von Ewigkeit her hat man nicht geh\u00f6rt, da\u00df jemand die Augen eines Blindgeborenen aufgetan habe. Joh 9,33 Wenn dieser nicht von Gott w\u00e4re, so k\u00f6nnte er nichts tun. Joh 9,34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in S\u00fcnden geboren, und du lehrst uns? Und sie warfen ihn hinaus. Joh 9,35 Jesus h\u00f6rte, da\u00df sie ihn hinausgeworfen hatten; und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? Joh 9,36 Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, auf da\u00df ich an ihn glaube? Joh 9,37 Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Joh 9,38 Er aber sprach: Ich glaube, Herr; und er warf sich vor ihm nieder. Joh 9,39 Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden. Joh 9,40 Das h\u00f6rten einige von den Pharis\u00e4ern, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? Joh 9,41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind w\u00e4ret, so h\u00e4ttet ihr keine S\u00fcnde, weil ihr aber sagt: Wir sehen, deshalb bleibt eure S\u00fcnde.\r\n\r\nJoh 10,1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die T\u00fcr in den Hof der Schafe hineingeht, sondern anderswo hin\u00fcbersteigt, der ist ein Dieb und ein R\u00e4uber. Joh 10,2 Wer aber durch die T\u00fcr hineingeht, ist Hirte der Schafe. Joh 10,3 Diesem macht der T\u00fcrh\u00fcter auf, und die Schafe h\u00f6ren seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und f\u00fchrt sie heraus. Joh 10,4 Wenn er seine eigenen Schafe alle herausgebracht hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Joh 10,5 Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Joh 10,6 Dieses Gleichnis sprach Jesus zu ihnen; sie verstanden aber nicht, was es war, das er ihnen damit sagte. Joh 10,7 Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die T\u00fcr der Schafe. Joh 10,8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und R\u00e4uber, aber die Schafe h\u00f6rten nicht auf sie. Joh 10,9 Ich bin die T\u00fcr, wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Joh 10,10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in \u00dcberflu\u00df haben. Joh 10,11 Ich bin der gute Hirte, Der gute Hirte l\u00e4\u00dft sein Leben f\u00fcr die Schafe. Joh 10,12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht geh\u00f6ren, sieht den Wolf kommen und verl\u00e4\u00dft die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut sie. Joh 10,13 Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht k\u00fcmmert. Joh 10,14 Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, Joh 10,15 gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben f\u00fcr die Schafe. Joh 10,16 Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hof sind; auch diese mu\u00df ich herf\u00fchren, und sie werden meine Stimme h\u00f6ren, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. Joh 10,17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Joh 10,18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. Joh 10,19 Es entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden wegen dieser Worte. Joh 10,20 Viele aber von ihnen sagten: Er hat einen D\u00e4mon und ist von Sinnen; was h\u00f6rt ihr ihm zu? Joh 10,21 Andere sagten: Diese Reden sind nicht die eines Besessenen. Kann etwa ein D\u00e4mon Blinden die Augen auftun? Joh 10,22 Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem, und es war Winter. Joh 10,23 Und Jesus ging in dem Tempel in der S\u00e4ulenhalle Salomons umher. Joh 10,24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann h\u00e4ltst du unsere Seele im Zweifel? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus. Joh 10,25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir, Joh 10,26 aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Joh 10,27 Meine Schafe h\u00f6ren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Joh 10,28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Joh 10,29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist gr\u00f6\u00dfer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Joh 10,30 Ich und der Vater sind eins. Joh 10,31 Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Joh 10,32 Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt. F\u00fcr welches Werk unter diesen steinigt ihr mich? Joh 10,33 Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Gottesl\u00e4sterung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Joh 10,34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: &#8222;Ich habe gesagt: Ihr seid G\u00f6tter?&#8220; Joh 10,35 Wenn er jene G\u00f6tter nannte, zu welchen das Wort Gottes erging, und die Schrift kann nicht aufgel\u00f6st werden, Joh 10,36 sagt ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du l\u00e4sterst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? &#8211; Joh 10,37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht, Joh 10,38 wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, da\u00df der Vater in mir ist und ich in ihm. Joh 10,39 Da suchten sie wiederum ihn zu greifen, und er entging ihren H\u00e4nden. Joh 10,40 Und er ging wieder weg jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst taufte, und er blieb dort. Joh 10,41 Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes tat zwar kein Zeichen; alles aber, was Johannes von diesem gesagt hat, war wahr. Joh 10,42 Und es glaubten dort viele an ihn.\r\n\r\nJoh 11,1 Es war aber ein Gewisser krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. Joh 11,2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salb\u00f6l salbte und seine F\u00fc\u00dfe mit ihren Haaren abtrocknete; deren Bruder Lazarus war krank. Joh 11,3 Da sandten die Schwestern zu ihm und lie\u00dfen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank. Joh 11,4 Als aber Jesus es h\u00f6rte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern um der Herrlichkeit Gottes willen, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde. Joh 11,5 Jesus aber liebte die Martha und ihre Schwester und den Lazarus. Joh 11,6 Als er nun h\u00f6rte, da\u00df er krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. Joh 11,7 Dann erst spricht er zu den J\u00fcngern: La\u00dft uns wieder nach Jud\u00e4a gehen. Joh 11,8 Die J\u00fcnger sagen zu ihm: Rabbi, eben suchten die Juden dich zu steinigen, und wieder gehst du dahin? Joh 11,9 Jesus antwortete: Hat nicht der Tag zw\u00f6lf Stunden? Wenn jemand am Tage wandelt, st\u00f6\u00dft er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht, Joh 11,10 wenn aber jemand in der Nacht wandelt, st\u00f6\u00dft er an, weil das Licht nicht in ihm ist. Joh 11,11 Dies sprach er, und danach sagt er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen, aber ich gehe hin, damit ich ihn aufwecke. Joh 11,12 Da sprachen die J\u00fcnger zu ihm: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er geheilt werden. Joh 11,13 Jesus aber hatte von seinem Tode gesprochen; sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes. Joh 11,14 Daraufhin sagte ihnen Jesus gerade heraus: Lazarus ist gestorben, Joh 11,15 und ich bin froh um euretwillen, da\u00df ich nicht dort war, damit ihr glaubt, aber la\u00dft uns zu ihm gehen. Joh 11,16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitj\u00fcngern: La\u00dft auch uns gehen, da\u00df wir mit ihm sterben. Joh 11,17 Als nun Jesus kam, fand er ihn schon vier Tage in der Gruft liegen. Joh 11,18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa f\u00fcnfzehn Stadien weit, Joh 11,19 und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um sie \u00fcber ihren Bruder zu tr\u00f6sten. Joh 11,20 Als Martha nun h\u00f6rte, da\u00df Jesus kommt, ging sie ihm entgegen. Maria aber sa\u00df im Haus. Joh 11,21 Da sprach Martha zu Jesu: Herr, wenn du hier gewesen w\u00e4rest, so w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben. Joh 11,22 Aber auch jetzt wei\u00df ich, da\u00df, was irgend du von Gott bitten magst, Gott dir geben wird. Joh 11,23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Joh 11,24 Martha spricht zu ihm: Ich wei\u00df, da\u00df er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. Joh 11,25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; Joh 11,26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies? Joh 11,27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, da\u00df du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Joh 11,28 Und als sie dies gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sagte: Der Lehrer ist da und ruft dich. Joh 11,29 Als diese es h\u00f6rte, stand sie schnell auf und ging zu ihm. Joh 11,30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war. Joh 11,31 Als nun die Juden, die bei ihr im Hause waren und sie tr\u00f6steten, sahen, da\u00df Maria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr, indem sie sagten: Sie geht zur Gruft, um dort zu weinen. Joh 11,32 Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu F\u00fc\u00dfen und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen w\u00e4rest, so w\u00e4re mein Bruder nicht gestorben. Joh 11,33 Als nun Jesus sie weinen sah, und die Juden weinen, die mit ihr gekommen waren, seufzte er tief im Geist und wurde ersch\u00fcttert Joh 11,34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sagen zu ihm: Herr, komm und sieh! Joh 11,35 Jesus weinte. Joh 11,36 Da sprachen die Juden: Siehe, wie lieb hat er ihn gehabt! Joh 11,37 Etliche aber von ihnen sagten: Konnte dieser, der die Augen des Blinden auftat, nicht machen, da\u00df auch dieser nicht gestorben w\u00e4re? Joh 11,38 Jesus nun, wiederum tief in sich selbst seufzend, kommt zur Gruft. Es war aber eine H\u00f6hle, und ein Stein lag darauf. Joh 11,39 Jesus spricht: Nehmt den Stein weg. Die Schwester des Verstorbenen, Martha, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist vier Tage hier. Joh 11,40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Joh 11,41 Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, da\u00df du mich erh\u00f6rt hast. Joh 11,42 Ich aber wu\u00dfte, da\u00df du mich allezeit erh\u00f6rst, doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, auf da\u00df sie glauben, da\u00df du mich gesandt hast. Joh 11,43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Joh 11,44 Und der Verstorbene kam heraus, an F\u00fc\u00dfen und H\u00e4nden mit Grabt\u00fcchern gebunden, und sein Gesicht war mit einem Schwei\u00dftuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und la\u00dft ihn gehen. Joh 11,45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was er getan hatte, glaubten an ihn. Joh 11,46 Einige aber von ihnen gingen hin zu den Pharis\u00e4ern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Joh 11,47 Da versammelten die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er den Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen. Joh 11,48 Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben, und dann kommen die R\u00f6mer und nehmen unsere Stadt als auch unsere Nation weg. Joh 11,49 Einer aber von ihnen, Kajaphas, der jenes Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts, Joh 11,50 und \u00fcberlegt auch nicht, da\u00df es euch n\u00fctzlich ist, da\u00df ein Mensch f\u00fcr das Volk stirbt und nicht die ganze Nation umkommt. Joh 11,51 Dies aber sagte er nicht aus sich selbst, sondern da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte er, da\u00df Jesus f\u00fcr die Nation sterben sollte; Joh 11,52 und nicht f\u00fcr die Nation allein, sondern da\u00df er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte. Joh 11,53 Von jenem Tage an ratschlagten sie nun, um ihn zu t\u00f6ten. Joh 11,54 Darum ging Jesus nicht mehr frei unter den Juden umher, sondern ging von dannen hinweg in die Gegend nahe bei der W\u00fcste, in eine Stadt, genannt Ephraim; und daselbst verweilte er mit den J\u00fcngern. Joh 11,55 Es war aber nahe das Passah der Juden, und viele gingen aus dem Land hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, um sich zu reinigen. Joh 11,56 Sie suchten nun Jesus und redeten miteinander, als sie im Tempel standen: Was meint ihr, kommt er nicht zu dem Fest? Joh 11,57 Es hatten aber die Hohenpriester und die Pharis\u00e4er Befehl gegeben, da\u00df, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeigen solle, damit sie ihn ergreifen k\u00f6nnten.\r\n\r\nJoh 12,1 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus, der Gestorbene, war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. Joh 12,2 Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Martha diente. Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch lagen. Joh 12,3 Da nahm Maria ein Pfund Salb\u00f6l von echter, sehr kostbarer Narde und salbte die F\u00fc\u00dfe Jesu und trocknete seine F\u00fc\u00dfe mit ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salb\u00f6ls erf\u00fcllt. Joh 12,4 Da sprach einer von seinen J\u00fcnger, Judas, Simons Sohn, der Iskariot, der ihn sp\u00e4ter verriet: Joh 12,5 Warum ist dieses Salb\u00f6l nicht f\u00fcr dreihundert Denare verkauft und es den Armen gegeben worden? Joh 12,6 Er sagte dies aber nicht, weil er f\u00fcr die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und an sich nahm, was eingelegt wurde. Joh 12,7 Da sprach Jesus: La\u00df sie, damit sie es auf den Tag meines Begr\u00e4bnisses aufbewahrt habe. Joh 12,8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. Joh 12,9 Eine gro\u00dfe Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, da\u00df er dort war; und sie kamen, nicht um Jesu willen allein, sondern damit sie auch den Lazarus s\u00e4hen, den er aus den Toten auferweckt hatte. Joh 12,10 Die Hohenpriester aber ratschlagten, auch Lazarus zu t\u00f6ten, Joh 12,11 weil viele von den Juden um seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten. Joh 12,12 Am folgenden Tag, als eine gro\u00dfe Volksmenge, die zu dem Fest gekommen war, h\u00f6rte, da\u00df Jesus nach Jerusalem komme, Joh 12,13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosanna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der K\u00f6nig Israels! Joh 12,14 Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: Joh 12,15 &#8222;F\u00fcrchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein K\u00f6nig kommt, sitzend auf einem Eselsf\u00fcllen&#8220;. Joh 12,16 Dies verstanden seine J\u00fcnger zuerst nicht, jedoch als Jesus verherrlicht war, dann erinnerten sie sich, da\u00df dies von ihm geschrieben war und sie ihm dies getan hatten. Joh 12,17 Es bezeugte nun die Volksmenge, die bei ihm war, da\u00df er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte. Joh 12,18 Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie h\u00f6rten, da\u00df er dieses Zeichen getan hatte. Joh 12,19 Da sprachen die Pharis\u00e4er zueinander: Ihr seht, da\u00df ihr gar nichts ausrichtet. Siehe, die Welt ist ihm nachgegangen. Joh 12,20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die hinaufkamen, um auf dem Fest anzubeten. Joh 12,21 Diese kamen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galil\u00e4a war, und baten ihn und sagten: Herr, wir m\u00f6chten Jesus sehen. Joh 12,22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen es Jesus. Joh 12,23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, da\u00df der Sohn des Menschen verherrlicht werde. Joh 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Joh 12,25 Wer sein Leben liebt, wird es verlieren, und wer sein Leben in dieser Welt ha\u00dft, wird es zum ewigen Leben bewahren. Joh 12,26 Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, so wird der Vater ihn ehren. Joh 12,27 Jetzt ist meine Seele best\u00fcrzt, und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Joh 12,28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme aus dem Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn auch wieder verherrlichen. Joh 12,29 Die Volksmenge nun, die dastand und zuh\u00f6rte, sagte, es habe gedonnert; andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet. Joh 12,30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen. Joh 12,31 Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der F\u00fcrst dieser Welt hinausgeworfen werden. Joh 12,32 Und ich, wenn ich von der Erde erh\u00f6ht bin, werde alle zu mir ziehen. Joh 12,33 Dies aber sagte er, andeutend, welches Todes er sterben sollte. Joh 12,34 Die Volksmenge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz geh\u00f6rt, da\u00df der Christus bleibt in Ewigkeit, und wie sagst du, da\u00df der Sohn des Menschen erh\u00f6ht werden m\u00fcsse? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen? Joh 12,35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch; wandelt, w\u00e4hrend ihr das Licht habt, damit nicht die Finsternis euch \u00fcberfalle. Wer in der Finsternis wandelt, wei\u00df nicht, wohin er geht. Joh 12,36 Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr S\u00f6hne des Lichtes werdet. Dieses redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. Joh 12,37 Obwohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn, Joh 12,38 damit das Wort des Propheten Jesaja erf\u00fcllt w\u00fcrde, welches er sprach: &#8222;Herr, wer hat unserer Verk\u00fcndigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?&#8220; Joh 12,39 Darum konnten sie nicht glauben, weil Jesaja wieder gesagt hat: Joh 12,40 &#8222;Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, da\u00df sie nicht sehen mit den Augen und verstehen mit dem Herzen und sich bekehren, und ich sie heile.&#8220; Joh 12,41 Dies sprach Jesaja, weil er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. Joh 12,42 Dennoch glaubten sogar viele von den Obersten an ihn, aber wegen der Pharis\u00e4er bekannten sie ihn nicht, auf da\u00df sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen w\u00fcrden. Joh 12,43 Denn sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Ehre Gottes. Joh 12,44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; Joh 12,45 und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Joh 12,46 Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Joh 12,47 Und wenn jemand meine Worte h\u00f6rt und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, da\u00df ich die Welt richte, sondern da\u00df ich die Welt errette. Joh 12,48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten an dem letzten Tag. Joh 12,49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Joh 12,50 Und ich wei\u00df, da\u00df sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.\r\n\r\nJoh 13,1 Vor dem Passahfest aber, als Jesus wu\u00dfte, da\u00df seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zu dem Vater hinzugehen &#8211; da er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende. Joh 13,2 Und w\u00e4hrend des Abendessens, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, da\u00df er ihn \u00fcberliefere, Joh 13,3 steht Jesus von dem Abendessen auf, wissend, da\u00df der Vater ihm alles in die H\u00e4nde gegeben, und da\u00df er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, Joh 13,4 und legt die Oberkleider ab und nahm ein leinenes Tuch und umg\u00fcrtete sich. Joh 13,5 Dann gie\u00dft er Wasser in das Waschbecken und fing an, die F\u00fc\u00dfe der J\u00fcnger zu waschen und mit dem leinenen Tuch abzutrocknen, mit dem er umg\u00fcrtet war. Joh 13,6 Er kommt nun zu Simon Petrus, und der spricht zu ihm: Herr, du w\u00e4schst meine F\u00fc\u00dfe? Joh 13,7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, wei\u00dft du jetzt nicht, du wirst es aber danach verstehen. Joh 13,8 Petrus spricht zu ihm: Du sollst nimmermehr meine F\u00fc\u00dfe waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil mit mir. Joh 13,9 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine F\u00fc\u00dfe allein, sondern auch die H\u00e4nde und das Haupt. Joh 13,10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht n\u00f6tig sich zu waschen, ausgenommen die F\u00fc\u00dfe, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht alle. Joh 13,11 Denn er kannte den, der ihn \u00fcberlieferte, darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Joh 13,12 Als er nun ihre F\u00fc\u00dfe gewaschen und seine Oberkleider genommen hatte, legte er sich wiederum zu Tisch und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? Joh 13,13 Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. Joh 13,14 Wenn nun ich, der Herr und der Lehrer, eure F\u00fc\u00dfe gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die F\u00fc\u00dfe zu waschen. Joh 13,15 Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich euch getan habe. Joh 13,16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Knecht ist nicht gr\u00f6\u00dfer als sein Herr, noch ein Gesandter gr\u00f6\u00dfer, als der ihn gesandt hat. Joh 13,17 Wenn ihr dies wisst, gl\u00fcckselig seid ihr, wenn ihr es tut. Joh 13,18 Ich rede nicht von euch allen, ich wei\u00df, welche ich auserw\u00e4hlt habe, aber auf da\u00df die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde: &#8222;Der mit mir das Brot i\u00dft, hat seine Ferse wider mich aufgehoben&#8220;. Joh 13,19 Von jetzt an sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, glaubt, da\u00df ich es bin. Joh 13,20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemanden aufnimmt, den ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Joh 13,21 Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist ersch\u00fcttert und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich \u00fcberliefern. Joh 13,22 Da blickten die J\u00fcnger einander an und wussten nicht, von wem er rede. Joh 13,23 Einer aber von seinen J\u00fcngern, den Jesus liebte, lag zu Tisch an der Brust Jesu. Joh 13,24 Diesem nun winkt Simon Petrus, damit er fragen m\u00f6chte, wer es w\u00e4re, von dem er redete. Joh 13,25 Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist es? Joh 13,26 Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und als er den Bissen eingetaucht hatte, gibt er ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot. Joh 13,27 Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Jesus spricht nun zu ihm: Was du tust, tue bald. Joh 13,28 Keiner aber von den zu Tisch Liegenden verstand, wozu er ihm dies sagte. Joh 13,29 Denn einige meinten, weil Judas die Kasse hatte, da\u00df Jesus zu ihm sagte: Kaufe, was wir f\u00fcr das Fest bed\u00fcrfen, oder da\u00df er den Armen etwas geben solle. Joh 13,30 Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht. Joh 13,31 Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Joh 13,32 Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen. Joh 13,33 Kinder, noch eine kleine Weile bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und wie ich den Juden sagte: Wo ich hingehe, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen, so sage ich jetzt auch euch. Joh 13,34 Ein neues Gebot gebe ich euch, da\u00df ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Joh 13,35 Daran werden alle erkennen, da\u00df ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Joh 13,36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber sp\u00e4ter folgen. Joh 13,37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich f\u00fcr dich lassen. Joh 13,38 Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du f\u00fcr mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht kr\u00e4hen, bis du mich dreimal verleugnet hast.\r\n\r\nJoh 14,1 Euer Herz werde nicht ersch\u00fcttert. Glaubt an Gott, glaubt auch an mich. Joh 14,2 In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so w\u00e4re, w\u00fcrde ich euch gesagt haben; Ich gehe hin, euch eine St\u00e4tte zu bereiten. Joh 14,3 Und wenn ich hingehe und euch eine St\u00e4tte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Joh 14,4 Und wo ich hingehe, wisst ihr, und den Weg kennt ihr. Joh 14,5 Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst, und wie k\u00f6nnen wir den Weg kennen? Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich. Joh 14,7 Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Joh 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es gen\u00fcgt uns. Joh 14,9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater? Joh 14,10 Glaubst du nicht, da\u00df ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, er tut die Werke. Joh 14,11 Glaubt mir, da\u00df ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt mir um der Werke selbst willen. Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird gr\u00f6\u00dfere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Joh 14,13 Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Joh 14,14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. Joh 14,15 Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote; Joh 14,16 und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, da\u00df er bei euch sei in Ewigkeit, Joh 14,17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Joh 14,18 Ich werde euch nicht als Waisen zur\u00fccklassen, ich komme zu euch. Joh 14,19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: Weil ich lebe, werdet auch ihr leben. Joh 14,20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, da\u00df ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Joh 14,21 Wer meine Gebote hat und sie h\u00e4lt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren. Joh 14,22 Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, da\u00df du dich uns offenbaren willst, und nicht der Welt? Joh 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Joh 14,24 Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr h\u00f6rt, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Joh 14,25 Dies habe ich zu euch geredet, w\u00e4hrend ich bei euch bin. Joh 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Joh 14,27 Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz werde nicht best\u00fcrzt, sei auch nicht furchtsam. Joh 14,28 Ihr habt geh\u00f6rt, da\u00df ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich lieb h\u00e4ttet, so w\u00fcrdet ihr euch freuen, da\u00df ich zum Vater gehe, denn mein Vater ist gr\u00f6\u00dfer als ich. Joh 14,29 Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. Joh 14,30 Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der F\u00fcrst der Welt kommt und hat keine Macht \u00fcber mich. Joh 14,31 Aber die Welt soll erkennen, da\u00df ich den Vater liebe und so tue, wie mir der Vater geboten hat. Steht auf und lasst uns von hier fortgehen.\r\n\r\nJoh 15,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weing\u00e4rtner. Joh 15,2 Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, da\u00df sie mehr Frucht bringe. Joh 15,3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Joh 15,4 Bleibt in mir, und ich in euch. Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. Joh 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn getrennt von mir k\u00f6nnt ihr nichts tun. Joh 15,6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Joh 15,7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. Joh 15,8 Hierin wird mein Vater verherrlicht, da\u00df ihr viel Frucht bringt und werdet meine J\u00fcnger. Joh 15,9 Gleichwie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe. Joh 15,10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Joh 15,11 Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. Joh 15,12 Dies ist mein Gebot, da\u00df ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe. Joh 15,13 Gr\u00f6\u00dfere Liebe hat niemand als diese, da\u00df jemand sein Leben l\u00e4\u00dft f\u00fcr seine Freunde. Joh 15,14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. Joh 15,15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht wei\u00df nicht, was sein Herr tut; aber ich habe euch Freunde genannt, weil ich alles verk\u00fcndet habe, was ich von meinem Vater geh\u00f6rt habe. Joh 15,16 Ihr habt nicht mich erw\u00e4hlt, sondern ich habe euch erw\u00e4hlt und euch gesetzt, da\u00df ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe. Joh 15,17 Dies gebiete ich euch, da\u00df ihr einander liebt. Joh 15,18 Wenn die Welt euch ha\u00dft, so wisst, da\u00df sie mich vor euch geha\u00dft hat. Joh 15,19 Wenn ihr von der Welt w\u00e4ret, w\u00fcrde die Welt das Ihre lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserw\u00e4hlt habe, darum ha\u00dft euch die Welt. Joh 15,20 Gedenkt des Wortes, das ich zu euch gesagt habe: Ein Knecht ist nicht gr\u00f6\u00dfer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. Joh 15,21 Aber dies alles werden sie euch tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. Joh 15,22 Wenn ich nicht gekommen w\u00e4re und zu ihnen geredet h\u00e4tte, so h\u00e4tten sie keine S\u00fcnde; jetzt aber haben sie keinen Vorwand f\u00fcr ihre S\u00fcnde. Joh 15,23 Wer mich ha\u00dft, ha\u00dft auch meinen Vater. Joh 15,24 Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan h\u00e4tte, die kein anderer getan hat, so h\u00e4tten sie keine S\u00fcnde; jetzt aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater. Joh 15,25 Aber es muss das Wort erf\u00fcllt werden, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: &#8222;Sie hassen mich ohne Ursache&#8220;. Joh 15,26 Wenn aber der Beistand gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen. Joh 15,27 Aber auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir seid.\r\n\r\nJoh 16,1 Dies habe ich zu euch geredet, da\u00df ihr nicht zu Fall kommt. Joh 16,2 Sie werden euch aus der Synagoge ausschlie\u00dfen; es kommt aber die Stunde, da\u00df jeder, der euch t\u00f6tet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen. Joh 16,3 Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Joh 16,4 Dies aber habe ich zu euch geredet, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde gekommen ist, da\u00df ich es euch gesagt habe. Dieses aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, weil ich bei euch war. Joh 16,5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? Joh 16,6 Doch weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erf\u00fcllt. Joh 16,7 Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch n\u00fctzlich, da\u00df ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Joh 16,8 Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt \u00fcberf\u00fchren von S\u00fcnde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Joh 16,9 Von S\u00fcnde, weil sie nicht an mich glauben; Joh 16,10 von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe, und ihr mich nicht mehr seht; Joh 16,11 von Gericht aber, weil der F\u00fcrst dieser Welt gerichtet ist. Joh 16,12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr k\u00f6nnt es jetzt nicht tragen. Joh 16,13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er h\u00f6ren wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verk\u00fcndigen. Joh 16,14 Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen und euch verk\u00fcndigen. Joh 16,15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, da\u00df er von dem Meinen empf\u00e4ngt und euch verk\u00fcndigen wird. Joh 16,16 Noch eine kleine Weile, und ihr werdet mich nicht mehr sehen, und wiederum eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen, weil ich zu dem Vater gehe. Joh 16,17 Es sprachen nun einige von seinen J\u00fcngern zueinander: Was ist dies, das er zu uns sagt: \u00dcber ein kleine Weile, und ihr seht mich nicht, und wiederum \u00fcber ein kleine Weile, und ihr werdet mich sehen, und: Weil ich zu dem Vater gehe? Joh 16,18 Da sprachen sie: Was ist das f\u00fcr eine kleine Weile, wovon er redet? Wir wissen nicht, was er sagt. Joh 16,19 Jesus erkannte, da\u00df sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Forscht ihr dar\u00fcber untereinander, da\u00df ich sagte: \u00dcber ein Kleines, und ihr seht mich nicht, und wiederum \u00fcber eine kleine Weile, und ihr werdet mich sehen? Joh 16,20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, da\u00df ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Joh 16,21 Eine Frau, wenn sie gebiert, hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, gedenkt sie nicht mehr der Drangsal, um der Freude willen, da\u00df ein Mensch zur Welt gekommen ist. Joh 16,22 Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch. Joh 16,23 Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Joh 16,24 Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude v\u00f6llig sei. Joh 16,25 Dies habe ich in Gleichnissen zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen von dem Vater verk\u00fcndigen werde. Joh 16,26 An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, da\u00df ich den Vater f\u00fcr euch bitten werde; Joh 16,27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, da\u00df ich von Gott ausgegangen bin. Joh 16,28 Ich bin von dem Vater ausgegangen und bin in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Joh 16,29 Seine J\u00fcnger sprechen zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und gebrauchst kein Gleichnis. Joh 16,30 Jetzt wissen wir, da\u00df du alles wei\u00dft und nicht n\u00f6tig hast, da\u00df dich jemand fragt. Darum glauben wir, da\u00df du von Gott ausgegangen bist. Joh 16,31 Jesus antwortete ihnen: Glaubt ihr jetzt? Joh 16,32 Siehe, es kommt die Stunde und ist gekommen, da\u00df ihr zerstreut sein werdet, ein jeder in das Seine und mich allein lassen werdet. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Joh 16,33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\r\n\r\nJoh 17,1 Dies redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche. Joh 17,2 Gleichwie du ihm Macht gegeben hast \u00fcber alles Fleisch, da\u00df er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gibt. Joh 17,3 Dies aber ist das ewige Leben, da\u00df sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Joh 17,4 Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, da\u00df ich es tun sollte. Joh 17,5 Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Joh 17,6 Ich habe deinen Namen geoffenbart den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren Dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Joh 17,7 Jetzt haben sie erkannt, da\u00df alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; Joh 17,8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, da\u00df ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, da\u00df du mich gesandt hast. Joh 17,9 Ich bitte f\u00fcr sie; nicht f\u00fcr die Welt bitte ich, sondern f\u00fcr die, die du mir gegeben hast, denn sie sind dein. Joh 17,10 Und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. Joh 17,11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, auf da\u00df sie eins seien wie wir. Joh 17,12 Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie beh\u00fctet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erf\u00fcllt werde. Joh 17,13 Jetzt aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude v\u00f6llig in sich haben. Joh 17,14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie geha\u00dft, weil sie nicht von der Welt sind, wie ich nicht von der Welt bin. Joh 17,15 Ich bitte nicht, da\u00df du sie aus der Welt wegnimmst, sondern da\u00df du sie bewahrst vor dem B\u00f6sen. Joh 17,16 Sie sind nicht von der Welt, wie ich nicht von der Welt bin. Joh 17,17 Heilige sie durch die Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Joh 17,18 Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Joh 17,19 Und ich heilige mich selbst f\u00fcr sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Joh 17,20 Aber nicht f\u00fcr diese allein bitte ich, sondern auch f\u00fcr die, die durch ihr Wort an mich glauben, Joh 17,21 damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, da\u00df auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, da\u00df du mich gesandt hast. Joh 17,22 Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, da\u00df sie eins seien, wie wir eins sind, Joh 17,23 ich in ihnen und du in mir, da\u00df sie vollkommen eins seien, damit die Welt erkenne, da\u00df du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Joh 17,24 Vater, ich will, da\u00df die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Joh 17,25 Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese haben erkannt, da\u00df du mich gesandt hast. Joh 17,26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.\r\n\r\nJoh 18,1 Als Jesus dies gesagt hatte, ging er mit seinen J\u00fcngern hinaus \u00fcber den Bach Kidron. Dort war ein Garten, in den er und seine J\u00fcnger eintraten. Joh 18,2 Aber auch Judas, der ihn \u00fcberlieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen J\u00fcngern zusammen war. Joh 18,3 Als nun Judas die Schar der Soldaten und Knechte von den Hohenpriestern und Pharis\u00e4ern mit sich genommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln, Lampen und Waffen. Joh 18,4 Jesus nun, der alles wu\u00dfte, was \u00fcber ihn kommen w\u00fcrde, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? Joh 18,5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener. Jesus spricht zu ihnen: Ich bin es. Aber auch Judas, der ihn \u00fcberlieferte, stand bei ihnen. Joh 18,6 Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin es, wichen sie zur\u00fcck und fielen zu Boden. Joh 18,7 Da fragte er sie abermals: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazarener. Joh 18,8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, da\u00df ich es bin; wenn ihr nun mich sucht, so la\u00dft diese gehen. Joh 18,9 Damit das Wort erf\u00fcllt w\u00fcrde, das er gesagt hatte: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren. Joh 18,10 Simon Petrus nun, der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name des Knechtes aber war Malchus. Joh 18,11 Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide. Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat? Joh 18,12 Die Schar nun und der Oberste und die Diener der Juden ergriffen Jesus und banden ihn; Joh 18,13 und sie f\u00fchrten ihn zuerst hin zu Hannas, denn er war Schwiegervater des Kajaphas, der jenes Jahr Hoherpriester war. Joh 18,14 Kajaphas aber war es, der den Juden geraten hatte, es sei n\u00fctzlich, da\u00df ein Mensch f\u00fcr das Volk sterbe. Joh 18,15 Simon Petrus aber folgte Jesu nach und ein anderer J\u00fcnger. Dieser J\u00fcnger aber war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in den Hof des Hohenpriesters. Joh 18,16 Petrus aber stand an der T\u00fcr drau\u00dfen. Da ging der andere J\u00fcnger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und sprach mit der T\u00fcrh\u00fcterin und f\u00fchrte Petrus hinein. Joh 18,17 Da spricht die Magd, die T\u00fcrh\u00fcterin, zu Petrus: Bist nicht auch du einer von den J\u00fcngern dieses Menschen? Er sagt: Ich bin es nicht. Joh 18,18 Es standen aber die Knechte und die Diener um ein Kohlenfeuer, das sie gemacht hatten, denn es war kalt, und sie w\u00e4rmten sich. Aber auch Petrus stand bei ihnen und w\u00e4rmte sich. Joh 18,19 Der Hohepriester nun befragte Jesus \u00fcber seine J\u00fcnger und \u00fcber seine Lehre. Joh 18,20 Jesus antwortete ihm: Ich habe \u00f6ffentlich zu der Welt geredet. Ich habe allezeit in der Synagoge und in dem Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet. Joh 18,21 Was fragst du mich? Frage die, welche geh\u00f6rt, was ich zu ihnen geredet habe. Siehe, diese wissen, was ich gesagt habe. Joh 18,22 Als er aber dies sagte, schlug einer der Diener, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Antwortest du so dem Hohenpriester? Joh 18,23 Jesus antwortete ihm: Wenn ich \u00fcbel geredet habe, so gib Zeugnis von dem \u00dcbel; wenn aber recht, was schl\u00e4gst du mich? Joh 18,24 Hannas nun sandte ihn gebunden zu Kajaphas, dem Hohenpriester. Joh 18,25 Simon Petrus aber stand da und w\u00e4rmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen J\u00fcngern? Er leugnete und sprach: Ich bin es nicht. Joh 18,26 Es spricht einer von den Knechten des Hohenpriesters, der ein Verwandter dessen war, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht in dem Garten bei ihm? Joh 18,27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald kr\u00e4hte der Hahn. Joh 18,28 Sie f\u00fchren nun Jesus von Kajaphas in das Pr\u00e4torium. Es war aber fr\u00fchmorgens. Und sie gingen nicht hinein in das Pr\u00e4torium, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Passahmahl essen k\u00f6nnten. Joh 18,29 Pilatus ging nun zu ihnen hinaus und sprach: Welche Anklage bringt ihr wider diesen Menschen? Joh 18,30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wenn dieser nicht ein \u00dcbelt\u00e4ter w\u00e4re, w\u00fcrden wir ihn dir nicht \u00fcberliefert haben. Joh 18,31 Da sprach Pilatus zu ihnen: Nehmt ihr ihn und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Es ist uns nicht erlaubt, jemanden zu t\u00f6ten. Joh 18,32 So sollte das Wort Jesu erf\u00fcllt w\u00fcrde, das er sprach, andeutend, welches Todes er sterben sollte. Joh 18,33 Pilatus ging nun wieder hinein in das Pr\u00e4torium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der K\u00f6nig der Juden? Joh 18,34 Jesus antwortete ihm: Sagst du dies von dir selbst, oder haben es dir andere von mir gesagt? Joh 18,35 Pilatus antwortete: Bin ich etwa ein Jude? Deine Nation und die Hohenpriester haben dich mir \u00fcberantwortet. Was hast du getan? Joh 18,36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt w\u00e4re, so h\u00e4tten meine Diener gek\u00e4mpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert w\u00fcrde; aber nun ist mein Reich nicht von hier. Joh 18,37 Da sprach Pilatus zu ihm: Also bist du doch ein K\u00f6nig? Jesus antwortete: Du sagst es, da\u00df ich ein K\u00f6nig bin. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, da\u00df ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, h\u00f6rt meine Stimme. Joh 18,38 Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und spricht zu ihnen: Ich finde keinerlei Schuld an ihm. Joh 18,39 Ihr habt aber eine Gewohnheit, da\u00df ich euch an dem Passah einen losgebe. Wollt ihr nun, da\u00df ich euch den K\u00f6nig der Juden freigebe? Joh 18,40 Da schrieen wiederum alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Barabbas! Barabbas aber war ein R\u00e4uber.\r\n\r\nJoh 19,1 Da nahm Pilatus Jesus und lie\u00df ihn gei\u00dfeln. Joh 19,2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und warfen ihm ein Purpurkleid um; Joh 19,3 und sie traten zu ihm und sagten: Sei gegr\u00fc\u00dft, K\u00f6nig der Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht. Joh 19,4 Und Pilatus ging wieder hinaus und spricht zu ihnen: Siehe, ich f\u00fchre ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, da\u00df ich keine Schuld an ihm finde. Joh 19,5 Da kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Seht, welch ein Mensch! Joh 19,6 Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie und sagten: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm. Joh 19,7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz mu\u00df er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat. Joh 19,8 Als nun Pilatus dieses Wort h\u00f6rte, f\u00fcrchtete er sich noch mehr, Joh 19,9 und er ging wieder hinein in das Pr\u00e4torium und spricht zu Jesu: Wo bist du her? Jesus aber gab ihm keine Antwort. Joh 19,10 Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Wei\u00dft du nicht, da\u00df ich Macht habe, dich loszugeben, und Gewalt habe, dich zu kreuzigen? Joh 19,11 Jesus antwortete: Du h\u00e4ttest keinerlei Macht \u00fcber mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben w\u00e4re. Darum hat der, der mich dir \u00fcberliefert hat, gr\u00f6\u00dfere S\u00fcnde. Joh 19,12 Von da an suchte Pilatus ihn loszugeben. Die Juden aber schrien und sagten: Wenn du diesen losgibst, so bist du kein Freund des Kaisers. Jeder, der sich selbst zum K\u00f6nig macht, der ist gegen den Kaiser. Joh 19,13 Als nun Pilatus diese Worte h\u00f6rte, f\u00fchrte er Jesus hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einen Ort, genannt Steinpflaster, auf Hebr\u00e4isch aber Gabbatha. Joh 19,14 Es war aber R\u00fcsttag f\u00fcr das Passah, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer K\u00f6nig! Joh 19,15 Sie aber schrien: Weg, weg mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euren K\u00f6nig soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen K\u00f6nig, als nur den Kaiser. Joh 19,16 Dann \u00fcberlieferte er ihnen Jesus, auf da\u00df er gekreuzigt w\u00fcrde. Sie aber nahmen Jesus und f\u00fchrten ihn fort. Joh 19,17 Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus nach der St\u00e4tte, genannt Sch\u00e4delst\u00e4tte, die auf Hebr\u00e4isch Golgatha hei\u00dft, Joh 19,18 wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte. Joh 19,19 Pilatus schrieb aber auch eine \u00dcberschrift und setzte sie an das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazarener, der K\u00f6nig der Juden. Joh 19,20 Diese \u00dcberschrift nun lasen viele von den Juden, denn die St\u00e4tte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben auf Hebr\u00e4isch, Griechisch und Lateinisch. Joh 19,21 Da sagten die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der K\u00f6nig der Juden, sondern da\u00df jener gesagt hat: Ich bin K\u00f6nig der Juden. Joh 19,22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Joh 19,23 Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, f\u00fcr jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand aber war ohne Naht, von oben bis unten in einem St\u00fcck gewoben. Joh 19,24 Da sprachen sie zueinander: La\u00dft uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es geh\u00f6ren soll. So sollte die Schrift erf\u00fcllt werden, die spricht: &#8222;Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und \u00fcber mein Gewand haben sie das Los geworfen&#8220;. Die Soldaten nun haben dies getan. Joh 19,25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Kleopas Frau, und Maria Magdalena. Joh 19,26 Als nun Jesus seine Mutter sah und den J\u00fcnger, den er lieb hatte, dabeistehen, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Joh 19,27 Dann spricht er zu dem J\u00fcnger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm der J\u00fcnger sie zu sich. Joh 19,28 Danach,als Jesus wu\u00dfte, da\u00df alles schon vollbracht war, spricht er, auf da\u00df die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde: Mich d\u00fcrstet! Joh 19,29 Es stand nun ein Gef\u00e4\u00df voll Essig da. Sie aber f\u00fcllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihn an seinen Mund. Joh 19,30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und \u00fcbergab den Geist. Joh 19,31 Die Juden nun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbath am Kreuz blieben, weil es R\u00fcsttag war &#8211; denn der Tag jenes Sabbaths war gro\u00df -, da\u00df ihre Beine gebrochen und sie abgenommen w\u00fcrden. Joh 19,32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen die Beine des ersten und des anderen, der mit ihm gekreuzigt war. Joh 19,33 Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, da\u00df er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, Joh 19,34 sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. Joh 19,35 Und der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er wei\u00df, da\u00df er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt. Joh 19,36 Denn dies geschah, damit die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde: &#8222;Kein Bein von ihm wird zerbrochen werden&#8220;. Joh 19,37 Und wieder sagt eine andere Schrift: &#8222;Sie werden den anschauen, den sie durchstochen haben&#8220;. Joh 19,38 Nach diesem aber bat Joseph von Arimath\u00e4a, der ein J\u00fcnger Jesu war, aber aus Furcht vor den Juden ein verborgener, den Pilatus, da\u00df er den Leib Jesu abnehmen d\u00fcrfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu ab. Joh 19,39 Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Joh 19,40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in leinene T\u00fccher mit den wohlriechenden \u00d6len, wie die Juden zu begraben pflegen. Joh 19,41 Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten, und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch nie jemand gelegt worden war. Joh 19,42 Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des R\u00fcsttags der Juden, weil das Grab nahe war.\r\n\r\nJoh 20,1 An dem ersten Wochentag aber kommt Maria Magdalena fr\u00fch, als es noch finster war, zum Grab und sieht den Stein von der Gruft weggenommen. Joh 20,2 Da l\u00e4uft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen J\u00fcnger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Joh 20,3 Da gingen Petrus und der andere J\u00fcnger hinaus, und sie gingen zu der Gruft. Joh 20,4 Die beiden aber liefen miteinander, und der andere J\u00fcnger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst zum Grab, Joh 20,5 und er beugte sich hinein und sah die leinenen T\u00fccher liegen; er ging aber nicht hinein. Joh 20,6 Da kommt Simon Petrus ihm nach und ging hinein in die Gruft und sieht die leinenen T\u00fccher liegen, Joh 20,7 und das Schwei\u00dftuch, welches auf seinem Haupt war, nicht bei den leinenen T\u00fcchern liegen, sondern f\u00fcr sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort. Joh 20,8 Da ging nun auch der andere J\u00fcnger hinein, der zuerst zu dem Grab kam, und er sah und glaubte. Joh 20,9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, da\u00df er aus den Toten auferstehen mu\u00dfte. Joh 20,10 Es gingen nun die J\u00fcnger wieder heim. Joh 20,11 Maria aber stand drau\u00dfen bei der Gruft und weinte. Als sie nun weinte, b\u00fcckte sie sich vorn\u00fcber in die Gruft Joh 20,12 und sieht zwei Engel in wei\u00dfen Kleidern sitzen, einen bei dem Haupt und einen bei den F\u00fc\u00dfen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Joh 20,13 Und jene sagen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil sie meinen Herrn weggenommen haben, und ich nicht wei\u00df, wo sie ihn hingelegt haben. Joh 20,14 Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zur\u00fcck und sieht Jesus dastehen; und sie wu\u00dfte nicht, da\u00df es Jesus war. Joh 20,15 Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie, in der Meinung, es sei der G\u00e4rtner, spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen. Joh 20,16 Jesus spricht zu ihr: Maria! Sie wendet sich um und spricht zu ihm auf Hebr\u00e4isch: Rabbuni! Das hei\u00dft Lehrer. Joh 20,17 Jesus spricht zu ihr: R\u00fchre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Br\u00fcdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, und zu meinem Gott und eurem Gott. Joh 20,18 Maria Magdalena kommt und verk\u00fcndet den J\u00fcngern, da\u00df sie den Herrn gesehen, und da\u00df er dies zu ihr gesagt habe. Joh 20,19 Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die T\u00fcren, wo die J\u00fcnger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und stand in der Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Joh 20,20 Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite. Da freuten sich die J\u00fcnger, als sie den Herrn sahen. Joh 20,21 Jesus sprach nun wiederum zu ihnen: Friede euch! Wie mich der Vater mich ausgesandt hat, so sende ich euch. Joh 20,22 Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Joh 20,23 Welchen ihr die S\u00fcnden vergebt, denen sind sie vergeben, welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Joh 20,24 Thomas aber, einer von den Zw\u00f6lfen, genannt Zwilling, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Joh 20,25 Da sagten die anderen J\u00fcnger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, da\u00df ich in seinen H\u00e4nden das Mal der N\u00e4gel sehe und meine Finger in das Mal der N\u00e4gel lege, und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben. Joh 20,26 Und nach acht Tagen waren seine J\u00fcnger wiederum drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die T\u00fcren verschlossen waren, und tritt in die Mitte und spricht: Friede euch! Joh 20,27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine H\u00e4nde, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungl\u00e4ubig, sondern gl\u00e4ubig. Joh 20,28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Joh 20,29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Gl\u00fcckselig sind, die nicht sehen und doch glauben! Joh 20,30 Noch viele andere Zeichen tat nun Jesus vor seinen J\u00fcngern, die nicht in diesem Buch geschrieben sind. Joh 20,31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, da\u00df Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr glaubend Leben habt in seinem Namen.\r\n\r\nJoh 21,1 Nach diesem offenbarte Jesus sich wiederum den J\u00fcngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Joh 21,2 Simon Petrus und Thomas, genannt Zwilling, und Nathanael, der von Kana in Galil\u00e4a war, und die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us und zwei andere von seinen J\u00fcngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: Joh 21,3 Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in jener Nacht fingen sie nichts. Joh 21,4 Als aber schon der fr\u00fche Morgen anbrach, stand Jesus am Ufer, aber die J\u00fcnger wu\u00dften nicht, da\u00df es Jesus war. Joh 21,5 Er aber sprach zu ihnen: Kinder, habt ihr wohl etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Joh 21,6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und vermochten es vor der Menge der Fische nicht mehr einzuziehen. Joh 21,7 Da sagt jener J\u00fcnger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Simon Petrus nun, als er h\u00f6rte, da\u00df es der Herr sei, g\u00fcrtete das Oberkleid um &#8211; denn er war entbl\u00f6\u00dft &#8211; und warf sich in den See. Joh 21,8 Die anderen J\u00fcnger aber kamen in dem Boot, denn sie waren nicht weit vom Land, sondern bei zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen nach. Joh 21,9 Als sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf liegen und Brot. Joh 21,10 Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt. Joh 21,11 Da ging Simon Petrus hinauf und zog das Netz voll gro\u00dfer Fische, hundertdreiundf\u00fcnfzig, auf das Land. Und obwohl es so viele waren, zerri\u00df das Netz nicht. Joh 21,12 Jesus spricht zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Keiner aber von den J\u00fcngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wu\u00dften, da\u00df es der Herr war. Joh 21,13 Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen und ebenso den Fisch. Joh 21,14 Dies ist schon das dritte Mal, da\u00df Jesus sich den J\u00fcngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war. Joh 21,15 Als sie nun gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn Jonas&#8216;, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine L\u00e4mmer. Joh 21,16 Wiederum spricht er zum zweiten Male zu ihm: Simon, Sohn Jonas&#8216;, liebst du mich? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: H\u00fcte meine Schafe. Joh 21,17 Er spricht zum dritten Male zu ihm: Simon, Sohn Jonas&#8216;, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, da\u00df er zum dritten Male zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du wei\u00dft alles, du wei\u00dft, da\u00df ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe. Joh 21,18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du j\u00fcnger warst, g\u00fcrtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine H\u00e4nde ausstrecken, und ein anderer wird dich g\u00fcrten und hinbringen, wohin du nicht willst. Joh 21,19 Dies aber sagte er, um anzudeuten, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach. Joh 21,20 Petrus aber wandte sich um und sieht den J\u00fcnger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch bei dem Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist es, der dich verr\u00e4t? Joh 21,21 Als nun Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber dieser? Joh 21,22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, da\u00df er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach. Joh 21,23 Daher ging das Wort hinaus unter die Br\u00fcder: Jener J\u00fcnger stirbt nicht. Aber Jesus sprach nicht zu ihm, da\u00df er nicht sterbe, sondern: Wenn ich will, da\u00df er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Joh 21,24 Das ist der J\u00fcnger, der von diesen Dingen zeugt und der dies geschrieben hat, und wir wissen, da\u00df sein Zeugnis wahr ist. Joh 21,25 Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn diese alle einzeln niedergeschrieben w\u00fcrden, so w\u00fcrde, meine ich, selbst die Welt die geschriebenen B\u00fccher nicht fassen.<!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Johannesevangelium MP3 Das Johannesevangelium PDF Grundlage Alte Elberfelder Joh 1,1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh 1,2 Dieses war im Anfang bei Gott. Joh 1,3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. 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