{"id":126,"date":"2012-02-01T10:12:24","date_gmt":"2012-02-01T10:12:24","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=126"},"modified":"2024-05-18T07:52:38","modified_gmt":"2024-05-18T07:52:38","slug":"15-kapitel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=126","title":{"rendered":"15. Kapitel"},"content":{"rendered":"<div>\r\n<div>\u00a0<\/div>\r\n<\/div>\r\n<p><\/p>\r\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2022\/02\/offenbarung-15.mp3\" controls=\"controls\" data-mce-fragment=\"1\"><\/audio>\r\n<figcaption class=\"wp-element-caption\">Offenbarung 15<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n<p><\/p>\r\n<p><i>Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, das gro\u00df und wunderbar war: Sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen, denn in ihnen ist der Zorn Gottes vollendet. Und ich sah etwas wie ein gl\u00e4sernes Meer, vermischt mit Feuer; und die den Sieg davon getragen haben, \u00fcber das Biest und sein Abbild und sein Malzeichen und \u00fcber die Zahl seines Namens, diese standen am gl\u00e4sernen Meer und hatten Harfen Gottes. Und sie singen das Lied Moses, des Dieners Gottes, und das Lied des Lammes, indem sie sagen: Gro\u00df und wunderbar sind deine Werke, Herr + Gott + Allm\u00e4chtiger, wer sollte dich nicht f\u00fcrchten und deinen Namen preisen? Du allein Herr bist heilig, denn alle V\u00f6lker werden kommen und dich anbeten, denn deine gerechten Taten werden offenbar sein.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und nach diesem sah ich, und siehe der Tempel des Zeugnisses, die Stiftsh\u00fctte im Himmel wurde aufgetan: Und sieben Engel kamen aus dem Tempel, die sieben letzte Plagen hatten. Sie waren in reinem und wei\u00df scheinendem Leinen gekleidet, und um ihre Brust waren goldene G\u00fcrtel gebunden. Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Zornes Gottes, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und der Tempel wurde mit Rauch gef\u00fcllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.<\/i><\/p>\r\n<div>\u00a0<\/div>\r\n<div>\r\n<div>\r\n<p>Das 15. Kapitel ist mit 8 Versen der k\u00fcrzeste Textabschnitt der Apokalypse. Bevor ich auf den Inhalt eingehe, m\u00f6chte ich den Lesern ins Bewusstsein rufen, dass die uns bekannte Untergliederung in Kapitel erst im Jahr 1206 von dem Erzbischof von Canterbury Stephen Langton vorgenommen wurde, und die Einteilung in Verse im Jahr 1551 von dem Genfer Buchdrucker Robert Estienne (Stephanus) eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\r\n<p>In der Praxis hat sich dies als \u00e4u\u00dferst sinnvoll erwiesen, um eine Stelle schnell zu finden und exakt zu bestimmen. Zur besseren Orientierung wurde den Textpassagen in den einzelnen Bibelausgaben zudem verschiedene \u00dcberschriften gegeben, welche sich aber im Urtext gleichfalls nicht finden. All diese Hilfen sind n\u00fctzlich. Sie bringen jedoch in den daraus abgeleiteten Folgerungen vom richtigen Weg ab, wenn die umgebende Handlung au\u00dfer acht gelassen wird.<\/p>\r\n<p><br \/>Des \u00d6fteren schaffen es unverst\u00e4ndige Prediger stundenlang einzelne Bibelverse aus dem Zusammenhang zu rei\u00dfen, um gewollt oder ungewollt die Zuh\u00f6rer zu verwirren und viel zu oft den Zugang ins Reich Gottes zu versperren. Ich bin mir sicher, dass die wenigsten Leser je dar\u00fcber nachgedacht haben, in welchen warnenden Versen der vielfach zitierte Heilungs-Merksatz aus Hebr\u00e4er 13, 8:<\/p>\r\n<p><em>\u201e<\/em><em>Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit\u201c<\/em>, eingebettet ist. Die vorausgehende und nachfolgende Erkl\u00e4rung dient einer absolut anderen Kr\u00e4ftigung des Leibes Christi:<\/p>\r\n<p><em>\u201e<\/em><em>Gedenkt an eure F\u00fchrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an und ahmt ihren Glauben nach&#8230; Lasst euch nicht von vielf\u00e4ltigen und fremden Lehren fortrei\u00dfen&#8230;\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Ich gemahne gleichwohl an die missverst\u00e4ndliche, bedingungslose Liebe Gottes aus der popul\u00e4rsten Evangeliumsstelle in Johannes 3 Vers 16, deren Kontext kaum erforscht wird (s. Kap. 14). Nicht zuf\u00e4llig geschieht die Versuchung Jesu ausgerechnet vom Teufel durch das absichtliche Zitieren eines segnendes Psalmwortes (Lukas 4, 10 u.11). Deshalb darf beim Betrachten des Wortes Gottes nie das Gesamtbild aus den Augen verloren werden: \u201eDie Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jedes deiner gerechten Urteile w\u00e4ret ewiglich.\u201c (Psalm 119, 160)<\/p>\r\n<p><br \/>Vielerorts passt es nicht in das Konzept von Atheisten, dass sie f\u00fcr ihre begangenen, ungeahndeten Fehler einmal in einer anderen Welt zur Verantwortung gezogen werden. Gleicherma\u00dfen hat sich in der neuzeitlichen Theologie der zornige, strafende Gott des Alten Bundes in den alles liebenden Vater im Himmel verwandelt, zu dem man immer kommen kann und vor dem man sich nicht mehr zu f\u00fcrchten braucht. Ich glaube auch an einen Neuen Bund mit besseren Verhei\u00dfungen, aber genauso wenig wie Gott sich ge\u00e4ndert hat, \u00e4nderte sich das Verhalten seines Volkes im Lauf der Geschichte. Im Alten Testament ist das Volk Israel andauernd anderen G\u00f6ttern nachgelaufen, und genauso verh\u00e4lt es sich seit Anbeginn der Apostelgeschichte mit uns Christen.<\/p>\r\n<p>Wer als Charismatiker nicht glauben will, dass sich der Tanz ums Goldene Kalb heutzutage wiederholt, kann gerne mit seinem Mammon die Privatjets und Villen der bettelnden US-Teleevangelisten weiter finanzieren. Es geht ja angeblich nur um kostbare Seelen und um den eigens garantierten Wohlstand durch Spenden. In Wahrheit sehnt man sich zur\u00fcck nach den Fleischt\u00f6pfen in \u00c4gypten und hat sein altes Leben nicht wirklich hinter sich gelassen.<\/p>\r\n<p><br \/>Moses offenbart im Gesetz, dass <span lang=\"hi-IN\">\u05d9\u05d4\u05d5\u05d4\u00a0<\/span>= JHWH, der Herr und Gott ist, der aus \u00c4gypten befreit hat. Er ist ein eifers\u00fcchtiger Bundesgott, dessen Zorn ausbricht, wenn wir andere G\u00f6tter anbeten, indem wir Bilder von ihnen machen oder uns dienend vor ihnen nieder werfen.<\/p>\r\n<p><br \/>Damit kommen wir entsprechend zur Sache. Gottes Zorn setzt sich in den sieben Plagen im 15. Kapitel fort. Johannes sieht wiederum ein Zeichen am Himmel, das sich fortschreitend in der Enth\u00fcllung vollendet. Es ist gro\u00df und wunderbar: Sieben Engel !!!!!!!<\/p>\r\n<p><br \/>Nun m\u00f6chte ich nicht vorwegnehmen, was beim Ausgie\u00dfen der sieben Schalen des Grimmes Gottes in Kapitel 16 passiert, obwohl alles zusammen geh\u00f6rt. Meinem Empfinden nach sind die Abl\u00e4ufe zu grausam, als dass ich sie mit der Herrlichkeit Gottes in seinem Tempel vergleichen w\u00fcrde. Demgegen\u00fcber war es nach Exodus 14 Vers 17 die Herrlichkeit Gottes, die dem nachjagenden Pharao, seinen untergehenden Wagen und ertrinkenden Kriegsleuten durch die Wolkens\u00e4ule erwiesen wurde. Das klingt ein Kapitel sp\u00e4ter im Lied des Moses gleichlautend nach:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Herr, wer ist dir gleich unter den G\u00f6ttern? Wer ist dir gleich, der so herrlich in Heiligkeit, so furchtgebietend in Ruhmestaten, solche Wunder vollbringend? Als du deine Rechte ausstrecktest, verschlang sie die Erde. <\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Unvergessen bezeugte sich Gottes Macht und Kraft in den \u00fcbernat\u00fcrlichen Zeichen durch die zehn Plagen und die darauf folgende Erl\u00f6sung aus der Sklaverei, an die das Passahfest erinnert.<\/p>\r\n<p><br \/>Die Bildsprache mit dem gl\u00e4sernen Meer sowie das Lied des Mose, das Johannes in Kapitel 15 der Enth\u00fcllung erw\u00e4hnt, stellt eindeutig eine Parallele zur Befreiung aus \u00c4gypten und dem siegreichen Durchzug durch das Schilfmeer dar. Wir sollen dem Herrn und dem geopferten Lamm daf\u00fcr danken, dass sie uns aus all dem Schlamassel befreit haben. Der Pharao ist nat\u00fcrlich ein Bild f\u00fcr den Teufel und \u00c4gypten f\u00fcr unser altes Leben als Sklaven der S\u00fcnde. 1. Korinther 10, 2 vergleicht den Durchzug durch das Schilfmeer mit der Taufe. Danach gab es nichts mehr vom Pharao und seinen Knechten zu f\u00fcrchten, da sie f\u00fcr immer im Wasser untergegangen sind.<\/p>\r\n<p>Unglaublich? Nein \u2013 Hier finden sich Bilder von \u00e4gyptischen Wagenr\u00e4dern im Roten Meer: <a href=\"http:\/\/www.covenantkeepers.co.uk\/red_sea.htm\">http:\/\/www.covenantkeepers.co.uk\/red_sea.htm<\/a><\/p>\r\n<p><br \/>Beim Anblick und Durchlesen der arch\u00e4ologischen Funde sollte die Furcht Gottes auf einen kommen, was uns zu den sechs Engeln in Kapitel 14 zur\u00fcck f\u00fchrt. Wie lautet das ewige Evangelium das der erste Engel verk\u00fcndigt?<\/p>\r\n<p><em>\u201e<\/em><em>F\u00fcrchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Wie l\u00e4uft das Gericht Gottes ab? In dem gleichen Ma\u00dfe, wie die gro\u00dfe Stadt Babylon die Nationen mit dem Kelch ihrer Unzucht getr\u00e4nkt hat, bekommt sie den Kelch des Zornes Gottes eingeschenkt.<\/p>\r\n<p>Warum musste die Erstgeburt \u00c4gyptens in der zehnten Plage sterben? Das Buch Exodus beginnt mit einem vom Pharao angeordneten Kindermord an allen m\u00e4nnlichen hebr\u00e4ischen Kleinkindern.<\/p>\r\n<p>Wie erkenne ich, ob ich auf der richtigen Seite stehe? Der Lobpreis des Lammes in der himmlischen Stimme der 144000 Harfens\u00e4nger setzt sich in den \u00dcberwindern, die am gl\u00e4sernen Meer stehen, fort. Ebenfalls mit Harfen Gottes angetan, triumphieren sie \u00fcber das Tier, \u00fcber sein Bild und \u00fcber die Zahl seines Namens. Zum Ged\u00e4chtnis: Man sollte die Kapitel eigentlich nicht trennen, sondern alle Beschreibungen als Gesamtbild mit vollendender Siebener-Symbolik betrachten. Der dritte Engel in Offenbarung 14 verk\u00fcndigte:<\/p>\r\n<p><em><br \/>\u201eWenn jemand das Biest und sein Abbild anbetet und sein Malzeichen an der Stirn oder seiner Hand annimmt, so wird er gleicherma\u00dfen von dem Zorneswein Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zornes. Und er wird in Feuer und Schwefel qualvoll leiden angesichts der heiligen Engel und angesichts des Lammes. Und der Rauch ihrer Qual steigt immer und immer wieder auf; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, welche vor dem Tier und seinem Abbild niederfallen, und wer auch immer das Zeichen seines Namens annimmt.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Nach der Posaune des sechsten Engels endet Offenbarung 9 mit trotzigen Menschen, die sich weiterhin gegen Gottes Gebote stellen:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Und die \u00fcbrigen Leute, die nicht von diesen Plagen get\u00f6tet wurden, taten nicht Bu\u00dfe \u00fcber die Werke ihrer H\u00e4nde, dass sie nicht mehr anbeteten die D\u00e4monen und die G\u00f6tzen aus Gold, Silber, Erz, Stein und Holz, die weder sehen, noch h\u00f6ren noch gehen k\u00f6nnen. Und sie taten nicht Bu\u00dfe von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihren Diebst\u00e4hlen.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Das erste durch Mose auf steinernen Tafeln \u00fcberlieferte Gebot beginnt geradewegs so:<\/p>\r\n<p><em><br \/>\u201eIch bin der Herr, dein Gott, der dich aus \u00c4gypten, aus der Knechtschaft, heraus gef\u00fchrt hat!\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Ja oder nein? Stimmt das in ihrem Leben? Hat er sie gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe? Sind wir dankbar f\u00fcr die Erl\u00f6sung und die Vergebung der S\u00fcnden?<\/p>\r\n<p>Offenbarung 12, 11: <em><br \/>\u201eUnd sie haben ihn \u00fcberwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses. Und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Also stimmen auch wir vorausschauend in einem Gottesdienst mit den am gl\u00e4sernen Meer stehenden Siegern mit ein:<\/p>\r\n<p><br \/>\u201eGro\u00df und wunderbar sind deine Werke, Herr + Gott + Allm\u00e4chtiger, wer sollte dich nicht f\u00fcrchten und deinen Namen preisen? Du allein Herr bist heilig, denn alle V\u00f6lker werden kommen und dich anbeten, denn deine gerechten Taten werden offenbar sein.\u201c<\/p>\r\n<p><br \/>In Offenbarung 17 werden wir sehen das viele Wasser als Bild f\u00fcr V\u00f6lker, Scharen, Nationen und Sprachen gebraucht wird. In seiner letzten gro\u00dfen Rede in Matth\u00e4us 24 prophezeit Jesus, dass das Evangelium seiner K\u00f6nigsherrschaft allen V\u00f6lkern, auf dem ganzen Erdkreis gepredigt wird, bis das Ende kommt. In einem Gleichnis werden die Auserw\u00e4hlten von einem Ende des Himmels bis zum anderen, von allen vier Windrichtungen her, durch seine mit Posaunenschall ausgesendeten Engel, versammelt. Die Scheidung der V\u00f6lker wird am Ende dann so beschrieben:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Wenn der Sohn des Menschen kommen wird in all seiner Herrlichkeit, und die heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und alle V\u00f6lker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte seine Schafe von den B\u00f6cken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die B\u00f6cke aber zu seiner Linken.<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Die Trennung der Gerechten zum ewigen Leben und Ungerechten zur ewigen Strafe vollzieht sich kurz zusammen gefasst nach deren begangenen und nicht begangenen Taten der N\u00e4chstenliebe (siehe Mt. 25).<\/p>\r\n<p><br \/>Das ist \u00fcberhaupt nicht schwer zu verstehen. Es sei denn man hat keine Ohren zu h\u00f6ren, ist schl\u00e4frig oder sonstwie eingelullt. Unt\u00e4tigkeit f\u00fchrt geradewegs ins t\u00f6dliche Verderben der ewigen Trennung von Gott. Eine verborgene Weisheit leuchtet in Enth\u00fcllung 14 in einem besonderen siebenarmigen Licht auf:<\/p>\r\n<p>Der Menschensohn erscheint inmitten der sieben Engel mit einer scharfen Sichel in der Hand und einer goldenen Krone auf dem Haupt. Die Ernte der Weinlese, wird nicht schmerzhaft f\u00fcr uns sein, wenn der alter Mensch (unser altes s\u00fcndiges Leben) in den Tod gegeben (mit Jesus gekreuzigt) worden ist:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die auf Christus getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, wir genauso in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm in der Gleichheit seines Todes verbunden sind, so werden wir auch in der Auferstehung mit ihm gleich sein. Indem wir erkennen, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt worden ist, damit der Leib der S\u00fcnde vernichtet werde, so dass wir weiterhin der S\u00fcnde nicht mehr dienen. Denn wer gestorben ist, ist befreit von der S\u00fcnde. (R\u00f6mer 6, 3-7) <\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Die Logik des R\u00f6merbriefes ist nicht jedermanns Sache: Wir sind alle S\u00fcnder und werden allein aus Glauben gerechtfertigt!<\/p>\r\n<p>Gem\u00e4\u00df Apostel Petrus werden die Schriften von Apostel Paulus von Unwissenden zu ihrem eigenen Verderben verdreht (2. Petrus 3, 16). Unmissverst\u00e4ndlich beschreibt ausgerechnet Saulus, der einstige Pharis\u00e4er aus dem Stamme Benjamin und vormalige Christenverfolger in 2. Thessalonicher 1, 6-8 die Gerechtigkeit Gottes durch Belohnung und Bestrafung im Gericht:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Denn es ist gerecht bei Gott, denen mit Bedr\u00e4ngnis zu vergelten, die euch bedr\u00e4ngen. Euch aber, die ihr verfolgt werdet, wird er mit uns Ruhe geben, wenn sich der Herr Jesus vom Himmel her offenbaren wird mit den Engeln seiner Macht, um in Feuerflammen Vergeltung zu \u00fcben an denen, die Gott nicht kennen, und dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorchen. <\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Es ist Gottes G\u00fcte, die uns in seiner Langmut zur Umkehr leitet, weil er nicht will, dass wir verloren gehen. Irgendwann &#8211; sp\u00e4testens mit dem Tod &#8211; wird Gottes Geduld ein Ende haben und sein Zorn ausbrechen.<\/p>\r\n<p><em><br \/>\u201eWie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und r\u00e4chst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?\u201c,<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>rufen fragend die Seelen derer, die um des Wortes Gottes und wegen ihres Zeugnisses ermordet worden sind, beim \u00d6ffnen des f\u00fcnften Siegels in Offenbarung 6. Danach beschreibt Johannes den gro\u00dfen Tag seines Zorns mit dem \u00d6ffnen des sechsten Siegels:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Und die K\u00f6nige der Erde und die Gro\u00dfen und die Obersten und die Reichen und die M\u00e4chtigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in die H\u00f6hlen und in die Felsen der Berge; und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der gro\u00dfe Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Die 24 \u00c4ltesten fallen auf ihr Angesicht und sprechen nach dem Ert\u00f6nen der siebten Posaune:<\/p>\r\n<p><em><br \/>Dank sei dir, Dank dem Herrn \u2013 Gott &#8211; Allm\u00e4chtigen, der ist und der war, weil du deine gro\u00dfe Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. Und die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, dass sie gerichtet werden, und dass du den Lohn gibst deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen die deinen Namen f\u00fcrchten, die Kleinen und die Gro\u00dfen, und dass du die verdirbst, die die Erde verderben. Und der Tempel im Himmel wurde ge\u00f6ffnet und die Bundeslade im Tempel wurde angestarrt, und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein gro\u00dfer Hagel.<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Der obige Lobgesang aus Offenbarung 11 und das Auftun des Tempels geschehen in gleicher beachtlicher Weise wie in Kapitel 15. Das \u00d6ffnen der Siegel, das Blasen der Posaunen und das Ausgie\u00dfen der Zornesschalen laufen in den Gesichten von Johannes zwar zeitlich nacheinander ab, sie sind aber gleichartig und chronologisch schwer trennbar! Dementsprechend geht das siebte Siegel nach einer halben Stunde Stille in die sieben Posaunen mit den sieben Engeln \u00fcber. Der Leser reflektiere wiederholt den Allm\u00e4chtigen, der da ist und der da war und der da kommt und meditiere immer wieder \u00fcber Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit nach. In der Apokalypse beschreibt der im Geist wandelnde Johannes den Tag des Herrns als ein fortlaufendes Gericht.<\/p>\r\n<p><em><br \/>Und der Tempel wurde mit Rauch gef\u00fcllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Einmal im Jahr, an dem gro\u00dfen Vers\u00f6hnungstag Yom Kippur, ging der Hohepriester in das Allerheiligste der Stiftsh\u00fctte (sp\u00e4ter Tempel), und bewirkte die S\u00fchnung f\u00fcr das Volk, indem er Opferblut auf den Deckel der Bundeslade sprengte. Ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck f\u00fcr das fastende und betende Volk bedeutete, wenn die Gl\u00f6ckchen am Saum des Gewands aufh\u00f6rten zu klingeln und somit den Tod des ungel\u00e4uterten Hohepriesters signalisierten. Eine \u00e4hnliche Katastrophe f\u00fcr die Menschen tut sich beim \u00d6ffnen des Tempel des Zeugnisses in der himmlischen Stiftsh\u00fctte auf. F\u00fcr mich sieht es so aus, als ob eine S\u00fchnung zum Zeitpunkt des Ausgie\u00dfen der sieben Zornesschalen unm\u00f6glich ist, weil die Herrlichkeit Gottes ein Betreten des Tempels verhindert. Bei Gott ist der Ausbruch der Plagen beschlossene Sache, was das Eingreifen eines der vier lebendigen Wesen bekr\u00e4ftigt. Reine wei\u00dfe Leinengew\u00e4nder und goldenen Brustg\u00fcrtel symbolisieren einen ehrfurchtsvollen priesterlichen Dienst, wie ihn bereits der Menschensohn aus Enth\u00fcllung 1 verk\u00f6rpert, vor dessen F\u00fc\u00dfen Johannes wie tot umf\u00e4llt.<\/p>\r\n<p>Eines der gro\u00dfen Geheimnisse der Offenbarung ist die Beschreibung von Jesus Christus als unseren ewigen Hohepriester, der den Dienst im himmlischen Heiligtum vollzieht. Besonders verdeutlicht wird dies im Brief an die Hebr\u00e4er, der die Kenntnis der Torah voraussetzt. Die Symbolik der Stiftsh\u00fctte und des Tempels findet sich gleichfalls &gt; allerdings verborgen &lt; im Aufbau des Johannesevangeliums wieder. Ich werde darauf noch detaillierter unter der neuen Themenrubrik Bildung im JonathanFischer.de Internetblog eingehen.<\/p>\r\n<p><br \/>Begeisterte Bibelkenner werden anmerken, dass erstmals bei der Einweihung der Stiftsh\u00fctte Gottes Herrlichkeit so stark war, dass kein Mensch hineintreten konnte (2. Mose 40). Dies wiederholte sich bei der Einweihung des Tempels von Salomo, wo die Herrlichkeit Gottes das Haus so stark erf\u00fcllte, dass die Priester nicht hineingehen konnten. Auf ihr Angesicht fallend beteten sie an und priesen den Herrn, der g\u00fctig ist und dessen Barmherzigkeit ewig w\u00e4hrt (2. Chroniker 7, 3).<\/p>\r\n<p>In beiden F\u00e4llen wurden die vorgeschriebene Opfergaben in Form von Brandopfern vom Herrn angenommen. Besonders beachtlich ist das Eintreten f\u00fcr sein Volk in dem langen Gebet Salomos.<\/p>\r\n<p><br \/>Unser Gebetsdienst als Christen besteht darin, in die F\u00fcrbitte f\u00fcr alle Menschen einzutreten (1. Tim 2, 1). Vor dem Thron Gottes werden die Gebete der Heiligen in goldenen Schalen voll R\u00e4ucherwerk gesammelt (Offb. 5, 8). Ebenso erscheinen die Engel der Kleinen, die verachtet werden, allezeit vor dem Angesicht des Vaters (Mt 18, 10). Markus 9, 42 erg\u00e4nzt:<\/p>\r\n<p><em><br \/>\u201eWer aber einem der Kleinen, die an mich glauben, Ansto\u00df zur S\u00fcnde gibt, f\u00fcr den w\u00e4re es besser, wenn ein M\u00fchlstein um seinen Hals gebunden und er ins Meer geworfen w\u00fcrde.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><br \/>Der besondere Gottesdienst in Enth\u00fcllung 15 vollzieht sich richtungsweisend vom himmlischen Tempel auf die Erde hin.<\/p>\r\n<p>Wehe, wenn Gottes Herrlichkeit am Drachen und seinen Nachfahren offenbart wird. Also entbrennt der Zorn Gottes an allen, die das Bild des Biestes anbeten und sein Malzeichen annehmen, was in den Plagen der sieben Engel im 16. Kapitel zum Ausdruck kommt.<\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, das gro\u00df und wunderbar war: Sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen, denn in ihnen ist der Zorn Gottes vollendet. Und ich sah etwas wie ein gl\u00e4sernes Meer, vermischt mit Feuer; und die den Sieg davon getragen haben, \u00fcber das Biest und sein Abbild und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":94,"menu_order":15,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"full-width-page-template.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-126","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":655,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/126\/revisions\/655"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/94"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jonathanfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}