{"id":1100,"date":"2021-10-16T16:33:46","date_gmt":"2021-10-16T16:33:46","guid":{"rendered":"http:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1100"},"modified":"2024-05-16T20:24:04","modified_gmt":"2024-05-16T20:24:04","slug":"drangsal-in-not","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jonathanfischer.de\/?page_id=1100","title":{"rendered":"Drangsal in Not"},"content":{"rendered":"\r\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio src=\"https:\/\/matthiasruf.files.wordpress.com\/2021\/10\/drangsal-in-not.mp3\" controls=\"controls\"><\/audio>\r\n<figcaption>Drangsal in Not<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\"><\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Jahrtausende alte Ereignisse k\u00f6nnen in der heutigen Zeit zu uns sprechen. Eine Stadt wurde vom Feind belagert. Die eingeschlossene Bev\u00f6lkerung hungerte schwer und schreckte nicht mal vor dem Mord der eigenen Kinder zur\u00fcck. Die Beschreibung der Drangsal in gro\u00dfer Not findet sich in 2. K\u00f6nige 6 und 7 nach folgender \u00dcbersetzung von Martin Luther (\u00fcberarbeitet 1912):<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p><em>24. Nach diesem begab sich&#8217;s, da\u00df Benhadad, der K\u00f6nig von Syrien all sein Heer versammelte und zog herauf und belagerte Samaria. 25. Und es ward eine gro\u00dfe Teuerung zu Samaria. Sie aber belagerten die Stadt, bis da\u00df ein Eselskopf achtzig Silberlinge und ein viertel Kab Taubenmist f\u00fcnf Silberlinge galt. 26. Und da der K\u00f6nig Israels an der Mauer einherging, schrie ihn ein Weib an und sprach: Hilf mir, Mein K\u00f6nig! 27. Er sprach: Hilft dir der Herr nicht, woher soll ich dir helfen? von der Tenne oder der Kelter? 28. Und der K\u00f6nig sprach zu Ihr: Was ist dir? Sie sprach: Dies Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, da\u00df wir heute essen; morgen wollen wir meinen Sohn essen. 29. So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr am andern Tage: Gib deinen Sohn her und la\u00df uns essen! Aber sie hat ihren Sohn versteckt. 30. Da der K\u00f6nig die Worte des Weibes h\u00f6rte, zerri\u00df er seine Kleider, indem er auf der Mauer ging. Da sah alles Volk, da\u00df er darunter einen Sack am Leibe anhatte. 31. Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wo das Haupt Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm stehen wird! 32. Elisa aber sa\u00df in seinem Hause, und alle \u00c4ltesten sa\u00dfen bei ihm. Und der K\u00f6nig sandte einen Mann vor sich her. Aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er zu den \u00c4ltesten: Habt ihr gesehen, wie dies Mordkind hat hergesandt, da\u00df er mein Haupt abrei\u00dfe? Sehet zu, wenn der Bote kommt, da\u00df ihr die T\u00fcr zuschlie\u00dft und sto\u00dft ihn mit der T\u00fcr weg! Siehe, das Rauschen der F\u00fc\u00dfe seines Herrn folgt ihm nach. 33. Da er noch also mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm hinab; und er sprach: Siehe, solches \u00dcbel kommt von dem Herrn! was soll ich mehr von dem Herrn erwarten?<\/em><\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p><em>Kapitel 7<\/em><\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p><em>1. Elisa aber sprach: H\u00f6ret des Herrn Wort! So spricht der Herr: Morgen um diese Zeit wird ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling gelten und zwei Scheffel Gerste einen Silberling unter dem Tor zu Samaria. 2. Da antwortete der Ritter, auf dessen Hand sich der K\u00f6nig lehnte, dem Mann Gottes und sprach: Und wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie k\u00f6nnte solches geschehen? Er sprach: Siehe da, mit deinen Augen wirst du es sehen, und nicht davon essen! 3. Und es waren vier auss\u00e4tzige M\u00e4nner an der T\u00fcr vor dem Tor; und einer sprach zum andern: Was wollen wir hier bleiben, bis wir sterben? 4. Wenn wir gleich ged\u00e4chten, in die Stadt zu kommen, so ist Teuerung in der Stadt, und wir m\u00fc\u00dften doch daselbst sterben; bleiben wir aber hier, so m\u00fcssen wir auch sterben. So la\u00dft uns nun hingehen und zu dem Heer der Syrer fallen. Lassen sie uns leben, so leben wir; t\u00f6ten sie uns, so sind wir tot. 5. Und sie machten sich in der Fr\u00fche auf, da\u00df sie zum Heer der Syrer k\u00e4men. Und da sie vorn an den Ort des Heeres kamen, siehe, da war niemand. 6. Denn der Herr hatte die Syrer lassen h\u00f6ren ein Geschrei von Rossen, Wagen und gro\u00dfer Heereskraft, da\u00df sie untereinander sprachen: Siehe, der K\u00f6nig Israels hat wider uns gedingt die K\u00f6nige der Hethiter und die K\u00f6nige der \u00c4gypter, da\u00df sie \u00fcber uns kommen sollen. 7. Und sie machten sich auf und flohen in der Fr\u00fche und lie\u00dfen ihre H\u00fctten, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen mit ihrem Leben davon. 8. Als nun die Auss\u00e4tzigen an den Ort kamen, gingen sie in der H\u00fctten eine, a\u00dfen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es und kamen wieder und gingen in eine andere H\u00fctte und nahmen daraus und gingen hin und verbargen es. 9. Aber einer sprach zum andern: La\u00dft uns nicht also tun; dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wo wir das verschweigen und harren, bis da\u00df es lichter Morgen wird, wird unsre Missetat gefunden werden; so la\u00dft uns nun hingehen, da\u00df wir kommen und es ansagen dem Hause des K\u00f6nigs. 10. Und da sie kamen, riefen sie am Tor der Stadt und sagten es ihnen an und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer gekommmen, und siehe, es ist niemand da und keine Menschenstimme, sondern Rosse und Esel angebunden und die H\u00fctten, wie sie stehen. 11. Da rief man den Torh\u00fctern zu, da\u00df sie es drinnen ansagten im Hause des K\u00f6nigs. 12. Und der K\u00f6nig stand auf in der Nacht und sprach zu seinen Knechten: La\u00dft euch sagen, wie die Syrer mit uns umgehen. Sie wissen, da\u00df wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, da\u00df sie sich im Felde verkr\u00f6chen, und denken: Wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt kommen. 13. Da antwortete seiner Knechte einer und sprach: Man nehme f\u00fcnf Rosse von denen, die noch drinnen sind \u00fcbriggeblieben. Siehe, es wird ihnen gehen, wie aller Menge Israels, so drinnen \u00fcbriggeblieben oder schon dahin ist. Die la\u00dft uns senden und sehen. 14. Da nahmen sie zwei Wagen mit Rossen, und der K\u00f6nig sandte sie dem Heere der Syrer nach und sprach: Ziehet hin und sehet! 15. Und da sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg voll Kleider und Ger\u00e4te, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie eilten. Und da die Boten wiederkamen und sagten es dem K\u00f6nig an, 16. ging das Volk hinaus und beraubte das Lager der Syrer. Und es galt ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling und zwei Scheffel Gerste auch einen Silberling nach dem Wort des Herrn. 17. Aber der K\u00f6nig bestellte den Ritter, auf dessen Hand er sich lehnte, unter das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor, da\u00df er starb, wie der Mann Gottes geredet hatte, da der K\u00f6nig zu ihm hinabkam. 18. Und es geschah, wie der Mann Gottes dem K\u00f6nig gesagt hatte, da er sprach: Morgen um diese Zeit werden zwei Scheffel Gerste einen Silberling gelten und ein Scheffel Semmelmehl einen Silberling unter dem Tor zu Samaria, 19. und der Ritter dem Mann Gottes antwortete und sprach: Siehe, wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie m\u00f6chte solches geschehen? Er aber sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen, und wirst nicht davon essen! 20. Und es ging ihm eben also; denn das Volk zertrat ihn im Tor, da\u00df er starb.<\/em><\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Der Regisseur eines Horrorfilms h\u00e4tte seine Freude an der gruseligen Handlung. Eine Mutter schlachtet, kocht und isst aus Verzweiflung ihren Sohn. Die beteiligte Nachbarin verspricht, gleiches zu tun. Kurzfristig wendete die herzlose M\u00f6rderin damit den Hungertod ab. Langfristig wurde daf\u00fcr die Zukunft (Kinder waren die Versorgung im Alter) verzehrt. Das B\u00f6se beherrschte die Stadt. Wer hatte Schuld an aller Ungerechtigkeit? Der K\u00f6nig wird zu Hilfe gerufen. Der h\u00f6chste Richter kann ein Salomonisches Urteil f\u00e4llen (auch zwei M\u00fctter und zwei Kinder und ein herbei befohlener Soldat mit Schwert). Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, die gemeingef\u00e4hrliche Mutter muss verurteilt und aus dem Verkehr gezogen werden. Aber nein, ein warnender Kritiker ist schuld. Die Propheten des Alten Testaments schlugen nicht nur Alarm, wenn Kinder f\u00fcr Moloch durchs Feuer gehen mussten. Ihre Aufgabe bestand darin, das Volk zu Gott dem Herrn zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die an den Strippen der Macht sitzenden, schlechten K\u00f6nige beschlossen Gesetze zum Unheil. Es kam zur Vermischung der gl\u00e4ubigen Juden mit andersgl\u00e4ubigen Nationen. Beeinflusst durch fremde Frauen wurden die Untertanen verf\u00fchrt. Unvermutet wurde geboten, fremde G\u00f6tzen auf den H\u00f6hen des Landes in Samaria zu verherrlichen. Die Heilige Schrift und den Tempeldienst in Jerusalem, galt es zu meiden. Der selbstgerechte, seine Kleider zerrei\u00dfende K\u00f6nig zeigt sich auf der Mauer, die ein Symbol f\u00fcr Schutz, aber auch Trennung ist. Er tr\u00e4gt ein Bu\u00dfgewand aus Sacktuch als Unterw\u00e4sche. F\u00fcr alle Untertanen soll klargemacht werden, dass der handelnde K\u00f6nig in einem guten Licht steht. Die wahre Schuld trifft Regimegegner Elisa mit seinen negativen Worten. Nein, es gibt keinen strafenden Gott, sondern nur volksverhetzende Hochverr\u00e4ter. Das Haupt des unangenehmen Propheten soll fallen. Der K\u00f6nig verflucht sich selbst mit einem Todesschwur. Ein abgeordneter Ritter soll die Arbeit mit seinem Schwert erledigen. Als Deutsche sollten wir uns darin erinnern, wie die Geschwister Scholl im Dritten Reich als Widerstandsk\u00e4mpfer das gleiche Schicksal traf.<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Der Befehl lautete: Kopf ab!<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Reichspropagandaminister G\u00f6bbels wurde mit seinem Aufruf zum totalen Krieg tausendfach bejubelt. Bevor sich die Frage stellt, was wir heute m\u00fcssen\/wollen, gibt es einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Elisa hatte Unterst\u00fctzer unter den \u00c4ltesten, die ihn besch\u00fctzten und die T\u00fcr verschlossen. Der Angriff des bewaffneten Mordkindes verlief im Sande. Die Machtverh\u00e4ltnisse kl\u00e4rten sich f\u00fcr ihn und seinen K\u00f6nig v\u00f6llig unvorhergesehen. Recht bekam, wessen Worte eintraten. Der Alptraum der Hungersnot und das Schreckgespenst der Inflation sollten schon nach einem Tag vorbei sein. Des Gl\u00e4ubigen Mund entspringt dabei ein Halleluja, der Ungl\u00e4ubige denkt laut nach: Selbst, wenn der (nicht existierende) Herr Fenster am Himmel machte, kann das nicht eintreten.<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Also gilt es weiter, die Ausgangssperre zu befolgen. Der Feind konnte nur besiegt werden, wenn der dezimierten, um ihr letztes Geld gebrachten Bev\u00f6lkerung die Luft zum Atmen und die Nahrung zum Essen verweigert wurde. Nun bevorzugten vier Auss\u00e4tzige lieber, als \u00dcberl\u00e4ufer zu sterben, anstelle weiter die zwanghaften Anordnungen der Regierung zu befolgen. Am Rande der Gesellschaft wurden diese sowieso ausgegrenzt und ge\u00e4chtet wegen des Risikos der Krankheits\u00fcbertragung. Letzten Endes favorisierten die hungernden M\u00e4nner lieber vom Feind get\u00f6tet zu werden, als weiter so dahinzusiechen. Und siehe da, die t\u00e4gliche Bedrohung mit dem Heer der Syrer l\u00f6ste sich im Nichts auf. Der Herr der Heerscharen verwirrte die Erzfeinde Israels. Panik breitete sich aus. Alles Hab und Gut aufgebend, flohen die sich ihrer Kleidung entledigenden Belagerer Richtung Jordan, um ihr Leben zu retten.<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Essen, Silber, Gold und Kleider nahmen die vier Auss\u00e4tzigen von Zelt zu Zelt in Besitz. Der \u00dcberfluss war so gro\u00df, dass sie die Beute nicht alleine behalten wollten. Die Gute Nachricht musste verbreitet werden. Eine frohe Botschaft, die nicht von den Regierenden und dem Milit\u00e4r angenommen werden wollte. Nein, der Tod bringende Feind ist noch immer da drau\u00dfen und versucht zu zerst\u00f6ren, wenn man ihn hereinl\u00e4sst, behaupteten die f\u00fchrenden K\u00f6pfe in ihrer Umnachtung. Ein bescheidener Diener kam auf die Idee f\u00fcnf abgemagerte Pferde mit zwei abgehalfterten Wagen zu nehmen, um zu sehen, ob es sich nicht doch anders verh\u00e4lt. Als Bibelkenner fallen mir jetzt f\u00fcnf Brote und zwei Fische in einer \u00e4hnlichen Hunger-Erz\u00e4hlung von \u00fcbernat\u00fcrlicher Versorgung ein. Jedenfalls verbreitete sich die Meldung \u00fcber die Errettung aus des Feindes Hand wie ein Lauffeuer. Das Volk dr\u00e4ngte aus dem Stadttor zu Samaria. Dumm und sein nahendes Unheil nicht erahnend, begab sich der naive Ritter unter das Tor. Wie ein Hund Wache halten, alles beschn\u00fcffeln &#8211; sprich kontrollieren, ohne den Sinn zu hinterfragen, geh\u00f6rt zu den Aufgaben von Lakaien. Der treudoofe Soldat sah mit seinen Augen, wie das Volk von der Hungersnot erl\u00f6st wurde. Gleichzeitig wurde er zu Tode getrampelt.<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Zu gerne w\u00fcrde ich jetzt spezifische Parallelen zur heutigen Zeit ziehen. Gedanken hierzu d\u00fcrfen gerne \u00fcber die Kommentarfunktion weiter gegeben werden. Ein Ziel dieses Blogs ist, die verborgenen, unsichtbaren M\u00e4chte Kontrolle, Manipulation, Herrschsucht und Eifersucht besser verst\u00e4ndlich zu machen. Deshalb entstand 2008 die Story. In dem Fiktionsroman geht es in zwei Tr\u00e4umen ebenso um die Befreiung zweier St\u00e4dte aus der Belagerung von Feindes Hand:<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p><em>In der Nacht tr\u00e4umten die beiden Katholiken die selben Dinge, die sie zuvor w\u00e4hrend ihrer Seelenerleuchtung gesehen hatten. Ruf war am n\u00e4chsten Morgen sehr verwundert und erz\u00e4hlte Fischer folgendes Gesicht: \u201eIch war in einer Stadt, die von gro\u00dfen Mauern umgeben war, weil sich die Menschen, die sich darin befanden vor etwas f\u00fcrchteten. Ich stieg auf den Wehrgang der Mauer und sah einen riesigen Zyklopen. Er hatte ein einzelnes dreieckiges Auge auf seinem Kopf und versetzte die Bewohner durch seine Drohungen in gro\u00dfen Schrecken. Ich wurde erz\u00fcrnt und beschloss, diesem Giganten vor dem Stadttor entgegenzutreten. Die bedr\u00fcckten Stadtbewohner wollten mich nicht vor das Tor lassen, bis ich von oben herab einen schwarzen Talar angezogen bekam und pl\u00f6tzlich wie Martin Luther aussah. Vor dem Stadttor ver\u00e4nderte sich mein Erscheinungsbild wiederum und zwar in das eines rothaarig gelockten Hirtenjungen. Als ich mich selbst sah, wie ich einen von f\u00fcnf spitzen Steinen in eine Schleuder steckte, wusste ich, dass ich die Gestalt von K\u00f6nig David angenommen hatte. Der schwer bewaffnete Riese kam mit seinem \u00fcberdimensionalen Schwert auf mich zu und wollte mich erschlagen. Wie in der spannende Goliathsgeschichte traf ihn der von mir geschleuderte Stein an der Stirn. Nur, dass in diesem Fall die Mitte des riesigen Dreiecksauge getroffen wurde. Durch eine starke Explosion wurde das anvisierte Ziel in tausend Teile zersprengt. Der Riese klatschte nach vorne um, so dass auf dem R\u00fcckenteil seiner mit einem f\u00fcnfzackigen Stern gravierten R\u00fcstung ein Wort ersichtlich wurde. Kontrolle stand so gro\u00df geschrieben darauf, dass die belagerten Bewohner es trotz einiger Entfernung gut lesen konnten. Die Tore der Stadt \u00f6ffneten sich, die Bev\u00f6lkerung kam heraus und ein gro\u00dfes Freudenfest wurde gefeiert.\u201c Jonathan hatte einen \u00e4hnlichen Traum und fing an zu erz\u00e4hlen: \u201eIch befand mich ebenfalls in einer ver\u00e4ngstigten Stadt, deren H\u00e4user bestanden jedoch aus Kirchengeb\u00e4uden, was mich sehr verwunderte. Die Stadt hatte zum Schutz eine Mauer mit drei Toren. Vor den Toren befanden sich ebenfalls Giganten. Der erste Riese hatte das Aussehen eines Zauberers mit einer Kugel in der Hand, der zweite sah wie eine Hexe auf einem Besen aus und der dritte wie ein gr\u00e4ssliches blutverschmiertes Monster. Auch ich wollte nach drau\u00dfen, um mit den Feinden zu k\u00e4mpfen. Es wurde eine gro\u00dfe Versammlung mit tausenden von Menschen einberufen, bei der ich sprechen sollte. Mein Aussehen wurde in das von Martin Luther King ver\u00e4ndert, und ich berichtete von einem gro\u00dfen Traum, den ich hatte. In diesem Moment ver\u00e4nderten sich die vielen kleinen Kirchen zu einer gro\u00dfen Kirche mit riesigem Glockenturm, auf dessen Dach sich eine Plattform befand. Die Glocken fingen an laut zu l\u00e4uten und ein gro\u00dfes Kampfgeschrei ert\u00f6nte. Es wurden drei Gruppen gebildet, die gleichzeitig aus den Stadttoren heraus st\u00fcrmten. Ich befand mich auf der Aussichtsplattform des Turmes und beobachtete von oben, wie die drei Riesen umgest\u00fcrzt wurden. Sie verloren auf einen Schlag ihr Leben und fielen um wie Pappkameraden. Auf der R\u00fcckseite des Zauberers stand gro\u00df Manipulation, auf der R\u00fcckseite der Hexe war Herrschsucht zu lesen und das h\u00e4ssliche Monster hatte den Namen Eifersucht. Die Pappkameraden wurden angez\u00fcndet und brannten lichterloh bis nur noch Asche \u00fcbrig blieb. Ein nie dagewesenes Befreiungsfest wurde gefeiert, bei dem sich die Menschen unentwegt auf die Wangen k\u00fcssten und umarmten.\u201c<\/em><\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Tr\u00e4umen ist gesund f\u00fcr die Seele. Der Mensch sehnt sich unzweifelhaft nach Freiheit. So ein Freedom Day mit der Bezwingung von d\u00e4monischen M\u00e4chten birgt etwas Himmlisches. Auf der Erde geht es leider oft weniger himmlisch zu. Eines der schlimmsten Dinge ist es, den Kleinen zu schaden. Wenn es um das Leben von Kindern geht, h\u00f6rt im Alten Testament aller Spa\u00df auf. Der Dieb kommt nur, um zu t\u00f6ten, zu stehlen und zu verderben. So die neutestamentliche Lehre von Jesus Christus, der gekommen ist, damit wir ein Leben in \u00dcberfluss haben. Veni, vidi, vici ist das unver\u00e4nderte Motto von C\u00e4saren, in ihrem V\u00f6lker bezwingenden Kampf um Weltherrschaft. Momentan sieht es so aus, als ob die Kontrolle durch fortschrittliche \u00dcberwachungstechnik mit beispielsweise immer mehr ein\u00e4ugigen Kameraaugen oder kleiner und schneller werdenden Mikrochips weiter zunimmt. Die Manipulation, nur eine bestimmte Meinung gelten zu lassen, und eine Vorgehensweise als richtig zu erachten, durch herrschende Demokraten, die als eifers\u00fcchtige Monster sich \u00fcber Andersdenkende hermachen, ist allgegenw\u00e4rtig, k\u00f6nnte aber schon am morgigen Tag durch den Allm\u00e4chtigen ein Ende gesetzt werden. Als Kr\u00f6nung zur Offenbarung, muss man nicht unbedingt an Corona oder den Folgen einer unzureichend getesteten medizinischen Behandlung sterben, auch wenn tote Esel bei allem Mist einmal mehr wissen sollten.<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Schlie\u00dflich nahm mit Eselskopf und Taubenmist die unappetitliche Geschichte der Belagerung ihren Anfang. Die Frage stellt sich, wer bei aller Drangsal in Not die Hilfe von dem Herrn erh\u00e4lt?<\/p>\r\n<p><span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\">\r\n\r\n<\/span><\/span><\/span><\/p>\r\n<p>Gewiss doch, der schlecht behandelte, hungernde Gerechte sehnt sich den Tag des j\u00fcngsten Gerichts herbei. Umgekehrt haben die gut behandelten, satten Ungerechten allen Anlass zur Furcht.<span style=\"font-family: 'Liberation Serif', serif;\"><span style=\"color: #111111;\"><span style=\"font-size: large;\"><\/span><\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrtausende alte Ereignisse k\u00f6nnen in der heutigen Zeit zu uns sprechen. Eine Stadt wurde vom Feind belagert. Die eingeschlossene Bev\u00f6lkerung hungerte schwer und schreckte nicht mal vor dem Mord der eigenen Kinder zur\u00fcck. Die Beschreibung der Drangsal in gro\u00dfer Not findet sich in 2. 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