{"id":112,"date":"2010-03-01T20:02:26","date_gmt":"2010-03-01T20:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=112"},"modified":"2024-05-18T08:03:17","modified_gmt":"2024-05-18T08:03:17","slug":"8-kapitel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=112","title":{"rendered":"8. Kapitel"},"content":{"rendered":"\r\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2022\/02\/offenbarung-8.mp3\" controls=\"controls\"><\/audio>\r\n<figcaption>Offenbarung 8<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n<p><i>Und als es das siebente Siegel \u00f6ffnete wurde es etwa eine halbe Stunde still im Himmel.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte ein goldenes R\u00e4uchergef\u00e4\u00df, und ihm wurde viel R\u00e4ucherwerk gegeben, damit er es mit den Gebeten aller Heiligen auf den goldenen Altar bringe, der vor dem Thron ist.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der Rauch des R\u00e4ucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen vor Gott auf aus des Engels Hand.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der Engel nahm das R\u00e4uchergef\u00e4\u00df und f\u00fcllte es mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde. Und es entstanden Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und die sieben Engel, die die sieben Posaunen hatten, machten sich bereit zu trompeten.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der erste Engel blies, und es entstand Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen. Und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der B\u00e4ume verbrannte, und alles gr\u00fcne Gras verbrannte.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der zweite Engel blies, und etwas wie ein gro\u00dfer Berg, der mit Feuer brannte, wurde ins Meer geworfen, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, und es starb der dritte Teil der Gesch\u00f6pfe, die im Meer waren und Leben hatten, und der dritte Teil der Schiffe wurde zerst\u00f6rt.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der dritte Engel blies, und da fiel ein gro\u00dfer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Fl\u00fcsse und auf die Wasserquellen.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der Name des Sternes hei\u00dft Wermut. Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Gew\u00e4ssern, weil sie bitter geworden waren.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und der vierte Engel blies, und da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, so dass der dritte Teil von ihnen verfinstert wurde und der Tag am dritten Teil nicht schien, und die Nacht in gleicher Weise.<\/i><\/p>\r\n<p><i>Und ich sah und h\u00f6rte einen Adler, der in der Mitte des Himmels flog und mit lauter Stimme rief: Wehe, wehe, wehe denen, die auf Erden wohnen, wegen der \u00fcbrigen Stimmen der Posaunen der drei Engel, die noch blasen werden!<\/i><\/p>\r\n<p><br \/>Mit dem siebten Siegel ist die durchschneidende Stunde der Posaunengerichte gekommen. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Kapiteln, in denen Gott immerzu angebetet wird, wurde es eine geteilte Stunde still im Himmel. Was dachten wohl die sieben Engel, die vor dem Thron Gottes standen und im Begriff waren die sieben Posaunen zu erhalten? Sela \u2013 die Pause zum Innehalten fordert in Psalm 46, 11: Seid still und erkennt, dass ich Gott bin, ich werde erh\u00f6ht werden unter den Nationen, ich werde erh\u00f6ht werden auf Erden.<\/p>\r\n<p>Ach, wenn wir Ungl\u00e4ubigen nur, wie es am siebten Tag, dem Sabbat, vorgeschrieben war, Ruhe finden k\u00f6nnten von unserer eigenen Arbeit, um inne zu halten und zu begreifen, was der Heilige Geist in Psalm 46, Hebr\u00e4er 4, Josua 6 und vielen weiteren prophetischen Stellen durch seine Knechte mitteilt. Dann w\u00fcrden wir die Gemeinsamkeiten mit der Eroberung von Jericho erkennen, bei der sieben Posaunen von sieben Priestern geblasen wurden. Auf den Befehl Josuas hin schwieg das Volk Israel sechs Tage lang, als es der Bundeslade nachfolgend die Stadtmauern umschritt. Das letzte schwer \u00fcberwindbare Hindernis auf dem Weg ins verhei\u00dfenen Land musste wegger\u00e4umt werden. Zerst\u00f6rungskrieg ist kein Spa\u00df, umso wichtiger ist es, wenn man das Unheil herbei eilen sieht, zu fl\u00fcchten oder auf die richtige Seite zu wechseln, so wie es die mutige Hure Rahab vorausschauend tat. Die lange Geschichte Jerichos, der \u00e4ltesten, von Menschenh\u00e4nden erbauten Stadt in der Jordanebene, bot genauso wenig Schutz vor Gottes Bestrafung, wie die dicken Mauern um die H\u00e4user herum, deren Bewohner im Mond und anderen G\u00f6tzen kein echtes Licht anbeteten, aber sp\u00e4ter sogar durch das Blutopfer der eigenen Kinder, alt hergebrachte Greueltaten wieder aufleben lie\u00dfen. Wer ins sichere Neue Jerusalem kommen will, wo Jesus Wohnungen bereitet, muss alte Br\u00e4uche gnadenlos ausmerzen und sich von weiteren mysteri\u00f6sen Wohnorten trennen, wie Sodom, \u00c4gypten und Babylon, die im weiteren Verlauf der Offenbarung angesprochen und gerichtet werden.<\/p>\r\n<p><br \/>Der Schall der Posaune ist weit zu h\u00f6ren und ert\u00f6nt nicht nur am Vers\u00f6hnungstag (3. Mose 25, 9) oder zur Sammlung des Volkes (4. Mose 10, 7), sondern auch beim zweiten Kommen des Herrn (1. Kor. 15, 52). Bevor der erste Trompetensto\u00df erklingt, sieht Johannes einen Engel mit R\u00e4uchergef\u00e4\u00df am Altar stehen, um die Gebete der Heiligen vor Gott zu bringen. Die Stiftsh\u00fctte und der Tempel sind ein Abbild des Himmlischen und lassen uns Gott besser verstehen. In Lukas 1 verrichtete der durchs Los bestimmte Priester Zacharias die parallele Handlung im renovierten religi\u00f6sen Weltwunder Jerusalems. Die Menge des Volkes betete still vor dem Tempel und wartete l\u00e4nger als gew\u00f6hnlich, bis er mit einem Ehrfurcht gebietenden Erlebnis vom R\u00e4uchern aus dem Heiligtum zur\u00fcck kam. Denn dem zweifelnden Zacharias hatte es die Stimme verschlagen, nachdem er dem Erzengel Gabriel widersprach. Doch aus dem vertrockneten Leib seiner aaronischen Ehefrau Elisabeth sollte wirklich Johannes der T\u00e4ufer, als die Stimme eines Rufenden in der W\u00fcste, hervor kommen, der das Volk zur Umkehr bewegt und vor dem kommenden Gericht warnt.<\/p>\r\n<p><br \/>Gericht bringende Botschaften, die das Kommen des Messias vorbereiten, sind heute rar geworden, aber genau das ist, wovon das 8. und 9. Kapitel berichten. Das 5. Siegel in Offenbarung 6 besteht aus den Seelen derer, die als M\u00e4rtyrer starben und fragen, wie lange es noch dauert bis ihr vergossenes Blut ger\u00e4cht wird. Es waren die unbu\u00dffertigen religi\u00f6sen Heuchler, die nicht antworten wollten, ob Johannes der T\u00e4ufer von Gott geschickt war oder nicht. Die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er sollten sich f\u00fcrchten vor dem zum Himmel schreienden Blut Abels bis hin zu Zacharias, der zwischen Tempel und Altar ermordet wurde. Dieses Blut w\u00fcrde wieder \u00fcber die K\u00f6pfe der Kinder des Zorns zur\u00fcckkommen, obwohl sie die Gr\u00e4ber der hingeschlachteten Propheten pflegten und verehrten (Matth\u00e4us 23).<\/p>\r\n<p><br \/>Das Vaterunser ist das am h\u00e4ufigsten gesprochene Gebet der Christen, mit der Bitte, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Ich bin mir jedoch gar nicht sicher, ob jeder Beter in seinem Herzen tats\u00e4chlich w\u00fcnscht, dass Gott seinen Willen tut. Die Erl\u00f6sung von dem B\u00f6sen kann durchaus anders stattfinden, als wir uns das vorstellen. Ein treffendes Beispiel ist die Konfrontation des Pharaos, der das Gottesvolk nicht ziehen lassen will. \u00c4gypten, das Land der Pyramiden, ist ein Bild f\u00fcr Wohlstand, der es auf die Spitze treibt, sprich sich auf den Pharao als Gott, der selbst von seiner Grabkammer den hellsten Stern fixiert, konzentriert. Um dieses Bild zu verwirklichen, werden die Untertanen so stark geknechtet, dass sie am Ende sogar das Stroh selbst herbeischaffen m\u00fcssen (passt heute gut zu den neuen Zielvorgaben der Bonus einnehmenden Top-Manager). Den Stab Gottes trug ein Hirte, der als adoptierter Sohn der Prinzessin dem System entflohen war, da er beschloss, f\u00fcr seine Abstammung und seinen Glauben Ungemach und Schmach zu erleiden. Mose hat mit den Plagen, die er heraufbeschwor nicht nur den Pharao konfrontiert, sondern auch die in \u00c4gypten verehrten G\u00f6tter verh\u00f6hnt, denn das was die Menschen verehrten kam sprichw\u00f6rtlich auf ihre K\u00f6pfe zur\u00fcck.<\/p>\r\n<p><br \/>Wer sich mit der Bibel besch\u00e4ftigt ahnt, warum der Verweis auf \u00c4gypten nahe liegt, denn die Posaunengerichte beinhalten symbolisch dem Exodus vorausgegangene Plagen, unter denen ausschlie\u00dflich die G\u00f6tzenanbeter zu leiden hatten. Gott griff durch Mose und Aaron das damalige religi\u00f6se System an, doch der Pharao verh\u00e4rtete sein Herz immer mehr und tat keine Bu\u00dfe, genauso wie die Gottlosen am Ende von Kapitel 9. Es ging und geht darum den allm\u00e4chtigen und einzigen Gott anzuerkennen, der seine Kraft und Macht zeigt. Nur dann wird der Auszug aus einer verlorenen Welt der Knechtschaft und S\u00fcnde, die den Tod als Besoldung bringt, gelingen.<\/p>\r\n<p><br \/>Vor dem Laut der ersten Posaune geschahen un\u00fcberh\u00f6r- und un\u00fcbersehbar Laute, Donner, Blitze und Erdbeben. Das ist genauso Ehrfurcht gebietend, wie die Erscheinung Gottes am Sinai bei der Gesetzgebung, die das Volk zum Zittern brachte (2. Mose 20, 18). \u201eDie Furcht des Herrn ist der Anfang aller Weisheit; nur Toren verachten Weisheit und Zucht!\u201c, lautet der Salomonische Merksatz in Spr\u00fcche 1 Vers 7.<\/p>\r\n<p>Der erste Engel l\u00f6ste einen Horror, durch mit Blut vermischtem Hagel und Feuer, die auf die Erde fielen, aus. Ein Drittel der B\u00e4ume und des Grases wurde verbrannt, und immer wieder wird im Verlauf der Posaunen ein Drittel zum Unheil ausgeschieden. Das schnell wachsende Gras ist ein Bild f\u00fcr die Verg\u00e4nglichkeit des Fleisches (1. Petrus 1, 24) und der langlebige Baum steht wiederholt f\u00fcr einen Leiter oder eine Nation (Richter 9, 8 und Hesekiel 31, 3). Auf der Suche nach dem ausscheidenden Drittel in der Bibel, bin ich seltsamer Weise auf den spottenden Sch\u00e4cher zur Linken von Jesus gesto\u00dfen, der in der Stunde seines Todes Gott nicht f\u00fcrchtete. Dieser am Kreuz h\u00e4ngende Verbrecher besa\u00df keine Weisheit, da er als Kind des Teufels sogar Christus versuchte und in Frage stellte. Anders verhielt sich der bu\u00dffertige \u00dcbelt\u00e4ter zur Rechten, der erkannte das der Messias keine S\u00fcnde begangen hatte und Jeschua deshalb darum bat, an ihn zu denken, wenn er in sein Reich kommt (Lukas 23).<\/p>\r\n<p>In drei Sprachen stand \u00fcber dem Haupt geschrieben, dass Jesus von Nazareth der K\u00f6nig der Juden ist. Als K\u00f6nig, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, konnte er dem gl\u00e4ubigen Sch\u00e4cher versprechen, ihn ins Paradies mitzunehmen. In einem Garten, der \u00d6lpresse (Gethsemane) hei\u00dft, tropfte das Blut des Opferlamms zum erstem Mal auf die Erde. Die Passion begann damit, dass der allein gelassene Gottessohn so stark betete, dass Blut von seiner Stirn tropfte. Das Blut Jesu spricht besser als das Blut Abels (Hebr\u00e4er 12, 24) und kommt auf die K\u00f6pfe derer zur\u00fcck, die ihn ablehnen. In diesem Zusammenhang sollte der Leser die Posaunengerichte wahrnehmen.<\/p>\r\n<p><br \/>Die Bildsprache der Offenbarung ist geheimnisvoll und wirft immer wieder viele Fragen auf. Was ist etwas wie ein Berg, der ins Meer geworfen wird und ein Drittel der Schiffe zerst\u00f6rt? Die Beschreibung der zweiten Posaune besitzt im Nat\u00fcrlichen viele Gemeinsamkeiten mit dem Ausbruch des Vesuvs \u00fcber der antiken Stadt Pompeji, den der r\u00f6mische Schriftsteller Plinius 79 n. Chr. festhalten wollte. Diese Geschichte beiseite lassend mache ich mich wie gewohnt auf die Suche in der Schrift: Jesus malt zwei mal ein Bild vom Berg, der sich ins Meer versetzt (Matth\u00e4us 17 Vers 20 u. Kap. 21 Vers 21). Der Auftrag an die J\u00fcnger ist zum Berg zu sprechen, damit er sich ins Meer hinweg hebt. Im ersten Fall schalt er sie f\u00fcr ihren Kleinglauben, der es unm\u00f6glich machte die D\u00e4monen aus den falls\u00fcchtigen Jungen auszutreiben, und danach verfluchte Jesus den Feigenbaum (Bild f\u00fcr Israel, das unter die Nationen zerstreut wurde), so dass dieser verdorrte. Im Bezug auf die D\u00e4monenaustreibung finde ich es bemerkenswert, dass die Legion Jesus bat in die 2000 Schweine fahren zu d\u00fcrfen, um nicht vor ihrer Zeit im Abgrund zu landen. Das Resultat der stattgegebenen Bitte war, dass die auf dem Berg weidenden Schweine, sogleich wie toll geworden auf dem Grund des Galil\u00e4ischen Meeres landeten, womit die d\u00e4monische Bestimmung trotzdem zum Ziel kam. Nicht weniger komisch laufen die mit Bergen verbundenen Gottesgerichte in Jeremia 51 und Hesekiel 38 mit dem untergehenden Babylon und dem an den Haken genommenen Gog, F\u00fcrst von Rosch, Mesech und Tubal ab. Ob wir den Prophezeiungen glauben schenken oder nicht, M\u00e4chte und K\u00f6nigreiche, die sich gegen Gott erheben, werden vom Fels der Zeiten (Daniel 2, 44 u. 45) zermalmt.<\/p>\r\n<p><br \/>Diese Erfahrung hat der sch\u00f6ne Morgenstern, der sich \u00fcber Gott erhob und deshalb vom Himmel herunter st\u00fcrzte schon vor Urzeiten gemacht (Jesaja 14, 12; Hesekiel 28, 12-19; Lukas 10, 18). Das kommende Gericht \u00fcber Satan ist aufgeschrieben, so dass er als Widersacher Gottes nicht mehr viel Zeit hat Menschen in den Schlund der H\u00f6lle (hebr\u00e4isch Scheol\/griechisch Hades oder Gehenna) zu treiben. \u00c4u\u00dferst bitter wird die Erfahrung f\u00fcr alle von Luzifer get\u00e4uschten Seelen an dem Ort des Heulens und Z\u00e4hneknirschens sein. Verf\u00fchrung zum Ehebruch ist s\u00fc\u00df wie Honig und glatt wie \u00d6l, aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert (Spr\u00fcche 5, 4). \u00c4u\u00dferst bitter war auch das Leiden von Jesus, als die Soldaten ihm mit Galle vermischten Wein anboten, den er angesichts des Todes schmecken musste, aber nicht trank (Matth\u00e4us 27, 34 und Hebr\u00e4er 2, 9). \u00c4u\u00dferst bitter wurde ein Drittel der Fl\u00fcsse beim Schall der dritten Posaune, als der Stern Wermut die Wasserstr\u00f6me zu Wermut machte. Sprudelnde Wasserquellen sind ein Bild f\u00fcr das Leben, was der erquickte Leser sicher selbst schon durch ein erfrischendes Bad oder das L\u00f6schen seines Durstes erfahren hat. Drei Tage ohne frisches Wasser musste das murrende Volk in der W\u00fcste aushalten bis es nach Mara kam. Die Bitterkeit des Wassers wurde dort durch das Holz (Vorschattung auf das Kreuz) in 2. Mose 15 zur heilenden S\u00fc\u00dfe verwandelt. Folgen sie deshalb dem Ratschlag aus Johannes 4, 14: Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, welches ich ihm geben werde wird in ihm zu einer Quelle werden, die bis in das ewige Leben flie\u00dft.<\/p>\r\n<p><br \/>Die Sonne, Mond und Sterne sind zu allen Zeiten verg\u00f6ttert worden, anstelle des unsichtbaren, ewigen Sch\u00f6pfers. Eine deutliche Warnung gegen dieses G\u00f6tzentum findet sich bereits im 5. Buch Mose Kapitel 4 ab Vers 19: Hebe auch nicht deine Augen zum Himmel, dass du die Sonne ansiehst und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und abf\u00e4llst und sie anbetest und ihnen dienst. Und Joel 2, 10: Denn der Herr dein Gott hat sie zugewiesen allen anderen V\u00f6lkern unter dem ganzen Himmel, vor ihm zittert das Land und bebt der Himmel, Sonne und Mond werden finster, und die Sterne halten ihren Schein zur\u00fcck.<\/p>\r\n<p><br \/>Falls Sie denken, davon sind wir modernen Menschen sowieso nicht betroffen, sei die Frage erlaubt, wie es heute mit dem Aberglauben an Sternzeichen, Horoskope oder Astrologie bestellt ist?<\/p>\r\n<p>Der Prediger lamentiert immer wieder, dass es nichts Neues gibt und alles eitel und nichtig ist, das unter der Sonne geschieht, doch am Ende angekommen warnt er in seinem letzten, zw\u00f6lften Kapitel: Denk an deinen Sch\u00f6pfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die B\u00f6sen Tage kommen und die Zeit herannaht, da du sagen wirst: \u201eSie gefallen mir nicht.\u201c Ehe sich verfinstern die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne&#8230;<\/p>\r\n<p><br \/>Der schreckliche Tag des Herrn kommt f\u00fcr viele wie Jesus in Lukas 21, 25 prophezeite: Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen, und auf Erden wird den V\u00f6lkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen \u00fcber die ganze Erde, denn die Kr\u00e4fte der Himmel werden ins Wanken kommen.<\/p>\r\n<p>\u00c4hnliches passierte beim Schall der vierten Posaune, mit dem Schlagen der dritten Teile des Himmels, die zum dritten Teil Finsternis erzeugten. Dies brachte gleicherma\u00dfen Dunkelheit und partielles Gericht, wie die neunte Plage mit drei Tagen absoluter Finsternis \u00fcber \u00c4gypten. Das Land Goschen mit den dort wohnenden Nachfahren Abrahams blieb jedoch genauso verschont, wie die zuk\u00fcnftigen Gl\u00e4ubigen, die beim Kommen ihres Herrn auf den Wolken ihre H\u00e4upter erheben, denn ihre Rettung naht. Um die Erl\u00f6sung zu bewirken, musste vor knapp 2000 Jahren drei Stunden lang Finsternis \u00fcber das ganze Land kommen, bis Jesus am Kreuz h\u00e4ngend schrie: \u201eEs ist vollbracht.\u201c Der Heiland zog unserer S\u00fcnden an, hauchte seinen letzten Atem aus und zitierte mit zerbrochenem Herzen Psalm 22:<\/p>\r\n<p>\u201eMein Gott, mein Gott, warum hasst Du mich verlassen?\u201c Ach, wenn wir nur einen Schimmer davon h\u00e4tten, was passiert, wenn der Gott, der seine Sonne \u00fcber B\u00f6se und Gute aufgehen und \u00fcber Gerechte und Ungerechte regnen l\u00e4sst, sein Antlitz von uns abwendet.<\/p>\r\n<p><br \/>Wehe, wehe, wehe ruft der Adler, der von hoch oben mit seinen messerscharfen Augen alles \u00fcberblicken kann, mahnend aus. Der Seher Johannes erkannte schon drei Verse nach der meist zitierten, zentralen Evangeliumsstelle \u00fcber die Liebe Gottes:<\/p>\r\n<p>Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren b\u00f6se. (Joh 3, 19)<\/p>\r\n<p>Die alttestamentlichen Propheten in der Mitte der Bibel sind voll von wiederholten Weherufen, die ungern geh\u00f6rt werden, wie z.B. ein Ausschnitt aus dem 5. Kapitel von Jesaja zeigt: Wehe denen, die B\u00f6ses gut und Gutes b\u00f6se nennen, die Finsternis f\u00fcr Licht und Licht f\u00fcr Finsternis erkl\u00e4ren, die Bitteres s\u00fc\u00df und S\u00fc\u00dfes bitter nennen!<\/p>\r\n<p>Jesu Weherufe im NT gelten vor allem den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten, deren Namen neuzeitlich auch mit Prediger (Politiker) und Bibellehrer (Dogmatiker) \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnen. Deshalb gilt es vor heuchlerischen Menschen auf der Hut zu sein, selbst wenn sie die Wahrheit reden, denn in ihrem Herzen sind sie genauso b\u00f6se wie ihre Werke. Wehe, wehe, wenn die Macht des B\u00f6sen sichtbar aus dem Schlund des Abgrunds ausbricht, wovon das zugeh\u00f6rige 9. Kapitel spricht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und als es das siebente Siegel \u00f6ffnete wurde es etwa eine halbe Stunde still im Himmel. Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. 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