Klarstellung

Zunächst einmal möchte ich über meine Motivation sprechen: Angenommen ich beobachte in meinem Sportverein einen Vorstand, der die Jugend in der Kabine nach einer Niederlage anschreit und beschimpft. So könnte ich bei einem einmaligen Ausrutscher darüber hinwegsehen, aber wenn sich diese Vorfälle wiederholen und die Spieler den Verein gekränkt verlassen, ist es höchste Zeit einzuschreiten. Leider gibt es noch viel schlimmere Beispiele der Gewaltanwendung und des sexuellen Missbrauchs in Vereinen, wo in der Vergangenheit viel zu spät von Verantwortlichen reagiert wurde.

Gestern hörte ich die Entschuldigung von ehemaligen Vorstandsmitgliedern dafür, dass sie ein System der Angstkultur, des Machtmissbrauchs und der Manipulation jahrelang mitgetragen haben. Es handelte sich jedoch nicht um eine Mitgliederversammlung, sondern um einen Gottesdienst im Kubino in Ostfildern, in dem um Vergebung für geistlichen Missbrauch gebeten wurde. Es wurden die Namen der langjährigen Mitarbeiter erwähnt, die aufgrund von untragbaren Zuständen meine evangelische Freikirche verlassen haben. Zum Schluss vernahm ich die von Martin Seiler wiederholte Empfehlung trotzdem nicht negativ über Peter Wenz und das Gospel Forum zu reden.

Als widersinnig empfinde ich, dass genau diesen Streit vermeidenden, entlassenen Leitern in meinem Freundeskreis unterstellt wird, sie hätten ihren Ex-Chef verunglimpft und verleumdet. Zur Begründung werden sogar prophetische Eindrücke angeführt. In Erstaunen versetzte mich auch der als Beweis angeführte Bericht eines vermittelnden Pastors, der keine Sünde bei Peter und Sabine Wenz erkennt, sondern die Schuld in den zurückgetretenen Vorständen sieht, die besser nicht außenstehende Brüder oder gar die Öffentlichkeit informieren durften.

Soll und darf man in dieser schwierigen Situation alles unter dem Deckmantel der Gemeinde lassen, damit die Welt nicht von einem schlechten Zeugnis der Christen erfährt? Nein, diese Art der Vertuschung ist mir nur zu gut aus dem Missbrauchsskandal der katholischen Kirche bekannt.

Darum möchte ich klarstellen, dass die gründlich recherchierten Beiträge in der Stuttgarter Zeitung und der KONTEXT Wochenzeitung wesentlich durch einen Hilferuf von mir zustande gekommen sind. Verantwortliche des Minderheitenbegehrens und ein Teil der ausgeschiedenen Pastoren haben mich geradezu bestürmt, den Weg mit der Presse nicht einzuschlagen. Ich bekam sogar von dieser unerwarteten Seite die Drohung mit dem Anwalt, wenn ich nicht einen bestimmten Beitrag aus meinen Blogs streiche. Wenn jemand versucht hat mit Hilfe des Amtsgerichts den wiedergewählten Peter Wenz abzusetzen, dann war es meine Wenigkeit. Die Stimmberechtigten des Trägervereins, welche aus Protest die Mitgliederversammlung verlassen haben, haben nicht einen bezahlten Anwalt genommen und wollten nicht den Weg über das Gericht mit einem evtl. jahrelang andauernden Streit gehen.

Bei der Mai 19 Family Night im Gospel Forum Stuttgart e.V. hat der Mediator Gerhard Rundell erläutert, es hätte drei Versuche Peter Wenz aus dem Amt zu bringen gegeben. Dabei stimmt nicht, dass die zurückgetretenen Vorstände und Vertreter des Minderheitenbegehrens Peter Wenz absetzen wollten. Es ging lediglich um eine monatelange bezahlte Auszeit, die er nehmen sollte. So einen Segen kenne ich aus meiner Elternzeit.

Über eine Sprachaufzeichnung konnte ich mir selbst ein Urteil über den als parteiisch abgelehnten Mediator bilden und schreibe deshalb diese Klarstellung. Von Rundell erging der Vorwurf an die Altvorstände: Habt Ihr etwas damit zu tun? Wo ist denn eure Stellungnahme, dass ihr euch von solchen Dingen distanziert? Wenn ihr es stehen lasst macht ihr euch zu Teil dieser Sache. Als auch die Behauptung, nachdem es schon einseitige Darstellungen im Netz und über die Zeitungen gab, würden weitere Gegendarstellungen im Internet und mediale Verunglimpfungen sicher nicht dem Haus Gottes dienen.

Meine Meinung ist seit Dezember, dass allein der Rücktritt des diktatorisch auftretenden Vorstandsvorsitzenden weiteren Schaden von der Gemeinde abwenden kann. Dem entgegen hat der gescheiterte Mediator den verbliebenen Mitgliedern ganz klar gesagt, dass man keine konkrete Sünde nach dem Maßstab der Bibel in Matthäus 18 bei Peter und Sabine Wenz nachweisen konnte und gefragt wie denn ein geforderter weltlicher Mediator einen Geist Isebels feststellen könnte? Ich antworte: „Indem er nicht verschleiernd, verdrehend und betriebsblind ist und die gut dokumentierten Vorgänge, die keine Darstellungen sind untersucht.“ Am Ende wurde der überzeugende Aufklärer trotzdem von den braven Schäfchen beklatscht, die sich wahrscheinlich nicht die Mühe machen nach dem bösen Geist der Manipulation und Kontrolle im Internet zu forschen. Stattdessen wird zu gerne folgende Anweisung befolgt: „Bitte erhebt eure Hände im Gebet und sprecht mir (PW) nach: Wir lassen uns nicht manipulieren…wir wollen was Gott (PW?) will…“

Werbung in eigener Sache machend, habe ich vor 11 Jahren aus Frust über die Missstände einen prophetischen Fiktionsroman über dämonische Mächte, die die Gemeinde übernehmen geschrieben. Auf Wunsch von Peter und Sabine Wenz wurden ihre zu verwechselnden Namen in einem Korrektur gelesenen Anfangskapitel abgeändert. Ein Hauptanliegen in dieser Zeit war, dass Peter sich mit meinem früheren Hauskreisleiter ausspricht. Nach zwei Besuchen gelang es mir ein zaghaftes Versprechen für einen versöhnlichen Brief zu erbetteln, der freilich nie verfasst wurde. Ich versuchte Peter verständlich zu machen, dass die Stimmen von Gemeindemitgliedern, die er verletzt hat, durch ihre berechtigten Klagen vor den Thron Gottes kommen und schlechte Auswirkungen in der unsichtbaren Welt für ihn haben. Auf der anderen Seite gibt es die Denkweise, dass ein unverdienter Fluch den Gesalbten der Herrn nicht treffen darf.

Die natürlichen Ursachen für den Streit im Gospel Forum und das überraschende Zerwürfnis unter engsten Freunden sind in der PDF-Dokumentensammlung dokumentiert. Erwähnenswert darin ist, dass Peter Wenz seinen Sohn Markus als Gesamtleiter für die Jugend eingesetzt hat, ohne die anderen Vorstandsmitglieder miteinzubeziehen. Besonders prekär war, wie der beliebte Jugendleiter Matthias Frank in die Ehearbeit zwangsversetzt wurde. Als Warnung setzte der erste protestierende Besucherschwund bei den Jugendgottesdiensten ein. Bei der bitterbösen Behandlung von einst engen Freunden, die zu psychischen Störungen geführt hat, ist die Art und Weise unverständlich, in der Thomas Berner von dem führenden Seelsorgeehepaar in die Zange genommen worden ist (u.a. „warum hat der Teufel Raum in dir gefunden?“ – Ich frage bei aller Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für die Gesundheit, warum müssen die Krankenkassen für die psychischen Folgeschäden mit Behandlungskosten und Lohnfortzahlung des Personals aufkommen?).

Meine Auslegung für einen Teil des Unheils ist der geänderte Geheimplan, Markus Wenz zum Thronfolger machen zu wollen. Intrigantes Verhalten oder einfach Vetterleswirtschaft habe ich jahrelang verständnislos beobachtet, da verdiente Mitarbeiter wiederholt herabgesetzt und zum Abgang bewegt wurden. Am Schlimmsten empfand ich den Schmerz mitanzusehen, wie bekannte Gesichter aus der Gemeinde ausgeschlossen wurden, ohne Freunde dastanden und ihren Halt im Leben verloren. Aus der Praxis kann ich berichten, dass bei den armen Menschen, die in der Psychiatrie landen, von erfahrenen Psychologen der gut gemeinte Rat gegeben wird, das Gospel Forum nicht mehr zu besuchen.

Die Frage des erbarmungslosen Rauswurfs stellte sich wieder unlängst, als Peter Wenz seine Mitstreiter im Vorstand wegen einer Rundmail im Affekt entlassen haben soll oder etwa doch nicht. Der am selben Tag erfolgte Schulterschluss am Ende der außer Kontrolle geratenen, kurzfristig einberufenen Mitgliederversammlung war mehr eine Show, als wirkliche Vergebung. Die eigentliche Problematik, wenn man von tausenden Menschen auf der Bühne bejubelt wird ist STOLZ. Eine treffende Beschreibung der Folgen von Hochmut findet sich in Daniel Kapitel 3 und 4.

Es gibt Alleinherrscher, die denken sie hätten alles selbst hervorgebracht, und in der Folge in ihrem Wahnsinn von Gott gedemütigt werden. Eine andere Art der Erniedrigung sind treue Weggefährten, die sich gegen einen Macht missbrauchenden Bruder auflehnen. Herzzerreißend ist es, wenn sich Freunde nicht nur als Verräter, sondern als Wölfe im Schafspelz entpuppen. Diese Gattung zeigt ihre Zähne, wenn sie sich angegriffen fühlt und ihre Rudeldominanz in Frage gestellt wird. Das viel gepriesene Werk ist wichtiger, als die unbedeutenden Schäfchen, die nur Mittel zum Zweck sind. Ein angetretenes Erbe wird verworfen, indem der Name geändert und der Grund verkauft wird.

Die Gemeindegründerin Paula Gassner hat in der Talstraße 70 bis zu ihrem Herzversagen für Erweckung in Stuttgart gebetet. Der Songwriter Kent Henry besingt dasselbe Anliegen in seinen prophetischen Liedern. In einem Brief an Peter und Sabine Wenz habe ich seine CD „I have loved you“ mit meinen Lieblingsliedern „Help us“ und „Prayer for the wounded“ verschenkt. Der Verweis auf Vorbild Jesus, den guten 99+1 Hirten, und dass es längst Erweckung gebe, wenn die verwundeten, davon gelaufenen Schafe zurückgeholt würden, anstelle immer neue Mitglieder zu werben, kam bei den Zahlenliebhabern nicht gut an. Ich denke, dass aufgrund dieser Majestätsbeleidigung, meine gut gemeinten Vorschläge samt falsch ausgestellter JAM-Steuerbescheinigung vor zig Jahren verloren gingen. Zudem wurde zuvor mein geistiger Zustand angezweifelt. Mich wie ein dummer Esel fühlend, wagte ich gemeinsam mit meiner Frau den prophetischen Eindruck mitzuteilen, der verdutzte Oberhirte könnte die Mitschuld am Tod eines Pastors haben. Wie dem auch sei, es verging mir danach die Lust Sparbüchsen im nahen Supermarkt für hungernde Kinder in Afrika aufzustellen, die vielleicht 1. Klasse-Flüge von Sabine Wenz nach Südafrika mitfinanzieren.

Geld spielt auch bei dem ausgebrochenen Machtkampf eine große Rolle. Warum auch immer führte Chef-Pastorin Wenz die harten Verhandlungen über das Royal Ranger Inventar, und der von der Gattin stets gut beratene Finanzchef beklagte seine Millioneninvestitionen, die auf Nimmerwiedersehen den Bach runter gehen. Diese mir zufließenden Informationen sind für weit entfernte Missionare mit Vorsicht zu genießen, da ich nicht als Augenzeuge dabei war, und es wenig hilfreich für Ihre künftige Versorgung ist. Letztendlich geht es mir ja um Klarstellungen.

So nahmen Bekannte von mir vor einigen Wochen das Angebot für ein klärendes Gespräch im Büro des am Amt klebenden Gemeindeleiters an. Ein dabei gefallener manipulativer Merkspruch, der mir allzu bekannt ist und verboten gehört lautet: „Verlass die Gemeinde nicht, sonst verlierst du den Schutz Gottes!“ Enttäuschend waren bei den Gesprächen die Sachfragen z.B. nach dem Grund des Weggangs von Familie Heidenreich. Der in den apostolischen Dienst berufene Peter Wenz, scheint in seiner eigenen heilen Welt zu leben, in der es keine okkulte Symbolik gibt, und er nach wie vor mit Martin Heidenreich befreundet ist. Übrigens habe ich dem schwer belehrbaren Theologen Peter schon vor zwanzig Jahren nach seiner Sonntagspredigt geschrieben, dass zu einer Freundschaft auch eine Beziehung gehört. Mir standen die Haare zu Berge, weil ich der Ansicht bin, dass Jesus nicht immer der Freund aller Menschen sein kann. Es gibt eine liebende Seite Gottes und eine die Sünde richtet. Ein Satanist, der sich bewusst zum Feind Gottes erklärt ist nicht sein Freund. Immerhin bekam ich eine seitenlange Antwort von einer der kündigenden Sekretärinnen und keinen Entlassungsbrief wie andere Kritiker.

Wer beide Seiten von Peter besser erforschen möchte, kann sein gemobbtes Büropersonal befragen oder die Einladung zur Aussprache nach einem tatelnden Kommentar z.B. auf ideaSpektrum wahrnehmen. Ein Narzisst zeigt sein wahres Gesicht, wenn er sich bedroht fühlt und man nicht mehr nützlich für ihn ist, weil man seinen Dienst aufkündigt oder sich anderweitig orientiert. Es können tiefe seelische Verletzungen von Menschen mit Paranoia zugefügt werden, bei denen man das Krankheitsbild nicht richtig einordnen kann.

Sind es Lügen (verbunden mit Wahnvorstellungen), wenn jüngst zur Verteidigung weiterhin dargestellt wurde Heidenreichs hätten bei ihrem Abgang aus eigenen Stücken einen neuen Job antreten wollen?

Wer gestern beim Gottesdienst in Nellingen dabei war kennt die Antwort aus erster Hand, und für alle anderen Interessierten findet sich die Lösung in Die-Kehrseite-der-Medaille.pdf

Ein Pastor kann ohne Folgen nach dem Gottesdienst ein Gemeindemitglied unter Zeugen als Schlappschwanz bezeichnen und befürchtet keine negativen Folgen für sich, weil nur er die Macht hat Leute zu entlassen. Der verärgerte Seelsorger bezeichnet seinen Schutzbefohlenen im Groll als Werkzeug des Teufels, da nicht schlecht über den Gesalbten des Herrn und die Gemeinde geredet werden darf. Er verursacht tiefe seelische Verletzungen bei zahlreichen Mitgliedern und macht mit seinem ungeeigneten Charakter weiter wie er will. Sein Entscheidungen einforderndes Misstrauen bekommen gerade die Personen zu spüren, die bekanntermaßen auch andere Gottesdienste besuchen.

Soll in diesem Fall ein Einschreiten und Urteil nur durch Gott im jüngsten Gericht erfolgen? Gibt es außer mir Leser die anderer Meinung sind und etwas unternehmen wollen?

Immerhin outete sich ein mutiger evangelischen Pfarrer der Peter Wenz öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hat, aber wo sind kritische Stimmen z.B. aus dem Hauptvorstand der evangelischen Allianz? Anstatt Peter Wenz weiterhin als gefeierten Gastredner einzuladen sollten sich Personen in Verantwortung gut überlegen, ob sie ihn nicht aus ihren Gremien entfernen.

Ich drehe den Spieß um mit den Worten seines Mediators Gerhard Rundell: „Wenn ihr nicht Stellung bezieht macht ihr euch zum Teil der Sache!“ Warum werden die Missbrauchsvorwürfe nicht untersucht und warum müssen bis zur Klärung der Fälle nicht alle Ämter ruhen? Sonst wird eine echte Aufarbeitung mit ordentlicher Inventur nie kommen. Eine richtige Entschuldigung oder erkennbare Buße für die Vorkommnisse blieb bisher von dem hauptverantwortlichen Gemeindeleiterehepaar aus und ist längst überfällig.